Erfolgskontrolle – Muss sich Kommunikation beweisen?

Kommunikationsabteilungen müssen ihre Aufwände rechtfertigen und ihre Erfolge belegen – das gilt für große börsennotierte Unternehmen wie auch für kleine und mittelständische. Doch was ist bereits ein Erfolg? Welche Kennzahlen sind entscheidend und wie misst man sie?

Über diese und weitere Fragen diskutierten die Teilnehmer des 25. FORUM Kommunikation zum Thema „Erfolgskontrolle – Muss sich Kommunikation beweisen?“ am 9. Mai 2017. Dieses Mal waren wir gemeinsam mit dem VCI Hessen zu Gast bei Merck KGaA.

Den ersten Impulsvortrag hielt Christoph Lautenbach, Geschäftsführender Partner bei Lautenbach Sass. Seinen Vortrag „Unternehmenskommunikation strategisch ausrichten“ begann er mit der Behauptung, andere Inhalte zu präsentieren, als das Publikum erwarte. Und so war es auch. Er stellte das Konzept der Erfolgskontrolle in Frage, relativierte Kennzahlen und Monitoring-Tools. Das sei nur das Ende der Arbeit – wichtig sei aber vor allem der Anfang: die Strategie. Nur wenn diese gut durchdacht ist und genaue Ziele vorgibt, könne man kontrollieren, ob diese erreicht wurden. Und so gab er in seiner Präsentation Denkanstöße für Strategien und Ziele und bediente sich dabei aktuellen Trends und Influencern wie Bibi’s Beautypalace und Tweets von US-Präsident Donald Trump.

Nicht nur klassische Medien, auch Social Media wird gemessen

Im Anschluss folgte die Vorstellung verschiedener Medienanalyse-Tools. Vertreter der PMG Presse-Monitor GmbH, Landau Media AG und Meltwater Deutschland GmbH stellten ihre Angebote vor. Diese reichten von der Bereitstellung von Suchmasken bis zur professionellen Analyse und grafischen Aufbereitung der Ergebnisse. Erfasst werden dabei nicht mehr nur klassische Print- und Online-Medien, sondern auch diverse Social Media Kanäle.

Die Erfolgsmessung in den sozialen Medien beleuchtete im Anschluss Uli Sinz der Fink & Fuchs AG. Anders als in klassischen Medien ist hierbei nicht nur ausschlaggebend, was der Autor des Textes geschrieben hat, sondern vor allem, wie die Leser darauf reagieren und mit dem Post interagiert haben. Die genauen Kennzahlen bzw. KPIs (Key Performance Indicators) seien laut Sinz individuell zu wählen und richten sich dabei nach der individuellen Strategie des Unternehmens. Um den Teilnehmern die Auswahl zu erleichtern, stellte er eine Bandbreite verschiedener KPIs vor und erklärte, wie sie anzuwenden sind.

Was sagt eine Zahl ohne die andere aus?

Individuelle Kennzahlenbetrachtung auf Basis einer zielgerichteten Strategie nannte auch Alexander Zell, Leiter der Pressestelle der Fraport AG, als wichtigen Erfolgsfaktor. Ausschlaggebend sei dabei aber vor allem das Zusammenspiel der gemessenen Zahlen und deren Einflüsse aufeinander. Gemeinsam mit Prof. Lothar Rolke der Hochschule Mainz erarbeitete er eine Kommunikationsstrategie für den Energieversorger Mainova bei der Zell zuvor die Kommunikation leitete. In zwei aufeinanderfolgenden Vorträgen stellten sie vor, wie die Unternehmenskommunikation Wertschöpfung erzielen und steuern kann. Der Vortragstitel von Zell verriet dabei schon: „Der Wert der Kommunikation bemisst sich nach ihrer Wirkung“.

Das nächste FORUM Kommunikation am 30. November

Neben den Vorträgen ist vor allem der Erfahrungsaustausch und der Diskurs zwischen den Teilnehmer und Referenten ein wichtiger Bestandteil des FORUM Kommunikation. Die Veranstaltung richtet sich an Kommunikationsverantwortliche aus den Mitgliedsunternehmen der Chemieverbände Hessen sowie weitere interessierte Entscheider. Am 30. November laden wir zum 26. FORUM Kommunikation zum Thema „Standortkommunikation“ ins Verbandsgebäude des VCI Hessen in Frankfurt ein. Bei Interesse nehmen wir Sie gerne in unseren Verteiler auf, damit Sie zukünftig alle Informationen und Termine des FORUM Kommunikation erhalten. Schicken Sie dazu einfach eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten an Petra Diener (diener@hessenchemie.de).

