Mittelstand aufgepasst! – Bei Elementare Vielfalt sind kleine und mittelständische Unternehmen ganz groß

Der Markt um passende Nachwuchskräfte ist hart umkämpft. Mittelständlern fällt es hier oft besonders schwer, offene Stellen mit geeigneten Kandidaten zu besetzen. Hierfür hält die Kampagne Elementare Vielfalt der Chemie-Arbeitgeber Unterstützungsangebote bereit. Mit der Initiative „Starte deine Ausbildung im Mittelstand“ bekommen kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit, das eigene Unternehmen auf der Kampagnenwebsite hervorzuheben, sich Schülern attraktiv zu präsentieren und speziell für das Nachwuchskräftemarketing im Mittelstand entwickelte Tools zu nutzen.

Vorteile im Überblick

Das Online-Angebot für den Mittelstand ist kostenfrei und bietet den derzeit rund 100 teilnehmenden Unternehmen zahlreiche Vorteile: Ein Animationsvideo fasst die Vorteile einer Ausbildung im Mittelstand in 60 Sekunden für Schüler anschaulich und gut verständlich zusammen. Das Video kann in die eigene Firmenhomepage eingebunden sowie für Messen und Schulveranstaltungen genutzt werden. Hier können die auf ElVi verfügbaren Videos aufgerufen, heruntergeladen und der Einbettungscode (Embed-Code) angezeigt werden.

Video: Ausbildung im Mittelstand

Die Themenseite bietet darüber hinaus die Möglichkeit, moderne, individualisierbare Unternehmensprofile anzulegen, die auch für Smartphones optimiert sind. Hier können Informationen zum Betrieb, den Produkten, dem Ausbildungsangebot, Hinweise zu Praktika und Betriebsbesichtigungen sowie persönliche Ansprechpartner vor Ort hinterlegt werden.

Das angelegte Profil kann anschließend mit den freien Ausbildungsplätzen des Betriebes in der Ausbildungsplatzbörse sowie mit „ElVis Ausbildungsfinder“, einem interaktiven Berufsorientierungsspiel für das Smartphone, verknüpft werden.

Die Themenseite bietet darüber hinaus optimierte regionale Suchfunktionen für Ausbildungsbetriebe und –berufe und sorgt für eine bessere Auffindbarkeit der Unternehmensprofile bei Suchmaschinen. Darüber hinaus können Fimenlogos prominent auf der ElVi-Startseite platziert sowie O-Töne von Ausbildern in die Profile eingebunden werden.

Wie kann man teilnehmen?

An der Initiative „Starte deine Ausbildung im Chemie-Mittelstand“ können alle mittelständischen Betriebe teilnehmen, die Mitglied in einem Chemie-Arbeitgeberverband sind. Der mittelständische Charakter eines Unternehmens muss für die Teilnahme eines Unternehmens in der Außendarstellung für Dritte deutlich erkennbar sein. Sie sind unschlüssig ob Sie teilnehmen können? Dann ist es hilfreich, zunächst einmal folgende Fragen für Ihr Unternehmen zu klären:

  • Verfügen Sie über ein eigenständiges Firmenlogo sowie einen eigenständigen Internetauftritt in deutscher Sprache (unabhängig vom Eigentümer oder der Einbindung in Konzernstrukturen)?
  • Führen Sie Recruiting-Aktivitäten in eigener Verantwortung (bspw. nicht zentral durch eine Konzerngesellschaft gesteuert) durch?
  • Gibt es direkte Kontaktmöglichkeiten für Bewerber vor Ort?
  • Liegt die Mitarbeiterzahl des Unternehmens bei bis zu 750 Beschäftigten?

Diese Fragen können Sie positiv beantworten? Prima! Dann scheint Ihr Unternehmen für eine Teilnahme an der Initiative bestens geeignet.
Nun können Sie per E-Mail an kirschner@hessenchemie.de einen Steckbrief für die Erstellung Ihres Unternehmensprofils anfordern. Diesen senden Sie anschließend ausgefüllt an kontakt@elementare-vielfalt.de. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) informiert Sie im Anschluss über Ihre Aufnahme in die Initiative.

Weitere Informationen erhalten Sie auf https://www.elementare-vielfalt.de/kmu/.


Neue Filmreihe: Arbeitgeberhelden

Was macht gute Arbeitgeber aus?

Im Wettbewerb um Fachkräfte rückt die Arbeitgeberattraktivität immer stärker in den Fokus, zahlt sie doch auf eine höhere Zufriedenheit, Motivation und Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen ein. Aber was macht einen guten Arbeitgeber eigentlich aus? Sicherlich ein Portfolio aus verschiedenen Maßnahmen. In unserer diesjährigen Filmreihe „Arbeitgeberhelden“, die in Kooperation mit rheinmaintv entsteht, präsentieren wir fünf Beispiele aus der chemisch-pharmazeutischen und der kunststoffverarbeitenden Industrie. Hier werfen wir einen Blick hinter die Unternehmenstore und zeigen, welche Maßnahmen, Instrumente und Regelungen tarifgebundene Unternehmen einsetzen, um Mitarbeiter zu finden und langfristig zu binden.

