Ausbildung in Zeiten von Corona

am Beispiel des Bildungszentrums von InfraServ Wiesbaden

Ein Interview mit Ausbildungsleiter Bodo Wünsch.


Dipl.-Staatswissenschaftler Bodo Wünsch (53), leitet seit 2018 das InfraServ Wiesbaden Bildungszentrum, das aktuell ca. 300 junge Menschen in zwanzig IHK-Industrieberufen ausbildet.

Nach seiner Zeit als Offizier der Bundeswehr arbeitete Wünsch als Unternehmensberater, danach war er Programmdirektor an der privaten Zeppelin Universität, zuletzt Bildungsmanager in einer EU-Organisation im Energiesektor.


Was hat sich seit dem Lockdown in der Ausbildung geändert?

Weite Teile der theoretischen Ausbildung werden nun auch in eLearning-Formaten bereitgestellt. Dies hatten wir schon längere Zeit vor, es scheiterte aber bisher entweder an den Kosten oder an der Zeit. Wir sind im Tagesgeschäft nur in Teilbereichen dazu gekommen, die Inhalte zu digitalisieren. Der Anbieter unserer jetzigen Lernplattform liefert die zentralen Inhalte gleich mit. Das ist zwar etwas teurer, hat uns aber sehr viel zeitliche Ressourcen gespart. Durch die Corona-Krise hat sich im Hinblick auf die Digitalisierung durchaus einiges beschleunigt.

Die Ausbilder arbeiteten staffelweise teils von zu Hause aus, teils vor Ort, standen aber im permanenten Austausch mit den Auszubildenden. Daraus sind sehr praktikable Wechselpläne entstanden, sodass sich Präsenz und ‚home schooling‘ nun ideal ergänzen.  

Was den betrieblichen Anteil der Ausbildung angeht, reagierten unsere Verbundpartner zu Beginn des Lockdowns unterschiedlich. Ein Teil schickte die Auszubildenden ganz nach Hause ins ‚home schooling‘, andere setzten sie zunächst aufgrund gestiegener Arbeitsaufträge verstärkt im Betrieb ein. Das war möglich bzw. notwendig, weil ja auch die Berufsschulen geschlossen waren. Für uns als Bildungsdienstleister hat sich sonst gar nicht so viel verändert. Es ist allerdings gut, dass wir jetzt wieder starten können und die Auszubildenden auch wieder ins Bildungszentrum kommen dürfen. Wir haben uns schon gegenseitig vermisst.


Welche Herausforderungen beschäftigen Sie derzeit besonders?

Jetzt müssen wir vor allem eine sichere Prüfungsvorbereitung unter den verordneten Hygienebestimmungen sicherstellen. Das Einhalten und Überwachen unserer selbst erstellten Zeit- und Zonenkonzepte – wer kommt wann, welche Gruppen, die Abstände vor Ort – das kostet zusätzliche Zeit. Wir wollen aber, dass alle auslernenden Azubis wie vorgesehen zum Sommer ihren Abschluss erhalten und ihnen von unserer Seite keine Nachteile entstehen. Da gibt es natürlich jetzt auch die eine oder andere Überstunde, aber jeder will sein Prüfungsziel erreichen und alle ziehen an einem Strang.

Eine kleine Herausforderung war auch die Beschaffung von Masken. Wir haben einen Bedarf von 400 Stück in der Woche und die mussten beschafft werden. Hier hat sich aber unser Geschäftsführer persönlich stark eingesetzt, sodass wir zeitgereicht gut versorgt sind.


Welche Maßnahmen planen Sie noch oder wenden Sie bereits an?

Als Ersatz für die ausgefallenen Ausbildungsmessen werden wir ab Anfang Juni regelmäßig online Berufsorientierungs-Chats anbieten. Hier sprechen wir einzelne Schulen an oder gehen auch über die Schulsozialarbeit. Als Gesprächspartner stehen Azubis, Ausbilder oder ich zur Verfügung. Wir produzieren hierfür auch kleine Filmbeiträge zu den einzelnen Ausbildungsberufen. Dann setzen wir im Bewerbermarketing aber auch auf  Social Media und werben in Zeitungsannoncen. Wir starten damit am Donnerstag, den 04. Juni!

