Wiesbaden – Berlin – Brüssel: Die Europaarbeit von HessenChemie

Expertengespräche zur Europäischen Sozialpolitik, Steuerkreis Europa, Europa-Dialog – angesichts der zunehmenden Regulierung in der Arbeits- und Sozialpolitik auf Ebene der Europäischen Union beteiligt sich HessenChemie bereits seit über zehn Jahren aktiv an der verbandlichen Interessenvertretung im politischen Brüssel. Die Richtschnur des Handelns ist stets, die Subsidiarität und die Tarifautonomie zu schützen und zu stärken. Zusammen mit dem Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und weiteren Organisationen konnte zuletzt ein europaweit einheitlicher Arbeitnehmerbegriff abgewendet werden.


Expertengespräch zur Europäischen Sozialpolitik

HessenChemie steht in engem Kontakt mit der Vertretung des Landes Hessen in Brüssel. Halbjährlich, jeweils zu Beginn einer neuen EU-Ratspräsidentschaft, lädt die hessische Europaministerin gemeinsam mit HessenChemie und der Vertretung des Landes Hessen in Brüssel zum „Expertengespräch zur Europäischen Sozialpolitik“ ein. Dabei steht der Austausch mit Vertretern aus EU-Rat, -Kommission und -Parlament sowie Mitgliedsunternehmen über die aktuellen Schwerpunkte der neuen Ratspräsidentschaft und deren Auswirkungen auf die betriebliche Praxis im Mittelpunkt. Ziel ist es, dass die Europäische Union den Sozialpartnern bei tarif- und sozialpolitischen Fragen ausreichend Gestaltungsspielraum lässt und, wenn überhaupt, nur Mindeststandards setzt.

Austausch zum Thema „Arbeits- und Sozialpolitik im Schatten der Brexit-Verhandlungen“
in der Vertretung des Landes Hessen in Brüssel.


Steuerkreis Europa

Zweimal im Jahr bietet HessenChemie Vertretern aus Mitgliedsunternehmen, der hessischen Staatskanzlei, den hessischen Wirtschafts- und Arbeitsministerien, dem BAVC sowie der hessischen Landesvertretung in Brüssel die Möglichkeit, sich im „Steuerkreis Europa“ auf Arbeitsebene zu Themen der europäischen Gesetzgebung auszutauschen.


Europa-Dialog

Darüber hinaus finden im Rahmen des Europa-Dialogs regelmäßig Gespräche zwischen den Vorständen von HessenChemie, Ministerien, politischen Repräsentanten aus Regierung und Parlament sowie Experten aus den Mitgliedsunternehmen statt.


Mehr-Ebenen-Lobbying in Wiesbaden, Berlin und Brüssel

Die Gesetzgebung in der Arbeits- und Sozialpolitik ist zunehmend auf Landes-, Bundes- und Europaebene miteinander verflochten. HessenChemie verfolgt daher den bewährten Ansatz des Multilevel-Lobbyings. Dabei setzt sich der Arbeitgeberverband für die arbeits- und sozialpolitischen Interessen seiner Mitgliedsunternehmen auf allen drei politischen Ebenen ein. Dies erfolgt wiederum in einem engen und regelmäßigen Informationsaustausch mit Vertretern des BAVC in Wiesbaden, Berlin und Brüssel, der Vertretung des Landes Hessen in Berlin und Brüssel sowie mit der hessischen Staatskanzlei und den hessischen Wirtschafts- und Arbeitsministerien. (sc)

Der Artikel stammt aus dem neuen HC-Jahresmagazin „Quintessenz 2018/19“ mit dem Fokusthema „Neue Wege der Fachkräftesicherung“.

Veröffentlicht in HessenChemie

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