Der Startschuss fiel bei Biotest in Dreieich. In aller Frühe machten wir uns mit Kamera und Stativ auf zur unternehmenseigenen Kita „Bionest“, um die allmorgendliche Ankunft der Kinder aufzuzeichnen. Schnell wird bei den freudestrahlenden Gesichtern klar: Alle besuchen den Kindergarten gerne. Hierfür hat sich das Unternehmen ins Zeug gelegt und mit dem Neubau Kinderträume wahr werden lassen. Neben Ruhe- und Spielzimmern verfügt die Kita über einen Forscherraum, in dem die kleinen Wissenschaftler experimentieren können. Ein großes Außengelände lädt zum Toben im Freien ein, das man u.a. über eine Rutsche aus dem ersten Stock erreicht.

Biotest bietet aufgrund der Herstellung lebensrettender Arzneimittel seinen Mitarbeitern Tätigkeiten in Berufsfeldern an, die ein hohes Verantwortungsbewusstsein erfordern. Bereits in der Ausbildung werden die Lernenden für die hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards bei der Produktherstellung sensibilisiert. Neben der Verantwortung für die Patienten ist sich das Unternehmen auch der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern bewusst. So sind die Übernahmechancen für Auszubildende gut; Eltern verfügen über flexible Arbeitszeiten und Gestaltungsmöglichkeiten, um ihre Kinder optimal betreuen zu können.
Welche zusätzlichen Maßnahmen das Unternehmen ergreift, um Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden, erfahren Sie in unserem Filmbeitrag.

Filmbeitrag Biotest AG

Nachklapp: Praktikum ganz groß – SCHULEWIRTSCHAFT zeichnet die besten Praktikumsberichte aus

Kurz vor den Sommerferien wurde es noch einmal spannend: Im Wiesbadener Kino Cineplex Thalia fand die Preisverleihung des Schülerwettbewerbs „Der Beste Praktikumsbericht 2018/2019“ statt. Die Schülerinnen und Schüler nahmen gemeinsam mit  ihren Begleitungen, Eltern, Freunden und Lehrern an der Siegerehrung teil und strömten zur Verleihung in den Kinosaal.

Gut ausgestattet mit den Infobeuteln „Zukunft in der Tasche“ begrüßte Tobias Radloff, bekannt vom Hit Radio FFH, die gespannte Menge und eröffnete die 12. Preisverleihung des regionalen Schülerwettbewerbs. Gleich zu Beginn durfte sich die Feldbergschule in Idstein freuen, so belegten ihre Schüler gleich zwei Plätze der Kategorie Förderschule. Zum ersten Platz der jeweiligen Kategorie durfte man außerdem zweimal der Aartalschule, der Kellerskopfschule Naurod sowie der Wilhelm-Heinrich-von-Rhiel-Schule gratulieren.  


Die 18 Gewinner in fünf Kategorien können stolz auf sich sein: Sie haben die besten Berichtshefte der insgesamt 63 eingereichten Arbeiten aus 25 Schulen verfasst und ihre jeweiligen Praktika entsprechend der inhaltlichen und formalen Vorgaben bestmöglich dokumentiert. Zusätzlich durften sie sich über Urkunden und Gutscheine freuen, die für die überduchschnittlich guten Leistungen ausgegeben wurden. Diese wurden vom Arbeitgeberverband HessenChemie gestiftet. Begeistert waren auch Matthias Rust, Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT, Holger Weidmann von der Krautzberger GmbH und Jürgen Funk, SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus, welche die Auszeichnungen an die strahlenden Gewinner übergaben und zum Einzug in die nächste Runde, dem hessenweiten Landesentscheid, gratulierten.

Praktika auch nach der Schule sinnvoll

Wer von Praktika nicht genug bekommen konnte, ließ sich von den drei Gründern der Praktikumsjahr GbR inspirieren. So berichteten Malte Bürger, Johannes Feik und Jan Herold Müller während ihres Vortrags über ihr Startup „Praktikumsjahr“. Dieses stellt Schulabsolventen nach dem Abschluss ein ganzes Jahr voller Praktika zusammen, um Schülern möglichst viele Einblicke in unterschiedliche Berufe zu ermöglichen und so bei der Berufswahl zu unterstützen. Mit dieser Geschäftsidee wurde die Praktikumsjahr GbR mit dem hessischen Gründerpreis ausgezeichnet. Im Anschluss an die Verleihung lud der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT die Schüler und ihre Begleitungen bei Popcorn und Softdrink noch zu einem Kinofilm ein.