Für die Aufnahme der neuen Auszubildenden am 1. September überlegen wir uns auch neue Formate, weil ja eine größere Aufnahmefeier vielleicht noch nicht wieder möglich sein wird. Aber vielleicht ist das mit den kleinen Gruppen auch individueller. Wir werden ein kleines Get-together machen und die Aufnahme und Begrüßung aller neuen Azubis insgesamt auf zwei Tage aufteilen.


Wird sich die Corona-Krise negativ auf das Ausbildungsangebot auswirken?

Bei uns eher nicht. Alle unsere Partnerunternehmen halten an den geplanten Ausbildungsplätzen fest und sparen hier nicht an der falschen Stelle. Die wirtschaftliche Situation im Industriepark Kalle-Albert stellt sich zum Glück aber auch trotz der Corona-Krise überwiegend als sehr stabil dar.

Wie bereits gesagt, besteht allerdings eine Herausforderung im stark eingeschränkten Bewerbermarketing. Wir verzeichneten zwischenzeitlich etwas weniger Bewerberzahlen. Die Schulen legen zudem derzeit den Fokus nicht unbedingt auf Berufsorientierung. Noch Anfang des Jahres hatten wir hervorragende Bewerberzahlen, die jetzt auch wieder zurückkommen. Jetzt wollen wir auch hier neue Wege gehen, um die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen zu erreichen.


Was bleibt an positiven Erkenntnissen für die „Post-Corona-Zeit“?

Die praktische Berufsausbildung vor Ort mit dem Ausbilder „face-to-face“ bleibt trotz aller Digitalisierung schlechterdings unersetzlich. Sehr gut war das gemeinsame pragmatische Vorgehen als Team. Ziel aller Beteiligten war es, schnelle und gute Lösungen zu finden. Den Zusammenhalt des Teams sehe ich gestärkt. Man darf nicht vergessen, dass viele auch familiär und persönlich ganz unterschiedliche, teils schwierige Situationen zu bewältigen hatten. Man kann aber in jedem Fall sagen, dass wir enger zusammengewachsen sind und das obwohl wir weniger vor Ort beisammen waren.

Auch hatte die überwiegende Anzahl der Auszubildenden ein hohes Interesse, am Ball zu bleiben. Die neuen digitalen Angebote werden sehr gut angenommen und wohl dauerhaft eine gute Ergänzung darstellen.


Hat es Sinn, sich jetzt noch für den Ausbildungsstart 2020 zu bewerben?

Das hat nicht nur Sinn, wir fordern junge Menschen geradezu auf, das zu tun! Wir haben noch etliche freie Plätze und können diese noch bis zum 1. September besetzen. Leider kursiert das Gerücht in den Schulen, dass Bewerbungen in der Krise keinen Sinn hätten, weil die Wirtschaft am Boden läge. Für unsere Branche, insbesondere an diesem Standort, gilt das definitiv nicht! Es lohnt auf jeden Fall, sich für einen der 20 überaus krisenfesten Berufsausbildungen im Industriepark Kalle-Albert zu bewerben.

Bei uns gibt es im Grunde keine Bewerbungsfristen. Schulabsolventen, die ihren Einstieg in eine Ausbildung für Herbst 2021 planen, können sich schon jetzt informieren und orientieren. Man kann sich jederzeit online über www.bizka.de bewerben. Wir werden auch 2021 voraussichtlich intern ca. 50 Ausbildungsplätze zu besetzen haben. Wir suchen besonders Chemikanten, Elektroniker, Industrie-, Anlagen- und Konstruktionsmechaniker. Auch Werkschützer sind bei uns gefragt. Und wir bieten noch zwei duale Ingenieur-Studiengänge an. Auch die suchen wir händeringend. Dazu kommen 30 weitere Ausbildungsplätze über Tochtergesellschaften und Fremdfirmen, die wir in Vollausbildung bei uns vor Ort haben, aber nicht selbst einstellen.

Das Interview führte Jürgen Funk.


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Mittelstand aufgepasst! – Bei Elementare Vielfalt sind kleine und mittelständische Unternehmen ganz groß

Der Markt um passende Nachwuchskräfte ist hart umkämpft. Mittelständlern fällt es hier oft besonders schwer, offene Stellen mit geeigneten Kandidaten zu besetzen. Hierfür hält die Kampagne Elementare Vielfalt der Chemie-Arbeitgeber Unterstützungsangebote bereit. Mit der Initiative „Starte deine Ausbildung im Mittelstand“ bekommen kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit, das eigene Unternehmen auf der Kampagnenwebsite hervorzuheben, sich Schülern attraktiv zu präsentieren und speziell für das Nachwuchskräftemarketing im Mittelstand entwickelte Tools zu nutzen.

