Dialog auf Augenhöhe – Einsichten eines Jugendworkshops

Dialog auf Augenhöhe war ein Schlagwort in den Diskussionen der jungen Nachhaltigkeits-Experten am Tag vor der großen Dialog-Veranstaltung der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³. Am Mittag des dritten Novembers trafen die jungen Experten ein: einige Teilnehmer arbeiten in Unternehmen der Chemie-Branche oder sind in der Gewerkschaft aktiv. Andere junge Experten kam von außen: aus Umweltverbänden, studentischen Gruppen, die sich mit nachhaltigem Wirtschaften und Wirtschaftsethik beschäftigen oder sind in Jugendverbänden mit einer nachhaltigen Entiwcklung auseinandersetzen. Auch ich war dabei, um mitzudiskutieren – im Rahmen des Jugendworkshops und der Veranstaltung am folgenden Tag unter dem Motto „Zuhören. Verstehen. Handeln – Chemie³ im Dialog“ am dritten und vierten November in Berlin.

Einen halben Tag nahmen sich die Vertreter der Allianzpartner von BAVC, IG BCE und VCI, um vor der großen Dialog-Veranstaltung intensiv mit Vertretern der sogenannten Generation Y, den Millenials oder wie auch immer man diese Generation beschreiben möchte, über Nachhaltigkeit und die Aktivitäten der Branche für eine nachhaltige Entwicklung zu diskutieren. Am Ende des Tages sollten wir 3 Hoffnungen und 3 Sorgen formulieren, die im Rahmen einer Podiumsdiskussion der jungen Experten mit den Themenpaten der Workshops für die große Veranstaltung diskutiert werden sollten.

Doch erst einmal stellten sich die Teilnehmer vor, sagten was ihnen wichtig ist und was sie in die Dikussion einbringen. Schnell entwickelte sich eine Diskussion, die noch Tage hätte weitergehen können. Ein Thema tauchte immer wieder auf: der Dialog und dass dieser eine gemeinsame Sprache benötige. Der Austausch endet nicht mit der Veröffentlichung von schönen Broschüren. Dies sei erst der Beginn – so einige der jungen Vertreter. Intensiv wurd darüber diskutiert, wie man gerade die jungen Menschen in die für ihre Generation bedeutenden Diskussionen zu einer nachhaltigen Entwicklung einbinden könne. Eine gemeinsame Sprache und ein zielgruppengerichtetes Angebot sei hier wichtig. Interessiert zeigten sich die Vertreter an den selbstgesetzen Zielen der Initiative und den bislang durchgeführten Maßnahmen, über die die Initiative am nachfolgenden Tag mit der Veröffentlichung des ersten Fortschrittsberichts informierte. Nach zweieinhalb Jahren fasst dieser das bislang Erreichte zusammen und beschreibt, was in den folgenden Jahren erreicht werden soll. Aber die Kommunikation ende nicht mit der Erstellung des Berichts.

Im Rahmen der Dialog-Veranstaltung am vierten November wurde über etwas Ähnliches gesprochen. Die Frage, wofür ein Nachhaltigkeitsbericht erstellt werde und ob, wenn denn ein Bericht sinnvoll sei, die Arbeit damit schon getan ist? In einem Nachhaltigkeitsbericht werden in der Regel mit Hilfe von Daten zusammengetragen, aufbereitet und erklärt, um die Situation des Unternehmens in Bezug auf die Nachhaltigkeitsleistung zu beschreiben. Der Bericht bildet die Grundlage für die Steuerung der Nachhaltigkeitsaktivitäten: in welchem Bereich wurden die Ziele erreicht, in welchem Bereich muss sich etwas tun? Ein Bericht hat keinen Zweck an sich, Aufwand und Nutzen müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Ein Bericht kann jedoch bei der Steuerung der Aktivitäten des Unternehmens helfen. Der Bericht stellt die Faktenbasis, zeigt Trends und Entwicklungen auf. Die Kommunikation beginnt aber erst nach der Erstellung des Berichts. So wie einer der Dreiklänge von Chemie³: „Dialog führen. Handeln. Kommunizieren“.

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