Der „Beste Praktikumsbericht“ hat beim Arbeitgeberverband HessenChemie Tradition. So übernimmt er als regionale Geschäftsstelle der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU) die Betreuung des Projektes SCHULEWIRTSCHAFT auf regionaler Ebene und organisiert in diesem Rahmen jährlich den Regionalentscheid des Schülerwettbewerbs. Im Jahr 2019 ist HessenChemie zusätzlich für die Organisation des Hessenentscheids verantwortlich und lädt die Hessensieger am 21. August 2019 zur Preisverleihung ins Bildungshaus der hessichen Wirtschaft in Bad Nauheim ein.


Ausbildung – hot or not? ElVis Ausbildungsfinder unterstützt bei der Suche nach dem passenden Beruf

Was tun nach der Schule? Diese Frage stellen sich viele Schüler, sobald das Abschlussjahr näher rückt. Doch wie kommt man zu einer Entscheidung, wenn man sich alles oder nichts so richtig vorstellen kann? Und welche Berufe gibt es überhaupt im eigenen Interessengebiet?

Bei diesen schwierigen aber notwendigen Fragen hilft die Kampagne Elementare Vielfalt der Chemie-Arbeitgeber mit dem Ausbildungsfinder für Smartphones. Schüler können hier anhand einfacher Entscheidungsfragen wie „Physik? Technik? Da komm ich mit klar!“ oder „Organisieren? Total mein Ding!“ anhand des Tinder-Prinzips Zustimmung oder Ablehnung ausdrücken.

In vier Schritten zum Traumberuf

Im ersten Schritt werden durch den Schüler 23 dieser Aussagen anhand der eigenen Vorlieben und Interessen bewertet und ein prozentuales Interessendiagramm (naturwissenschaftlich, kaufmännisch etc.) erstellt. Anschließend erhalten Schüler mehrere Vorschläge für eine passende Berufsausbildung, die in der Chemie- und Pharmabranche absolviert werden kann. Das Spektrum umfasst dabei über 50 verschiedene Ausbildungsberufe und reicht vom klassischen Chemikanten oder Chemielaboranten bis hin zu Gastronomie, IT und Medien.

Hat der Schüler seine Berufsvorschläge erhalten, kann er sein Testergebnis per Whatsapp oder Facebook an Freunde weiterleiten und diese zur Einschätzung seiner Person auffordern.

Freunde, Eltern oder Verwandte bewerten den Schüler dann ebenfalls anhand der 23 Aussagen, wodurch die Fremdeinschätzung beim Vorschlag des Berufbildes berücksichtigt wird.

Anschließend senden die Bezugspersonen dem Schüler ihre Berufsvorschläge zurück, sodass diese mit der eigenen Einschätzung verglichen werden können. Klingt ein Berufsvorschlag interessant, erhält der Schüler auf www.elementare-vielfalt.de umgehend weitere Informationen zum Ausbildungsberuf. So können Videos zu den typischen Tätigkeiten im vorgeschlagenen Berufsbild angesehen und freie Ausbildungsstellen und Unternehmen in der Region gesucht werden.

Hier gehts zum Ausbildungsfinder.

Mehr zur Kampagne Elementare Vielfalt lesen Sie hier:


Das Periodensystem der Elemente: Zwischen 150 Jahren Wissenschaft und modernem Nachwuchskräftemarketing

Jeder kennt es aus dem Chemieunterricht. Manch einen erfüllt es noch heute mit Wissensdurst, andere graust es bei dem Gedanken daran: Das Periodensystem der Elemente zählt zu einer der wichtigsten Systematiken der Naturwissenschaft. Vor 150 Jahren von Dmitri Mendelejew erfunden, stellt das Periodensystem alle vorhandenen Elemente an ihren Platz. Dabei klassifiziert es die Elemente nach dem Gewicht ihrer Atome.

Wie alles bagann…

Am 6. März 1869 hört die Chemische Gesellschaft zum ersten Mal vom Periodensystem der Elemente, das der russische Chemie-Professor Dmitri Mendelejew aus Sankt Petersburg zuvor entwickelt hat.  Dabei gruppierte er Elemente mit ähnlichen Eigenschaften zueinander und nahm damals noch unbekannte Stoffe wie Scandium, Gallium und Germanium auf, deren Existenz erst später wissenschaftlich bestätigt wurde. Im Laufe der Jahre erhält das Periodensystem weiteren Zuwachs, darunter auch die Edelgase Helium oder Argon. Heute enthält das PSE 118 Elemente, darunter überwiegend Metalle.

Periodensystem bietet Elementare Vielfalt beim Nachwuchskräftemarketing

Eine übersichtliche Darstellung und nützliche Zusatzinformationen hält das Periodensystem der Ausbildungskampagne Elementare Vielfalt (ElVi) der Chemie-Arbeitgeber bereit. Durch die bunten Farben lassen sich die einzelnen  Elementgruppen optimal unterscheiden, Atommasse, Ordnungs- und Oxidationszahlen ablesen.  Ein netter Nebeneffekt: Durch die Schülerbrille sieht die bunte Pappe auch noch cool und ansprechend aus!
Mitgliedsunternehmen können die Periodensysteme beim Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) bestellen und für Ausbildungsmessen in ihr eigenes Nachwuchskräftemarketing einbinden. Hierfür bietet sich auf der Rückseite die Möglichkeit, eine Individualisierung vorzunehmen. Das Bestellformular können Sie per E-Mail an kirschner@hessenchemie.de anfordern.