Vorteile im Überblick

Das Online-Angebot für den Mittelstand ist kostenfrei und bietet den derzeit rund 100 teilnehmenden Unternehmen zahlreiche Vorteile: Ein Animationsvideo fasst die Vorteile einer Ausbildung im Mittelstand in 60 Sekunden für Schüler anschaulich und gut verständlich zusammen. Das Video kann in die eigene Firmenhomepage eingebunden sowie für Messen und Schulveranstaltungen genutzt werden. Hier können die auf ElVi verfügbaren Videos aufgerufen, heruntergeladen und der Einbettungscode (Embed-Code) angezeigt werden.

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Video: Ausbildung im Mittelstand

Die Themenseite bietet darüber hinaus die Möglichkeit, moderne, individualisierbare Unternehmensprofile anzulegen, die auch für Smartphones optimiert sind. Hier können Informationen zum Betrieb, den Produkten, dem Ausbildungsangebot, Hinweise zu Praktika und Betriebsbesichtigungen sowie persönliche Ansprechpartner vor Ort hinterlegt werden.

Das angelegte Profil kann anschließend mit den freien Ausbildungsplätzen des Betriebes in der Ausbildungsplatzbörse sowie mit „ElVis Ausbildungsfinder“, einem interaktiven Berufsorientierungsspiel für das Smartphone, verknüpft werden.

Die Themenseite bietet darüber hinaus optimierte regionale Suchfunktionen für Ausbildungsbetriebe und –berufe und sorgt für eine bessere Auffindbarkeit der Unternehmensprofile bei Suchmaschinen. Darüber hinaus können Fimenlogos prominent auf der ElVi-Startseite platziert sowie O-Töne von Ausbildern in die Profile eingebunden werden.

Wie kann man teilnehmen?

An der Initiative „Starte deine Ausbildung im Chemie-Mittelstand“ können alle mittelständischen Betriebe teilnehmen, die Mitglied in einem Chemie-Arbeitgeberverband sind. Der mittelständische Charakter eines Unternehmens muss für die Teilnahme eines Unternehmens in der Außendarstellung für Dritte deutlich erkennbar sein. Sie sind unschlüssig ob Sie teilnehmen können? Dann ist es hilfreich, zunächst einmal folgende Fragen für Ihr Unternehmen zu klären:

  • Verfügen Sie über ein eigenständiges Firmenlogo sowie einen eigenständigen Internetauftritt in deutscher Sprache (unabhängig vom Eigentümer oder der Einbindung in Konzernstrukturen)?
  • Führen Sie Recruiting-Aktivitäten in eigener Verantwortung (bspw. nicht zentral durch eine Konzerngesellschaft gesteuert) durch?
  • Gibt es direkte Kontaktmöglichkeiten für Bewerber vor Ort?
  • Liegt die Mitarbeiterzahl des Unternehmens bei bis zu 750 Beschäftigten?

Diese Fragen können Sie positiv beantworten? Prima! Dann scheint Ihr Unternehmen für eine Teilnahme an der Initiative bestens geeignet.
Nun können Sie per E-Mail an kirschner@hessenchemie.de einen Steckbrief für die Erstellung Ihres Unternehmensprofils anfordern. Diesen senden Sie anschließend ausgefüllt an kontakt@elementare-vielfalt.de. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) informiert Sie im Anschluss über Ihre Aufnahme in die Initiative.

Weitere Informationen erhalten Sie auf https://www.elementare-vielfalt.de/kmu/.


Das Periodensystem der Elemente: Zwischen 150 Jahren Wissenschaft und modernem Nachwuchskräftemarketing

Jeder kennt es aus dem Chemieunterricht. Manch einen erfüllt es noch heute mit Wissensdurst, andere graust es bei dem Gedanken daran: Das Periodensystem der Elemente zählt zu einer der wichtigsten Systematiken der Naturwissenschaft. Vor 150 Jahren von Dmitri Mendelejew erfunden, stellt das Periodensystem alle vorhandenen Elemente an ihren Platz. Dabei klassifiziert es die Elemente nach dem Gewicht ihrer Atome.

