Erfolgreicher Start: BBChemie-Trainings vermitteln praxisorientierte Kompetenzen für ausbildende Fachkräfte

Wie Mitgliedsunternehmen profitieren können

Wie können sich Unternehmen erfolgreich ihren Nachwuchs über die duale Ausbildung sichern? Eine entscheidende Rolle spielen dabei die ausbildenden Fachkräfte. Ihre Kompetenzen im Umgang mit Auszubildenden gerade aufgrund des sich wandelnden Arbeitsumfeldes machen oft den entscheidenden Unterschied. Um das betriebliche Bildungspersonal in der Chemiebranche systematisch weiter zu qualifizieren und die Ausbildung attraktiver zu machen, hat die Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH als Träger des Projektes BBChemie (Bedarfsorientierte Bildungswege in der Chemie) eine Weiterbildungsoffensive für ausbildende Fachkräfte gestartet.

BBChemie ist eines von 17 ausgewählten Exzellenzclustern des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten Innovationswettbewerbs InnoVET. 20 Kooperationspartner – zu denen auch die Sozialpartner BAVC und IG BCE zählen – begleiten das innovative Projekt für die berufliche Bildung, das von der technischen Universität Dortmund wissenschaftlich evaluiert wird. Das Weiterbildungsprogramm ist eins von drei gleichwertigen Teilprojekten. HessenChemie bietet als Pilotverband in 2021 ausbildenden Fachkräften aus den Mitgliedsunternehmen an, die durch die Bundesförderung und des Modellcharakters kostenfreien Trainings in einem ersten Probelauf zu nutzen.

Neu entwickelte Trainings sollen Lücke schließen

Die insgesamt fünf aufeinander aufbauenden neu entwickelten Trainings vermitteln maßgeschneidert die Qualifikationen und Kompetenzen, die für die Praxis der betrieblichen Ausbildung wichtig sind. „Wir wollen die Ausbildungsbeauftragten in ihrem Spannungsfeld zwischen ihrem Beruf und der Betreuung der jungen Menschen stärken“, betont Karin Döring, die für Provadis die Trainings konzipiert und umsetzt. “Weil die Anforderungen an die Jugendlichen in Richtung Future Skills immer höher werden, müssen sich auch die Kompetenzen der ausbildenden Fachkräfte weiterentwickeln. Die bisherigen Qualifizierungsprogramme gehen meistens am tatsächlichen Bedarf vorbei. Mit unserer auf die Bedürfnisse der Ausbildungsbeauftragten zugeschnittenen Trainingsmaßnahme wollen wir eine Lücke füllen.“

Gute Vorbereitung ist entscheidend

Um grundlegende rechtliche, organisatorische und pädagogische Fragen ging es im ersten Online-Seminar im Februar. Was muss ich für den praktischen Ausbildungseinsatz vorbereiten? Welche fachlichen Kompetenzen brauche ich für meine Rolle als Ausbildungsbeauftragter? Warum sind rechtliche Leitplanken wichtig? Die Teilnehmenden aus mittelständischen Unternehmen der Branche erarbeiteten zum Beispiel anhand praktischer Situationen im Erfahrungsaustausch einen Leitfaden für die organisatorische Planung, den sie jetzt selbst gut für ihre Arbeit als Ausbildungsbeauftragte verwenden können.

Umgang mit unterschiedlichen Lernbedürfnissen

Im zweiten Online-Training stand das Thema Methodenkompetenz im Mittelpunkt. In praktischen Übungen konnten die Teilnehmenden vielfältige Methoden im Umgang mit den unterschiedlichen Lernbedürfnissen der Auszubildenden selbst ausprobieren. Außerdem ging es um die heutige Rolle der ausbildenden Fachkraft in einer Zeit des Wandels und der erhöhten Anforderungen durch Digitalisierung und Prozessorientierung. Die Teilnehmenden diskutierten darüber, welchen Einfluss diese Veränderungen auf die Ausbildung haben und wie sie das Leitbild der beruflichen Handlungsfähigkeit (Planen, Durchführen, Kontrollieren) auf ihren betrieblichen Alltag übertragen können. Ziel ist es, die Auszubildenden so gut wie möglich in die Geschäftsprozesse einzubinden.

Jetzt anmelden für die Trainings zu Sozial- und Persönlichkeitskompetenz

Die ersten beiden Veranstaltungen erhielten von den Teilnehmenden viel positives Feedback: Die Organisation, Praxisnähe und Anschaulichkeit sowie die Möglichkeit des individuellen Austauschs wurden besonders lobend erwähnt. In den noch folgenden Trainings bis Ende des Jahres werden Inhalte zu Sozialkompetenz/ Kommunikation und Zusammenarbeit (am 30.06./01.07.21) und zu Persönlichkeitskompetenz/Grundlagen der Führung mit Fokus auf ausbildende Fachkraft und Azubi (am 24./25.11.21) vermittelt. Den Abschluss bildet der Praxistransfer in Form einer Führungswerkstatt (am 13.12.21). Teilnehmende sollen über ihre Erfahrungen mit dem Erlernten und dem Einsatz der Trainingsinhalte berichten. Mitgliedsunternehmen können ausbildende Fachkräfte zu den kommenden Trainings bei Frau Viktoria Möller (moeller@hessenchemie.de) anmelden.

Fachkräftesicherung: Unternehmen können an Teilprojekten mitwirken

Für die weiteren Teilprojekte „Akademische AusbildungsAllianz AAA“ für das Berufsfeld Informatik und „Ermöglichungsstrategien“ im Berufsfeld Metalltechnik werden zurzeit Unternehmen gesucht, die sich im Erprobungsjahr beteiligen und dadurch für aktuelle oder künftige Fachkräfteengpässe im Bereich Metall und der IT-Berufe Lösungen finden wollen. Interessenten können sich melden bei: Petra Esch, Projektleiterin InnoVET BBChemie bei Provadis, petra.esch@provadis.de, Telefon 069-305 13147.

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