Der Bezug zur ElVi-Kampagne lohnt sich jedoch nicht nur bei analogen Werbemitteln: ElVi bietet Mitgliedsunternehmen eine Vielzahl an digitalen Tools an, darunter 360°-Videos, VR-Messesets, Ausbildungsfinder und Smartphone-Quiz, um die Attraktivität einer Ausbildung in der Chemiebranche zu steigern. Eine Übersicht über das Angebot finden Sie auf www.elementare-vielfalt.de.

Lehrkräfte unterstützt der Arbeitgeberverband HessenChemie zusätzlich mit Plakaten des Periodensystems für den Chemieraum. Diese können per E-Mail an salzer@hessenchemie.de kostenfrei bestellt werden.

Mehr über ElVi erfahren Sie hier:


Modernes Nachwuchskräftemarketing: Kampagne Elementare Vielfalt liefert spannende Tools

Elemente und die Chemie – das gehört einfach zusammen! Doch nicht in jeder Ausbildung der Branche ist das Periodensystem der Elemente ein zwangsläufiger Bestandteil. Eine Ausbildung in der Chemie bedeutet vor allem: Vielfalt der Berufe, vielfältige Karriereperspektiven und natürlich auch eine Vielfalt an Unternehmen. Rund 28.000 Nachwuchskräfte werden in mehr als 50 verschiedenen Berufen in der Chemieindustrie ausgebildet. Dabei reicht das Spektrum vom klassischen Chemielaboranten über kaufmännische Berufe bis hin zu IT, Gastronomie und Medien.

Die Kampagne für ein „Mehr“ an Auszubildenden

Für Beschäftigte der chemischen Industrie sind diese Fakten nicht neu, Schülern sind die umfangreichen  Ausbildungsmöglichkeiten in der Chemie jedoch häufig unbekannt. Umso wichtiger wird es für die Ausbildung in der Chemiebranche zu werben! Hier steht die Ausbildungskampagne Elementare Vielfalt der Chemie-Arbeitgeber Unternehmen beim Nachwuchsmarketing zur Seite und muss sich mit ihrer bisherigen Performance keineswegs verstecken. So wurde Elementare Vielfalt (ElVi) in fünf Jahren bereits zweimal mit dem HR Excellence Award ausgezeichnet, der Onlineauftritt verzeichnet rund 700.000 Seitenaufrufe jährlich und bringt durch die Ausbildungsplatzbörse für 3.500 Stellen Schulabgänger und Nachwuchskräftesuchende zusammen.

ElVi bleibt bei allen Aktivitäten am Puls der Zeit und setzt auf umfassende digitale Tools und Social Media Aktivitäten, die Schüler sowie Lehrer bei der Berufsorientierung unterstützen. So erreicht ElVi in den Sozialen Medien über 3,7 Mio. junge Menschen. Mit Influencerin Mai-Thi Leiendecker  und ihrem YouTube Kanal „The Secret Life of Scientists“ können Jugendliche zielgruppenadäquat angesprochen werden.

„Die Tools  von ElVi sind einfach klasse! Sie ermöglichen meinen Schülern eine spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema Berufsorientierung und bieten bei der Suche nach der späteren beruflichen Richtung einen echten Mehrwert. Die Tools sind mit unterschiedlichen digitalen Medien ohne großen Aufwand anzuwenden, weshalb sie auch sehr gut im Unterricht einsetzbar sind.“ (Cordelia Becker-Werner, Lehrerin an der Limesschule Idstein)

Digitale Tools versprechen Spaß bei der Berufsorientierung

Neben klassischen Print-Werbemitteln wie Flyern, Periodensystemen und diversen Give-Aways hat ElVi für Schüler digitale Angebote entwickelt, die neben der Berufsorientierung Spaß versprechen:

 

A) Der Ausbildungsfinder – welcher Beruf passt zu mir?

Der Ausbildungsfinder steht Schülern bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsberuf zur Seite. Anhand einfacher Entscheidungsfragen zu Aussagen wie „Mathe? – Genau mein Ding!“ können diese herausfinden, welcher Ausbildungsberuf am besten zu ihnen passt und ihr Ergebnis mit Hilfe von WhatsApp & Facebook durch Freunde überprüfen. Ganz nach dem Tinder-Prinzip „Hot or not“ erhält man so in Minutenschnelle einen Vorschlag für die passende Ausbildung.