Wie alles bagann…

Am 6. März 1869 hört die Chemische Gesellschaft zum ersten Mal vom Periodensystem der Elemente, das der russische Chemie-Professor Dmitri Mendelejew aus Sankt Petersburg zuvor entwickelt hat.  Dabei gruppierte er Elemente mit ähnlichen Eigenschaften zueinander und nahm damals noch unbekannte Stoffe wie Scandium, Gallium und Germanium auf, deren Existenz erst später wissenschaftlich bestätigt wurde. Im Laufe der Jahre erhält das Periodensystem weiteren Zuwachs, darunter auch die Edelgase Helium oder Argon. Heute enthält das PSE 118 Elemente, darunter überwiegend Metalle.

Periodensystem bietet Elementare Vielfalt beim Nachwuchskräftemarketing

Eine übersichtliche Darstellung und nützliche Zusatzinformationen hält das Periodensystem der Ausbildungskampagne Elementare Vielfalt (ElVi) der Chemie-Arbeitgeber bereit. Durch die bunten Farben lassen sich die einzelnen  Elementgruppen optimal unterscheiden, Atommasse, Ordnungs- und Oxidationszahlen ablesen.  Ein netter Nebeneffekt: Durch die Schülerbrille sieht die bunte Pappe auch noch cool und ansprechend aus!
Mitgliedsunternehmen können die Periodensysteme beim Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) bestellen und für Ausbildungsmessen in ihr eigenes Nachwuchskräftemarketing einbinden. Hierfür bietet sich auf der Rückseite die Möglichkeit, eine Individualisierung vorzunehmen. Das Bestellformular können Sie per E-Mail an kirschner@hessenchemie.de anfordern.

Der Bezug zur ElVi-Kampagne lohnt sich jedoch nicht nur bei analogen Werbemitteln: ElVi bietet Mitgliedsunternehmen eine Vielzahl an digitalen Tools an, darunter 360°-Videos, VR-Messesets, Ausbildungsfinder und Smartphone-Quiz, um die Attraktivität einer Ausbildung in der Chemiebranche zu steigern. Eine Übersicht über das Angebot finden Sie auf www.elementare-vielfalt.de.

Lehrkräfte unterstützt der Arbeitgeberverband HessenChemie zusätzlich mit Plakaten des Periodensystems für den Chemieraum. Diese können per E-Mail an salzer@hessenchemie.de kostenfrei bestellt werden.

Mehr über ElVi erfahren Sie hier:


Modernes Nachwuchskräftemarketing: Kampagne Elementare Vielfalt liefert spannende Tools

Elemente und die Chemie – das gehört einfach zusammen! Doch nicht in jeder Ausbildung der Branche ist das Periodensystem der Elemente ein zwangsläufiger Bestandteil. Eine Ausbildung in der Chemie bedeutet vor allem: Vielfalt der Berufe, vielfältige Karriereperspektiven und natürlich auch eine Vielfalt an Unternehmen. Rund 28.000 Nachwuchskräfte werden in mehr als 50 verschiedenen Berufen in der Chemieindustrie ausgebildet. Dabei reicht das Spektrum vom klassischen Chemielaboranten über kaufmännische Berufe bis hin zu IT, Gastronomie und Medien.

Die Kampagne für ein „Mehr“ an Auszubildenden

Für Beschäftigte der chemischen Industrie sind diese Fakten nicht neu, Schülern sind die umfangreichen  Ausbildungsmöglichkeiten in der Chemie jedoch häufig unbekannt. Umso wichtiger wird es für die Ausbildung in der Chemiebranche zu werben! Hier steht die Ausbildungskampagne Elementare Vielfalt der Chemie-Arbeitgeber Unternehmen beim Nachwuchsmarketing zur Seite und muss sich mit ihrer bisherigen Performance keineswegs verstecken. So wurde Elementare Vielfalt (ElVi) in fünf Jahren bereits zweimal mit dem HR Excellence Award ausgezeichnet, der Onlineauftritt verzeichnet rund 700.000 Seitenaufrufe jährlich und bringt durch die Ausbildungsplatzbörse für 3.500 Stellen Schulabgänger und Nachwuchskräftesuchende zusammen.

