Unsichtbares Wasser: Sonderausstellung zeigt Verbrauch

Ein T-Shirt ist ein Kleidungsstück, das so ziemlich jeder in seinem Kleiderschrank hat. Aber wie viel Wasser für die Herstellung dieses Kleidungsstückes benötigt wird, wissen die wenigsten. Mit dem Wasserverbrauch, den ein jeder für das alltägliche Leben verbraucht, setzt sich die von Infraserv Höchst und Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH unterstützte Sonderausstellung Sonderausstellung „Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst – virtuelles Wasser begreifen“ auseinander. Im EXPERIMINTA ScienceCenter in Frankfurt ist noch bis zum 29. April zu sehen, wo das unsichtbare „virtuelle“ Wasser von uns bleibt.

Täglich verbraucht jeder von uns circa 120 Liter Wasser täglich für Kochen, Duschen und Putzen. Auf dem ersten Blick, denn eigentlich werden knapp 4.000 Liter unsichtbares „virtuelles“ Wasser verbraucht.  Das entspricht in etwas mehr als 25 gefüllten Badewannen. Die Menge kommt zusammen, weil das Wasser bei der Herstellung unserer Lebensmittel, Kleidung und Gebrauchsgegenstände verdunstet, verbraucht oder verschmutzt wird. Wie und wo diese großen Mengen an virtuellem Wasser entstehen und welchen Einfluss unser Konsum auch auf andere Länder haben kann, erklärt die Sonderausstellung im Science-Center auf spielerische Weise.

Besucher erfahren globale Zusammenhänge

Virtuelles Wasser zum Anfassen: Auszubildende zum Chemikanten der Firma Clariant zeigen bei der Ausstellungseröffnung Dr. Udo Lemke (4. von links), Geschäftsführer Provadis, Astrid Jaschek, Geschäftsführerin Experiminta ScienceCenter, Marny Schröder von Provadis, dem Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir , Dr. Ulrich Bosler Vorsitzender Experiminta e.V. und Jürgen Vormann, Geschäftsführer Infraserv Höchst, eines der interaktiven Exponate. Foto: Infraserv

Die Ausstellung fordert mit ihren interaktiven Exponaten dazu auf, die nicht ganz einfache Thematik zu begreifen und von vielen Seiten zu erforschen“, erläuterte Astrid Jaschek, Geschäftsführerin des EXPERIMINTA ScienceCenters das Konzept. Besucher könnten so die globalen Zusammenhänge des virtuellen Wassers erkennen und herausfinden, wieviel Wasser in Fleisch oder Tomaten steckt.

Ergänzt wird die Ausstellung um ein Begleitprogramm mit Workshops für Kinder, Lehrerfortbildungen, Mitmach-Experimenten in der Zeitung und einer Rallye durch die Ausstellung, bei der es auch etwas zu gewinnen gibt. Kooperationspartner sind das Bildungsunternehmen Provadis und die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG. Gemeinsam wurde das vielfältige Rahmenprogramm entwickelt. „Dadurch können noch weitere Aspekte zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser beleuchtet werden“, sagte Jaschek.

Nachhaltigkeit ist auch in der Ausbildung ein wichtiges Thema

Denn auch für die Industrie in Frankfurt spielt Wasser eine wichtige Rolle. Die Sonderausstellung bietet deshalb auch die Gelegenheit, den nachhaltigen Umgang der Unternehmen im Industriepark Höchst mit dieser wichtigen Ressource kennenzulernen. Deswegen geht die Sonderausstellung auf den Fragen auf den Grund, woher das Wasser, das in der Produktion gebraucht wird, kommt oder welche Produkte im Industriepark Höchst hergestellt werden, die uns im Alltag helfen, weniger Wasser zu verbrauchen. Auszubildende des Provadis-Nachhaltigkeitsprojekts ANLIN (Ausbildung fördert nachhaltige Lernorte in der Industrie) haben dazu ein Exponat entwickelt, das zeigt, wie Produkte der chemischen Industrie Autos energieeffizienter und nachhaltiger machen. „Wir nehmen unsere Verantwortung für die Umwelt und ihre Ressourcen sehr ernst. Die Unternehmen im Industriepark Höchst und wir als Standortbetreiber engagieren uns auf vielfältige Weise dafür, schonend damit umzugehen“, betonte Jürgen Vormann, Geschäftsführer von Infraserv Höchst.