 

B) Berufeclips – Was mache ich in der Ausbildung zum…

ElVi hilft Schülern auch bei der Frage „Welche Aufgaben übernehme ich eigentlich in meiner Ausbildung?“ Für die folgenden Berufe existieren sogenannte Berufeclips, die Mitgliedsunternehmen in ihre Onlineauftritte einbinden oder für ihre Social Media Aktivitäten verwenden können:

  • Chemikant
  • Chemielaborant
  • Anlagen- und Industriemechaniker
  • Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik
  • Elektroniker
  • Pharmakant

Alle Berufeclips finden sich hier und können direkt heruntergeladen oder mittels eines iframe-Codes in die Website eingebettet werden.

 

C) Den Überblick durch 360°- Videos erhalten

In sogenannten 360° Videos können Schüler ihren künftigen Arbeitsplatz in der Produktion, im Labor, im Lager oder im Büro besichtigen. Zusätzlich können sie Leitwarte, Lehrwerkstatt und Technikum kennenlernen. Die 360° Rundblicke können ebenfalls online eingebettet werden.

Offline können die 360°Aufnahmen mit Hilfe des VR-Messepaketes verwendet werden. Dieses besteht aus einer VR-Brille, Smartphone und Kopfhörern und kann von Mitgliedsunternehmen beim BAVC für eigene Veranstaltungen und Messeauftritte ausgeliehen werden.

 

D) Das eigene Unternehmen virtuell in 360° erleben

Seit 2019 neu im Repertoire ist das 360° Do-It-Yourself-Kit, mit dem Unternehmen eigene 360°Aufnahmen in ihrem Betrieb erstellen können. Dieses besteht aus einem Smartphone sowie einer 360° Kamera, mit der die Aufnahmen mit wenigen Handgriffen durchgeführt werden können. Der Abruf erfolgt ebenfalls über den BAVC.

 

E) Quizzen für die Ausbildung

Das Ausbildungsquiz ermöglicht Teilnehmern mit Hilfe von Virtual Reality auf dem Smartphone den Einstieg in Industrieanlagen. Die Teilnehmer können dabei verschiedene Räume in einem Betrieb durchlaufen – hinter jedem Kessel in der Produktion und Paletten im Lager verstecken sich Fragen zu den Ausbildungsberufen Chemikant, Industriemechaniker und Fachkraft für Lagerlogistik. Werden diese korrekt beantwortet, erhalten die Teilnehmer Punkte für den persönlichen High Score. Die Jagd auf den fliegenden Erlenmeyerkolben „Erlie“ bringt zusätzliche Punkte und erhöht den Gamification-Faktor.

Neben den vielfältigen Angeboten, die von Mitgliedsunternehmen genutzt werden können, lassen sich auf www.elementare-vielfalt.de Firmen-Portraits und freie Ausbildungsstellen einstellen. Per Knopfdruck werden freie Stellen in die Jobportale von Schul- und Verbandswebseiten, regionalen Jobbörsen des Kooperationspartners jobcluster und der Jobbörse der Arbeitsagentur exportiert und so eine breitere Streuung der vakanten Stellen vorgenommen.

Weitere Informationen zur Kampagne Elementare Vielfalt und zu den verfügbaren Werbemitteln erhalten Sie unter www.elementare-vielfalt.de/unternehmen.

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Starkes Engagement für die Ausbildung

 


Von CO2, Klimawandel, Saft und Wein – Betriebserkundung an der Hochschule Geisenheim liefert Einblicke in Ausbildung und Studium

Ausbildung an der Hochschule – geht das? „Ja, das geht“, schmunzelt Studienberaterin Daniela Archontas-Fadl von der Hochschule Geisenheim University. Am 6. März 2019 konnten Teilnehmer des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus erfahren, welche Möglichkeiten die Hochschule neben den Bachelor- und Masterstudiengängen für Schulabsolventen bereithält.

Lehrkräfte des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT beim Rundgang durch die Hochschule Geisenheim.

Im Jahr 1872 als königliche Lehranstalt für Obst- und Weinbau zu Geisenheim gegründet, gehört die Hochschule von 1971 bis zum Jahr 2012 zur Fachhochschule Wiesbaden. Im Jahr 2013 kommt es zur unabhängigen Neugründung als Lehranstalt „neuen Typs“ und 13. Hochschule des Landes Hessen. Mit rund 1.600 Studierenden zählt Geisenheim als kleine Hochschule, ist jedoch für die „grünen Studiengänge“ weit über die Landesgrenzen Hessens hinaus bekannt. So besuchen rund 15 Prozent ausländische Studenten die Hochschule und Geisenheimer Absolventen sind in der Weinbranche auch im internationalen Wettbewerb besonders gefragt. Studieren kann man in neun Bachelor und neun Masterstudiengängen, darunter Weinbau & Oenologie, internationale Weinwirtschaft, Landschaftsarchitektur oder Getränketechnologie.