ElVi bleibt bei allen Aktivitäten am Puls der Zeit und setzt auf umfassende digitale Tools und Social Media Aktivitäten, die Schüler sowie Lehrer bei der Berufsorientierung unterstützen. So erreicht ElVi in den Sozialen Medien über 3,7 Mio. junge Menschen. Mit Influencerin Mai-Thi Leiendecker  und ihrem YouTube Kanal „The Secret Life of Scientists“ können Jugendliche zielgruppenadäquat angesprochen werden.

„Die Tools  von ElVi sind einfach klasse! Sie ermöglichen meinen Schülern eine spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema Berufsorientierung und bieten bei der Suche nach der späteren beruflichen Richtung einen echten Mehrwert. Die Tools sind mit unterschiedlichen digitalen Medien ohne großen Aufwand anzuwenden, weshalb sie auch sehr gut im Unterricht einsetzbar sind.“ (Cordelia Becker-Werner, Lehrerin an der Limesschule Idstein)

Digitale Tools versprechen Spaß bei der Berufsorientierung

Neben klassischen Print-Werbemitteln wie Flyern, Periodensystemen und diversen Give-Aways hat ElVi für Schüler digitale Angebote entwickelt, die neben der Berufsorientierung Spaß versprechen:

 

A) Der Ausbildungsfinder – welcher Beruf passt zu mir?

Der Ausbildungsfinder steht Schülern bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsberuf zur Seite. Anhand einfacher Entscheidungsfragen zu Aussagen wie „Mathe? – Genau mein Ding!“ können diese herausfinden, welcher Ausbildungsberuf am besten zu ihnen passt und ihr Ergebnis mit Hilfe von WhatsApp & Facebook durch Freunde überprüfen. Ganz nach dem Tinder-Prinzip „Hot or not“ erhält man so in Minutenschnelle einen Vorschlag für die passende Ausbildung.

 

B) Berufeclips – Was mache ich in der Ausbildung zum…

ElVi hilft Schülern auch bei der Frage „Welche Aufgaben übernehme ich eigentlich in meiner Ausbildung?“ Für die folgenden Berufe existieren sogenannte Berufeclips, die Mitgliedsunternehmen in ihre Onlineauftritte einbinden oder für ihre Social Media Aktivitäten verwenden können:

  • Chemikant
  • Chemielaborant
  • Anlagen- und Industriemechaniker
  • Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik
  • Elektroniker
  • Pharmakant

Alle Berufeclips finden sich hier und können direkt heruntergeladen oder mittels eines iframe-Codes in die Website eingebettet werden.

 

C) Den Überblick durch 360°- Videos erhalten

In sogenannten 360° Videos können Schüler ihren künftigen Arbeitsplatz in der Produktion, im Labor, im Lager oder im Büro besichtigen. Zusätzlich können sie Leitwarte, Lehrwerkstatt und Technikum kennenlernen. Die 360° Rundblicke können ebenfalls online eingebettet werden.

Offline können die 360°Aufnahmen mit Hilfe des VR-Messepaketes verwendet werden. Dieses besteht aus einer VR-Brille, Smartphone und Kopfhörern und kann von Mitgliedsunternehmen beim BAVC für eigene Veranstaltungen und Messeauftritte ausgeliehen werden.

 

D) Das eigene Unternehmen virtuell in 360° erleben

Seit 2019 neu im Repertoire ist das 360° Do-It-Yourself-Kit, mit dem Unternehmen eigene 360°Aufnahmen in ihrem Betrieb erstellen können. Dieses besteht aus einem Smartphone sowie einer 360° Kamera, mit der die Aufnahmen mit wenigen Handgriffen durchgeführt werden können. Der Abruf erfolgt ebenfalls über den BAVC.

 

E) Quizzen für die Ausbildung

Das Ausbildungsquiz ermöglicht Teilnehmern mit Hilfe von Virtual Reality auf dem Smartphone den Einstieg in Industrieanlagen. Die Teilnehmer können dabei verschiedene Räume in einem Betrieb durchlaufen – hinter jedem Kessel in der Produktion und Paletten im Lager verstecken sich Fragen zu den Ausbildungsberufen Chemikant, Industriemechaniker und Fachkraft für Lagerlogistik. Werden diese korrekt beantwortet, erhalten die Teilnehmer Punkte für den persönlichen High Score. Die Jagd auf den fliegenden Erlenmeyerkolben „Erlie“ bringt zusätzliche Punkte und erhöht den Gamification-Faktor.

