Weihnachtsgeschenke und die Frage: wohin mit Dingen, die man nicht mehr braucht?

Die Weihnachtsmärkte haben geöffnet, Menschen trinken Glühwein, Firmen feiern ihre Weihnachtsfeiern und denken darüber nach, was sie ihren Liebsten wohl zu Weihnachten schenken sollen. Schenken kann man viel: Schokolade, Bücher, das typische SOS (Socken, Oberhemd, Schal) für den Mann, Parfum oder Schmuck für die Damen (oder auch die Herren), Essen und und und….. Nicht immer geht es beim Schenken um die großen Dinge, die kleine Aufmerksamkeit und das passende Geschenk bereiten oft die größere Freude als riesige Tüten mit Dingen, die man nicht braucht oder die einem nicht gefallen. Im letzten Jahr erschien hierzu ein Artikel im Handelsblatt in dem beschrieben wurde, wie einige Ökonomen das allweihnachtliche Schenken aus ökonomischer Sicht, betrachten: „Ökonomie des Schenkens: Geschenke für die Tonne“ war der Artikel überschrieben.

Geschenke, die nach Weihnachten in die Tonne kommen, sind wohl keine guten Geschenke. Und wer kennt es nicht: Kleidung, die man ungetragen in den Schrank hängt, weil man sich nicht traut die Geschenke, die einem nicht gefallen, wegzuschmeißen? Musik, die man umtauscht, weil einem die Band nicht gefällt oder die Zeit der Band schon einige Jahre zurückliegt, nur die Großeltern es nicht mitbekommen haben? Natürlich ist auch hierbei das Gefühl, die Mühe bei der Auswahl und die Geste des Schenkenden an den Beschenkten wichtig. Doch irgendwie ist es schon komisch, wenn man die Geschenke dann gar nicht benutzt.

Es geht aber auch andersherum.  Manchmal hat man Dinge, die man nicht mehr braucht. Diese lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen:

  1. Dinge, die man nicht mehr braucht und die auch nicht mehr funktionieren;
  2. Dinge, die man nicht mehr braucht, die aber noch gut funktionieren.

Die Dinge der ersten Kategorie gehören in die Tonne, d.h. sie werden sollten sachgerecht entsorgt (gelber Sack, Wertstoffhof, etc.) werden. Was aber macht man mit den anderen Dingen?

Die Dinge der zweiten Kategorie funktionieren noch gut, haben vielleicht kleinere Mängel, können aber durchaus noch benutzt werden (Autos oder Computer beispielsweise). Einige dieser Dinge (Kategorie 2a) (Autos zum Beispiel) haben noch einen relativ hohen Wert und können weiterverkauft werden. Andere Gegenstände (Computer oder Drucker beispielsweise) haben nach einer gewissen Zeit und Nutzung nur noch einen sehr geringen bis gar keinen Wert mehr (Kategorie 2b). Auf einem Markt werden sie also in der Regel nicht mehr zum Kauf angeboten. Durch ihren Einsatz können sie dem richtigen Empfänger jedoch noch einen großen Dienst erweisen. Dies gilt beispielsweise für Elektro-Geräte, die – je nach Produkt – ganz eigenen Lebenszyklen ausgesetzt sind. Ähnlich wie bei guten Weihnachtsgeschenken stellt sich dann die Frage: wer könnte die Dinge am besten gebrauchen?

Veröffentlicht in Nachhaltigkeit
Tags: , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*