Doch zurück zur Ausbildung: Jährlich bietet die Hochschule rund 24 Lehrstellen in neun Ausbildungsberufen an. Darunter auch Chemie- und Biologielaboranten, Fachkraft für Fruchtsafttechnik, Gärtner, Weintechnologe und Winzer. Das Gute an einer Ausbildung in Geisenheim: Sie befähigt, wie alle Ausbildungen in Hessen, auch zum Studium. Denn seit 2016 können Schüler mit Realschulabschluss und einer abgeschlossenen dreijährigen Ausbildung (Abschlussnote min. 2,5) an hessischen Hochschulen fachungebunden studieren. „Der Weg vom Winzer zum Studium Weinbau & Oenologie ist in Geisenheim oft nicht weit“, betont Archontas-Fadl.

Hochschulrundgang liefert Einblicke in diverse Themenbereiche

Geisenheimer FACE-Anlage simuliert erhöhte CO2-Konzentrationen.

Der Rundgang über das Hochschulgelände bringt gleich Licht ins Dunkel mehrerer wichtiger gesellschaftlicher Entwicklungen: So konnten die Lehrkräfte die Auswirkungen des Klimawandels auf Weinreben und andere Kulturpflanzen bei der Besichtigung des FACE-Projektes (kurz für: Free Air Carbon Dioxide Enrichment) nachvollziehen. Prof. Dr. Claudia Kammann erläuterte anhand der ringförmigen Messstationen, welche Auswirkung eine 20 Prozent höhere CO2-Konzentration, wie voraussichtlich im Jahr 2050 vorhanden, auf den Weinanbau hat. Im Freilandexperiment werden die Auswirkungen auf den Ertrag, die Beeren- sowie Weininhaltsstoffe wissenschafltich untersucht.

Neben der Besichtigung des Projektes „Begrünte Fassaden“, bei welchem die Pflanzenverwendung bei wandgebundenen Fassadenbegrünungssystemen untersucht wird, drehte sich im historischen Gebäude des Getränketechnologischen Instituts alles rund um das Thema „Saft“. Neben der Herstellung von Säften aus unterschiedlichen Früchten erläuterte Dipl-Ing. und Ausbilder Michael Ludwig den Unterschied zwischen Direktsaft und Konzentrat.

Im Projekt „Begrünte Fassadenkachel“ forscht die Hochschule zur Pflanzeneignung für die vertikale Begrünung.

Den krönenden Abschluss bildete die Führung durch das Weingut der Hochschule Geisenheim. Neben der Besichtigung der verschiedenen Geräte, die zur Weinherstellung benötigt werden, konnten die Teilnehmer im Sensorikraum wie Weinbau-Studenten Riesling verkosten und von Dipl.-Ing. Christoph Schüßler lernen, welchen Einfluss die Lichtfarbe auf die Wahrnehmung des Geschmacks ausübt.

Schüler, die noch in diesem Jahr kurzentschlossen in eine Ausbildung starten möchten, können sich hier über die freien Ausbildungsstellen informieren.

Mehr über SCHULEWIRTSCHAFT erfahren Sie hier:

Arbeitskreis bringt Schulen und Wirtschaft zusammen


Was tun nach der Schule? – OloV Netzwerk ebnet den Übergang

Berufsorientierung ist ein weites Feld. Oftmals verlassen Schülerinnen und Schüler am Ende Ihrer Schullaufbahn das Klassenzimmer und fragen sich, wie geht’s jetzt weiter? Was liegt mir? Soll ich studieren oder doch lieber eine Ausbildung beginnen?

Nicht immer unterstützen Schulen die Berufsorientierung in ausreichendem Umfang, um Schüler gradlinig in den weiteren Berufsweg zu entlassen. Daher wurde im Jahr 2004 das OloV-Netzwerk ins Leben gerufen, welches den Übergang von der Schule in den Beruf ebnen soll. OloV bedeutet dabei „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf“.

Ziel der hessenweiten OloV-Strategie ist es, die Qualität der Prozesse beim Übergang in den Beruf zu sichern und Parallelstrukturen zu vermeiden, sodass Jugendliche den Einstieg in ihre berufliche Zukunft schaffen – ohne unnötige Umwege, Abbrüche und Warteschleifen. Umgesetzt wird die Strategie im Hessischen Landesausschuss für Berufsbildung und in regionalen Steuergruppen. Hier engagieren sich Vertreter der Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der obersten Landesbehörden für eine bessere Berufsorientierung.

Gütesiegel zeichnet vorbildliche Berufsorientierung aus

Ein wichtiges Instrument der OloV Arbeit ist das BSO-Gütesiegel, das seit dem Jahr 2010 an Schulen mit besonders vorbildlicher Berufsorientierung vergeben wird. Schulen werden hierbei von einer Gruppe aus drei bis vier Auditoren besucht und anhand eines Katalogs mit 46 Kriterien geprüft, ob und in welchem Umfang die Berufsorientierung ihrer Schüler erfolgt. Ist diese vorbildlich, erhält die Schule das Gütesiegel und darf damit für ihre gute berufliche Orientierungsarbeit werben.  Trägt eine Schule das Siegel, wissen Schüler und Eltern genau: Hier erhält man Unterstützung, auch für den Weg ins Berufsleben.