Neben den vielfältigen Angeboten, die von Mitgliedsunternehmen genutzt werden können, lassen sich auf www.elementare-vielfalt.de Firmen-Portraits und freie Ausbildungsstellen einstellen. Per Knopfdruck werden freie Stellen in die Jobportale von Schul- und Verbandswebseiten, regionalen Jobbörsen des Kooperationspartners jobcluster und der Jobbörse der Arbeitsagentur exportiert und so eine breitere Streuung der vakanten Stellen vorgenommen.

Weitere Informationen zur Kampagne Elementare Vielfalt und zu den verfügbaren Werbemitteln erhalten Sie unter www.elementare-vielfalt.de/unternehmen.

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Starkes Engagement für die Ausbildung

 


#Blogs im Ausbildungsmarketing

Die demografische Entwicklung und der Trend zum Studium machen die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs zu einer besonderen Herausforderung. Ein gutes Ausbildungsmarketing wird somit immer relevanter für Unternehmen.

Unter Ausbildungsmarketing werden alle Aktivitäten eines Unternehmens subsumiert, die dazu beitragen, die angebotenen Ausbildungsstellen mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Hier kommen verschiedene Kommunikationsinstrumente und -Maßnahmen zum Tragen, die möglichst optimal miteinander verzahnt werden sollten, da einzelne Aktivitäten schnell verpuffen.

Ziele und Zielgruppe

Um sich nicht in den zahlreichen Möglichkeiten zu verirren, sollte man sich im Vorfeld über die Ziele und Zielgruppe Gedanken machen.

  • Soll ein bestimmter Ausbildungsberuf bekannt(er) gemacht werden?
  • Soll die Bekanntheit des Unternehmens gesteigert werden?
  • Will man bessere/passendere Bewerbungen erhalten?
  • Welche Persönlichkeiten werden gesucht?
  • Was bietet man den Auszubildenden an?
  • Wie und wo sollen die Angebote/Informationen kommuniziert werden?
  • Wo ist die Zielgruppe unterwegs und wie erreicht man diese?

Aktivitäten und Instrumente

Neben Praxisangeboten wie Betriebspraktikum oder Ferienjobs, bieten sich Ausbildungsmessen und ein Tag der offenen Tür an. Darüber hinaus machen Kooperationen mit örtlichen Schulen Sinn, denn diese sind quasi am „point of sale“. Sämtliche Maßnahmen bringen jedoch nur wenig, wenn sie nicht durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit flankiert werden. Dazu zählen:

  • Ansprechende! Unternehmenspräsenz und Karriereseite im Internet
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Informationsflyer (bspw. für Ausbildungsmessen, Tag der offenen Tür oder zum Auslegen in Schulen)
  • Social Networks wie Facebook, YouTube und Blogs, ggf. auch Whatsapp und Snapchat
  • Teilnahme an Wettbewerben wie “Bester Ausbildungsbetrieb”
  • Unternehmensdarstellung auf Xing und Kununu (leider nicht ganz günstig)

Ausbildungs-Blogs

Da ich immer wieder auf die Möglichkeit von Blogs angesprochen werde und von deren Einsatz überzeugt bin, werde ich auf diesen Kommunikationskanal nachfolgend noch mal explizit eingehen.

Grundsätzlich ist ein Blog keine Kampagne, sondern ein auf lange Zeit angelegter Kommunikationskanal, der regelmäßig mit Inhalten befüllt werden will. Das kostet Zeit – sowohl hinsichtlich der Bekanntheit als auch bei der Befüllung mit Beiträgen.

Aus meiner Sicht überwiegen aber die Vorteile deutlich. Denn ob Generation Y oder Z, Bewerber informieren sich nicht nur auf Karriereseiten über potenzielle Arbeitgeber, sondern nutzen häufig entsprechende soziale Medien, um Informationen und Eindrücke über Unternehmen zu erhalten. Das eine ist, was Unternehmen in ihrer Anzeige oder auf der eigenen Webseite schreiben, das andere, was Mitarbeiter selbst über die Arbeit und die Menschen im Unternehmen erzählen. Ein Blog bietet hier die Möglichkeit, die Sichtbarkeit des Unternehmens zu erhöhen und darüber hinaus einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren (quasi ein Tag der offenen Tür im Web als Dauerzustand). Lässt man Auszubildende und Ausbilder oder Personalleiter selbst sprechen und ergänzt die Beiträge um Fotos mit den entsprechenden Personen, erhöht das die Glaubwürdigkeit.