 

Giulia BaGiulia Bachmann, Trainee HessenChemie chmann, B.A., hat Media Management an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden studiert und ist seit August 2015 Trainee der Verbandskommunikation beim Arbeitgeberverband HessenChemie. Sie unterstützt dort die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Online-Redaktion und wirkt bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen mit.

Giulia Bachmann, Trainee HessenChemie

 


Kommunikatoren, Journalisten und TV – ein spannender Tag beim ZDF

Fernsehauftritte stellen besonders hohe Anforderungen an die Kommunikatoren und Geschäftsführer von Unternehmen. Durch die Kombination der Bild- und Tonaufnahme ist nicht nur ausschlaggebend, was gesagt wird, sondern vor allem wie es gesagt wird. Das schließt zum einen die Sprechweise, zum anderen aber auch Gestik und Körperhaltung mit ein. Werden diese Aufnahmen außerdem noch live ausgestrahlt, erhöht das den Druck, auf Anhieb alles perfekt zu machen. Denn einen zweiten Versuch gibt es nicht.

Genau darum ging es am 30.11.2015 beim 22. FORUM Kommunikation zu dem Thema „Ihr Unternehmen im Fernsehen – wie Sie die Herausforderung meistern.“

Dafür waren HessenChemie, der VCI Hessen und 70 weitere Teilnehmer ihrer Mitgliedsunternehmen zu Gast beim ZDF in Mainz. Sie lernten dort in verschiedenen Vorträgen und Workshops unter anderem, worauf es den Journalisten eines Fernsehbeitrags ankommt, wie man sich oder seinen Chef auf ein Interview vorbereiten kann und welche Aspekte man in diesem Zusammenhang bei der Krisenkommunikation beachten sollte.

Die Begrüßung und Einleitung übernahm Michael Hoffmann von Evonik Industries und Sprecher des FORUM Kommunikation, gefolgt von verschiedenen Referenten. Sina Mainitz, Moderatorin der ZDF Börsen-Finanzdirektion, beschrieb die Erstellung eines Fernsehbeitrags von der Themen- und Interviewpartner-Findung bis hin zur Ausstrahlung, damit sich die Teilnehmer bestmöglich in den Journalisten hinein versetzen können, der ihnen bei einem Interview gegenüber steht,. Anschließend folgten Vorträge von Stefan Ackermann, Leiter der Unternehmenskommunikation von RWE Deutschland und ehemaliger Moderator beim ZDF, sowie von Dr. Hans-Georg Klose, dem Geschäftsführer der Kommunikationsberatung Klose-Kom. Am Nachmittag ging es weiter mit den Workshops von Helen Wild, Moderatorin beim ZDF und Medien-Coach, über Tipps und Tricks für den Auftritt vor der Kamera und einem Einblick darin, was sich das Fernsehen eigentlich von dem Pressesprecher erhofft. Unterstützt wurde sie dabei von dem ZDF-Moderator Tim Niedernolte, der verschiedene Interviewsituationen mit freiwilligen Teilnehmern probte.

Zum Abschluss konnten alle Teilnehmer bei der Führung durch das ZDF-Gelände einen Blick hinter die Kulissen wagen. Vielleicht sehen sie einen zukünftigen Fernsehauftritt nun nicht mehr nur als Herausforderung, sondern auch als Chance, ihre Botschaften einem großen Publikum authentisch herüberzubringen. Ich habe bei dem Besuch meines ersten FORUM Kommunikation auf jeden Fall sehr viel mitgenommen und hatte besonders großen Spaß bei den Übungen zur Körperhaltung und der Findung der entspannten, eigenen Sprechstimme – denn diese ist in der Regel viel tiefer als man selbst glaubt! J

Giulia Bachmann, Trainee HessenChemie

Giulia Bachmann, Trainee HessenChemie

Giulia Bachmann, B.A., hat Media Management an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden studiert und ist seit August 2015 Trainee der Verbandskommunikation beim Arbeitgeberverband HessenChemie. Sie unterstützt dort die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Online-Redaktion und wirkt bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen mit.

 

 


Wer nicht kommuniziert, findet … nicht statt

mikroKommunikatoren kennen den Spruch „Wer nicht kommuniziert, findet in der Öffentlichkeit nicht statt“. Es ist das Erste, was man lernt, wenn man in die PR/Öffentlichkeitsarbeit geht – und es stimmt. In guten Zeiten und erst recht in der Krise. Heute trifft das aber nicht mehr nur auf die Kommunikationsabteilungen zu, sondern gilt ebenso für Personaler. Weiterlesen