Nach drei Jahren erfolgt für die Siegelschulen dann der nächste Schritt. Diese können sich in einem erneuten Audit dem kritischen Blick der Prüfer stellen und eine Rezertifizierung erwerben, die weitere drei Jahre gültig ist. Anschließend kann in einer zweiten Rezertifizierung das Gütesiegel für weitere fünf Jahre erworben werden.

Ehrenamtliche Auditorentätigkeit als Grundvoraussetzung

Basis der OloV-Arbeit ist das ehrenamtliche Engagement von Vertretern aus Verbänden, Kammern, dem staatlichen Schulamt und Schulen, die bei der Umsetzung der verschiedenen Instrumente unterstützen. So nahmen am 19. Februar 2019 zwölf Freiwillige an der Auditorenschulung für die kommende Vergabe des Gütesiegels teil. Einführend wurde die Zusammenarbeit in den Auditteams vorgestellt und anhand von Fallbeispielen der Umgang mit kritischen Fällen während des Auditbesuchs besprochen.

Anschließend erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, an verschiedenen Thementischen den Umgang mit der neuen Datenbank kennenzulernen. Diese soll ab dem aktuellen Siegeljahr die Vergabe des Gütesiegels grundlegend vereinfachen. So haben die Auditoren die Möglichkeit, ihre Beobachtungen während der Auditbesuche direkt in der Datenbank aufzuzeichnen, miteinander abzustimmen und nach einem eindrucksreichen Tag an der teilnehmenden Schule dem Gütesiegelbüro elektronisch zu übermitteln. Danach liegt es in der Hand der Jury ob eine Schule das Siegel erhält. Verliehen wird es im Rahmen einer Feierstunde zu der auch die Auditoren eingeladen werden.

Weitere Informationen zu OloV und Gütesiegel erhalten Sie hier.

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Irgendwas mit Medien? – Ein modernes Grafikunternehmen zeigt sein Portfolio

Grafikproduktionen und Werbemittel – da denkt der geneigte Zuhörer schnell an Flyer, Banner und Roll-ups. Doch wie kommen riesige Plakate in Drogerien und Kaufhäusern eigentlich an ihren Platz? Und wer produziert die Grafiken für die Ladenausstattung? Dies konnten die Teilnehmer des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT im Rahmen der Betriebserkundung bei Oschatz Visuelle Medien am 24. Januar 2019 in Niedernhausen erfahren.

So zählen Banner und Roll-ups zwar auch zum Kerngeschäft des inhabergeführten Unternehmens, welche Bandbreite sich hinter der Produktpalette verbrigt, berichtete Geschäftsführer Daniel Oschatz. Neben der digitalen Grafik- und Layoutgestaltung und der Projektplanung biete das Unternehmen diverse Druckproduktionen auf unterschiedlichsten Materialien an. So können dank des modernen Maschinenparks beispielsweise Holzfräsarbeiten vorgenommen, Fahrzeugbeschriftungen hergestellt und Plexiglas in nahezu jeder Form geschnitten und bedruckt werden.

„Neben dem Produktportfolio sind unsere Online-Bestellsysteme sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal . Diese stimmen wir individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden ab“, betonte Oschatz.

Moderner Maschinenpark ermöglicht vielfältiges Produktangebot

Beim Rundgang durch die Maschinenhalle laufen Tapeten und großflächige Druckproduktionen vom Band, die später beispielsweise die Wände in Ausstellungen wie Frankfurt Einst? des Historischen Museums Frankfurt zieren. Das Geschäft mit der Museumsausstattung stellt einen wichtigen Pfeiler des Unternehmens dar, dennoch werden auch individuelle Lösungen für den Endverbraucher angeboten. „Wir liefern Ihnen auf Wunsch auch die Tapete für ihr neues Wohnzimmer“, schmunzelt die Marketingverantwortliche Jennifer Lautz. Die bedarfsgerechten Lösungen bei der Ladenausstattung kommen unter anderem bei Großkunden in der Kosmetikbranche wie L’Oréal und Lancôme zum Einsatz.

Die Produktion ist hierbei nur der erste Schritt. So übernehmen international tätige Deko–Teams auch die Montage der angefertigten Druckstücke. Beispielsweise können deutschlandweit Ladenausstattungen simultan ausgetauscht oder die Einrichtung der Ausstellungsräume für eine Vernissage vorgenommen werden.

„Eine gute Ausbildung und ein Gespür für unsere Produkte sind bei der Betreuung der Kunden besonders wichtig“, betonte Oschatz. Daher bildet das Unternehmen in den vier Ausbildungsberufen Mediengestalter, Kauffrau für Marketingkommunikation, Schilder- und Lichtreklamehersteller sowie Medientechnologe aus und möchte in diesem Jahr erstmalig auch die Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce anbieten. Vorraussetzungen für eine Ausbildung seien ein guter Schulabschluss sowie Lernbereitschaft, Grundkreativität und Kommunikationsfähigkeit.