Aufbau eines Blogs

Hier komme ich wieder auf die Zielgruppe zurück. Für was interessieren sich Jugendliche auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle? Wonach suchen sie, was wollen sie wissen?

  • Wie ist die Ausbildung im Beruf XY aufgebaut? Welche Stationen durchläuft man?
  • Wie sieht der Ausbildungsalltag aus?
  • Was sind die Schwerpunkte? Was sollte man können?
  • Wie kann es nach der Ausbildung weitergehen?
  • Was sollte man bei einem Bewerbungsschreiben beachten?
  • Wie bereite ich mich auf ein Bewerbungsgespräch vor?
  • Auf welches Unternehmen / auf welche Menschen lasse ich mich in Zukunft ein?

Hilfreich sind Rubriken/Kategorien auf der Startseite des Blogs, die die Orientierung erleichtern, z. B. Ausbildung, Duales Studium, Bewerbung, Unternehmen.

  • Ausbildung/Duales Studium: Einblick in die Ausbildungsberufe, Voraussetzungen, Alltag, Karrieremöglichkeiten, Besonderheiten wie Auslandsaufenthalte oder das Betreiben eines eigenen Unternehmens als Projekt für die Auszubildenden
  • Bewerbung: Worauf muss man achten? Was erwartet der Personaler? Tipps für das Bewerbungsgespräch
  • Unternehmen: Familientag, Betriebsausflug, soziales Engagement, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, besondere Hobbys von Mitarbeitern (gerne auch mal der Chef), Einblick in die Büros oder Produktion

Wichtig und hilfreich sind immer Fotos, die die entsprechenden Personen zeigen, am besten in Nahaufnahme. Das macht sympathisch und baut Nähe und Vertrauen auf.

Darüber hinaus sollte man darauf achten, dass die Blogbeiträge leicht geteilt/empfohlen werden können. Hier sollte Whatsapp standardmäßig ein Kanal sein, denn neben Instagram, YouTube und Snapchat ist Whatsapp bei Jugendlichen nach wie vor der am häufigsten genutzte Kommunikationskanal. Im Blog von Rechtsanwalt Dr. Thomas Schwenke finden sich hilfreiche Informationen zum Einsatz von Whatsapp.

Ausbildungskampagne Elementare Vielfalt

Ausbildungskampagne "Elementare Vielfalt"

Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt“

Um das Engagement im Bereich Nachwuchssicherung weiter auszubauen, unterstützen die Chemie-Arbeitgeberverbände ihre Mitglieder mit der Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt (ElVi) – Deine Ausbildung in der Chemie-Branche„. Ein Gesamtpaket aus Internetauftritt, begleitenden Informationsmaterialien und Marketingaktivitäten soll die Ausbildungsbetriebe der Branche im Wettbewerb um junge Nachwuchskräfte stärken. Auf „ElVi“ finden interessierte Jugendliche alles rund um Berufsbilder und Duales Studium wie Ablauf und Inhalt, Anforderungen, Karriereperspektiven und Vergütung. Darüber hinaus gibt es Bewerbungstipps, eine Ausbildungsplatzbörse sowie eine extra Seite für KMUs. Hier haben kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit, sich mit einem Unternehmensprofil darzustellen.

Chemie-Azubi-Blog

Chemie-Azubi-Blog

Chemie-Azubi-Blog

Ergänzt wird das Angebot um den Chemie-Azubi-Blog. Dieser stellt Betriebe aus der chemisch-pharmazeutischen und kunststoffverarbeitenden Industrie und deren vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten vor und ermöglicht so einen Blick hinter die Werkszäune. Darüber hinaus gibt der Blog Antworten auf viele Fragen: Was ist der Unterschied zwischen Chemikant und Chemielaborant? Worauf sollten Schüler/-innen in einem Bewerbungsgespräch achten? Wo gibt es welche Ausbildungsberufe und welche dualen Studiengänge? Getragen wird er von den Chemie-Arbeitgeberverbänden HessenChemie, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordost. Wer Interesse hat, Beiträge im Chemie Azubi  zu veröffentlichen (das Angebot gilt nur für die Mitglieder der Verbände), der kann sich an die verantwortlichen Autoren wenden.

