Bildung fördert Nachhaltigkeit

Seit einiger Zeit stoßen wir in den vielen Gesprächen immer wieder auf die gleichen brennenden Fragen. Wie kommen wir jetzt und vor allem in der Zukunft an qualifizierten Nachwuchs? Was müssen wir in puncto Mitarbeiter tun, um wettbewerbsfähig zu bleiben und ein attraktiver Arbeitgeber zu sein? Als Bildungsdienstleister für Industrie und Handwerk wissen wir nur zu genau, dass diese Themen heute alle Unternehmen umtreiben, egal in welcher Branche sie agieren. Denn die Qualität der Mitarbeiter, ihr Wissen, ihr Engagement, ihre Bereitschaft, immer wieder neue Arbeitsfelder anzunehmen und sich dafür zu qualifizieren, ist ein entscheidender unternehmerischer Erfolgsfaktor. Deshalb gilt: Menschen zu fördern und zu qualifizieren ist ein Teil der Wertschöpfungskette und ein entscheidender Faktor von nachhaltigem Handeln.

Ich persönlich bin daher davon überzeugt, dass Corporate Social Responsibility, also die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und die Frage, wie Firmen nachhaltig sozial und ökologisch unternehmerischen Erfolg erzielen können, untrennbar mit Bildung verbunden ist. Zugespitzt kann man es auf den Punkt bringen: „Ohne Bildung gibt es keine Nachhaltigkeit“. Bildungsarbeit ist aber auch deshalb ein positiver Treiber – nicht nur der Nachhaltigkeit – weil sie hilft, Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln und Erkenntnis wachsen zu lassen.

Wir bei Provadis verstehen uns als Teil dieser unternehmerischen und gesellschaftlichen Aufgabe. Unser Auftrag als Unternehmen und als Bildungsträger besteht auch darin, das Thema CSR und Nachhaltigkeit an unsere eigenen Beschäftigten, aber auch an Bildungsteilnehmer heranzutragen. Dafür engagieren wir uns vielfältig. Zum einen unterstützen wir Nachhaltigkeitsprojekte der Chemie-Sozialpartner, zum anderen entwickeln wir neue, eigene CSR-Module, bereits auch schon für Auszubildende, um frühzeitig das Wissen und die Sensibilisierung in den Unternehmen zu verankern und haben in unserer Hochschule Klimaschutz- und Energieprojekte, die auf Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen „einzahlen“. Zudem haben wir uns in dem Feld Nachhaltigkeit zertifizieren lassen.

In unserem eigenen Unternehmen nimmt das Thema Nachhaltigkeit somit einen hohen Stellenwert aufgrund des Selbstverständnisses der Bildung ein. Eine weitere Motivation sei nicht verschwiegen: wir heben uns mit unseren nachhaltigen Standards auch bewusst von anderen Bildungsträgern ab. Aber nur so, meine ich, können wir auch glaubwürdig unseren Kunden gegenüber nachhaltige Qualität bieten und unseren Bildungsauftrag erfüllen. Letztlich sind auch wir ein Teil der Lieferkette unserer Kunden, für die das Thema CSR und Nachhaltigkeit eine zunehmend wichtige Rolle spielt und die wir damit unterstützen – ebenso übrigens, wie die Chemieverbände in ihrer Arbeit in politischen Gremien.

 

Dr. Karsten Rudolf, Prokurist, Bereichsleiter Bildungs- & Forschungsprojekte, Leiter Marketing ; bei Provadis; Foto: Arne Landwehr

Dr. Karsten Rudolf, M.A. hat Politikwissenschaft, Psychologie und Erziehungswissenschaften studiert und im Bildungsmarketing promoviert. Er ist Prokurist bei Provadis – dem Fachkräfte-Entwickler der Industrie und dort zum einen verantwortlich für das Marketing und zum anderen für den Bereich Bildungs- und Forschungsprojekte, der sich unter anderem mit CSR-, Diversity- und MINT-Projekten beschäftigt. Mit dieser Erfahrung bringt er sich auch in die Verbandsarbeit von HessenChemie, z.B. in Expertenkreisen zu Bildung und politischer Kommunikation ein. Darüber hinaus ist er im Netzwerk „Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung“ des Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) aktiv. Dr. Karsten Rudolf ist verheiratet und Vater zweier Töchter.

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