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Arbeitskreis bringt Schulen und Wirtschaft zusammen


Chemielehrer und Unternehmer: Ausstellungsbesichtigung bietet Einblicke in Werk von Carl Remigius Fresenius

Von kriminaltechnischen Analysen über Materialforschung bei Schieferziegeln bis hin zu Analysen von Wasser- und Weinproben: Die Forschungsgebiete von Carl Remigius Fresenius waren vielseitig – und das bereits vor 200 Jahren. Bei der Besichtigung der Ausstellung „C.R. Fresenius und die chemische Analytik“ des Wiesbadener Landesmuseums am 6. November 2018 berichtete Kurator Prof. Dr. Leo Gros über die erstaunliche Bandbreite des bekannten Chemikers.

Carl Remigius Fresenius (1818 – 1897)

Die zweite Veranstaltung der Fresenius-Reihe im Programm von SCHULEWIRTSCHAFT ist ein Erfolg. Unterhaltsam führt Kurator Prof. Dr. Leo Gros die Teilnehmer der Ausstellungsbesichtigung in die Welt der Chemie ein und vermittelt nicht nur den Chemikern im Publikum einen bleibenden Eindruck von Fresenius‘ Analysen. In sieben Stationen fasst die Kabinettausstellung Fresenius‘ Leben zusammen und beleuchtet neben seinen unterschiedlichen Forschungsgebieten seine Bedeutung als Wiesbadener Unternehmer, die nicht zuletzt in der Gründung des Chemischen Laboratoriums, dem Mutterunternehmen der Europa Fachhochschule Fresenius und des heutigen INSTITUT FRESENIUS, im Jahr 1848 begründet liegt.

„Wenn es gelb ist, dann war es vielleicht Natrium“, beschreibt Gros Fresenius‘ Schlussfolgerungen bei den Analysen des Wiesbadener Heilwassers schmunzelnd und erklärt mit Hilfe des Bildes von Muttern und Schrauben, wie Moleküle bei der Zugabe von Hitze neue Verbindungen eingehen. Man merkt, er hat diese Vorgänge seinen Studenten schon oft erklärt. Begeistern kann er ebenfalls mit historischen Anekdoten aus Fresenius‘ Leben. So sei dieser keineswegs bestrebt gewesen, seine Analysen nur um ihrer selbst willen durchzuführen und einen „Wust an Messdaten“ zu produzieren. Vielmehr führte Fresenius seine Heilwasser-Analysen aus wirtschaftlichen und medizinischen Gründen durch. Ebenso faszinieren Fresenius‘ Erfolge im Bereich der kriminalistischen Analytik. So konnte dieser vor über 150 Jahren eine Arsenvergiftung bei einer exhumierten Leiche nachweisen und dadurch eine Frau des Mordes an ihrem Gatten überführen.

Fresenius‘ Analysen auch heute noch aktuell

Doch was ist bleibend an der Arbeit des „Vaters der Analytischen Chemie“, stellt die Ausstellung selbst die Frage nach der Aktualität von Fresenius‘ Analysen. Die Antwort: Einige können sich tatsächlich bis in die heutige Zeit halten. So wird Fresenius‘ Vorgehen bei der Materialanalytik in Grundzügen beispielsweise bei den Inhaltsstoffen von Handys und der Analyse von Mikroplastik angewendet und qualitative Analysen sowie Absolutmethoden zur Untersuchung von Materialproben durchgeführt.

Prof. Dr. Leo Gros berichtet über Fresenius‘ Verdienste.

Sein Erbe hinterließ er auch in Form seiner Lehre: Selbst Schüler von Liebig und solchermaßen vorgeprägt, widmete sich Fresenius seit 1845 der eigenen Lehre und unterrichtete während seines Lebens über 2000 Schüler. Darunter einige bekannte Persönlichkeiten wie Eugen Lucius und Adolf von Brüning. Die beiden Gründer & Teilhaber der späteren Höchst AG lernten von 1855 bis 1856 gemeinsam in Fresenius‘ Laboratorium und legten hier den Grundstein für ihre spätere Geschäftsbeziehung.

Nach diesem Einblick in das Wirken des bekannten Chemikers wird unsere Fresenius-Reihe am 21. November ab 16.00 Uhr mit einem Rundgang durch die naturwissenschaftlichen Labore der Hochschule Fresenius in Idstein fortgesetzt. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer erhalten hier die Möglichkeit, selbst mit den vorhandenen Geräten zu arbeiten. Anmeldung und weitere Informationen hier.

Mehr über SCHULEWIRTSCHAFT erfahren Sie hier:

Arbeitskreis bringt Schulen und Wirtschaft zusammen

Chantal Kirschner ist seit Oktober 2018 Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Arbeitgeberverband HessenChemie. Sie studierte im Bachelor Publizistik und Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und schloss dort mit dem Master Unternehmenskommunikation ab. Während ihres Studiums war sie als Werkstudentin bei der JOBLINGE gAG FrankfurtRheinMain tätig.