Beispiele für gute Ausbildungs-Blogs

http://careers.boehringer-ingelheim.com/blog/de

http://karriereblog.sick.com/

http://azubiblog.wuerth.de/

https://ausbildungdaw.wordpress.com/

https://blog.krones.com/azubiblog

http://www.douglas-karriere.de/schueler/ausbildung/

http://karriereblog.tk.de/

https://blog.mann-hummel.com/blog/category/ausbildung-karriere/

https://www.datev-karriereblog.de/

http://azubiblog.thyssenkrupp-rasselstein.com/wp/

http://azubiblog.thyssenkrupp-rasselstein.com/wp/

https://karriereblog.bayer.de/auszubildende/

https://www.voba-azubiblog.de/

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Ein Plädoyer für die Ausbildung

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Ausbildung in der Chemie: Konzern oder Mittelstand?

Als wäre die Überlegung hinsichtlich des richtigen Ausbildungsberufes nicht schon schwierig genug, so muss man sich als junger Mensch auch noch Gedanken machen, WO man seine Ausbildung machen möchte: traditioneller Familienbetrieb, Mittelständler oder Großkonzern? In der Regel fallen einem erst einmal die großen Konzerne ein. Sie kennt man aus den Nachrichten, der Werbung oder als Sponsor von verschiedenen Sportarten. Mit ihnen verbindet man neben dem Prestige vor allem vielfältigere Einsatz-, Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Doch nicht immer ist der große Konzern das passende Unternehmen. Kleine und mittelständische Unternehmen zeichnen sich oftmals durch eine familiäre Atmosphäre, flachere Hierarchien, größere Gestaltungsfreiräume, kürzere Entscheidungswege und eine schnellere Übernahme von Verantwortung aus. Letztendlich muss man selbst entscheiden, was besser zu einem passt.

Über ein Drittel aller Beschäftigten in der chemischen Industrie arbeiten in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Das sind mehr als 160.000 Menschen. Ihre besondere Stärke liegt darin, maßgeschneiderte Produkte und Lösungen für andere Industriezweige zu entwickeln. Oft besetzen sie Nischen und sind damit so erfolgreich, dass sie auf ihrem Gebiet Marktführer sind – in Deutschland, Europa oder auch weltweit. 2015 haben sie rund 57 Milliarden Euro umgesetzt – eine beeindruckende Zahl.

chemie_mittelstand

Elementare Vielfalt unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen

Weil KMUs und deren Produkte oft nicht so bekannt sind, fällt es ihnen im Wettbewerb um Nachwuchskräfte meist schwerer, freie Ausbildungsplätze mit geeigneten Kandidaten zu besetzen als großen, bekannten Unternehmen. Die Initiative „Starte deine Ausbildung im Chemie-Mittelstand“ bietet kleineren Chemie-Betrieben im Rahmen der Ausbildungskampagne Elementare Vielfalt (ElVi) die Möglichkeit, sich interessierten Schülerinnen und Schülern mit einem Unternehmensprofil und interessanten Angeboten wie Praktika, Betriebsbesichtigungen sowie freien Ausbildungsplätzen zu präsentieren.

Entsprechend der Zielgruppe ist die Seite für mobile Endgeräte optimiert und bietet dem Leser auch unterwegs alle wichtigen Informationen. Durch eine Verknüpfung mit der Ausbildungsplatzbörse erkennt der Leser schnell, ob und wie viele Ausbildungsplätze zurzeit frei sind. Ein 60-sekündiges Animationsvideo fasst die Vorteile einer Ausbildung im Mittelstand zusammen.

Giulia BaGiulia Bachmann, Trainee HessenChemie chmann, B.A., hat Media Management an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden studiert und ist seit August 2015 Trainee der Verbandskommunikation beim Arbeitgeberverband HessenChemie. Sie unterstützt dort die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Online-Redaktion und wirkt bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen mit.

Giulia Bachmann, Trainee HessenChemie