Quintessenz – das neue Jahresmagazin von HessenChemie

Der Geschäftsbericht – für den einen Pflicht, für den anderen freiwillig – dient der Information von Eigentümern, Mitgliedern und Öffentlichkeit. Was sich nach dröger Pflichtlektüre und reinem Zahlenwerk anhört, hat sich in den vergangenen Jahren, vor allem bei börsennotierten Unternehmen, zu einer Imagebröschüre auf allerhöchstem Niveau entwickelt. Mit ihr kann man nicht nur Stakeholder, sondern auch Juroren zahlreicher Wettbewerbe beeindrucken. Der Geschäfts- / oder Jahresbericht hat sich, wie die Webseite, zur Visitenkarten von Unternehmen, Organisationen und Verbänden gemausert. Gut gemacht, zahlt er zudem auf Reputation und Glaubwürdigkeit ein. Dies tut er aber nur, wenn er authentisch und transparent ist, auf gute Inhalte setzt und auf eine reine Leistungsshow sowie Texte voller Floskeln und Superlativen verzichtet.

HessenChemie versteht sich als moderner und innovativer Verband. Dies zeigt sich im Verbandsgebäude und dem Raumkonzept genauso wie im Seminarprogramm, der Kommunikation oder den Druckstücken. Viele Publikationen haben im Laufe der vergangenen Jahre einen Relaunch erhalten, es war also an der Zeit, den Jahresbericht optisch und inhaltlich grundlegend zu überarbeiten. Neben der Neuentwicklung von Aufmachung und Inhalt bestand die Herausforderung auch darin, dem neuen Produkt einen Namen zu geben.

Quintessenz: aktueller, vielfältiger und substanzieller

Bemerkenswerterweise gelang dies relativ schnell, denn früh war klar, wie der neue Jahresbericht werden sollte: aussagekräftiger, moderner und inhaltlich breiter. Er sollte das Wesentliche – das Wichtigste – des Verbandes innerhalb eines Berichtszeitraumes transportieren sowie das Profil schärfen und die Marke stärken: die „Quintessenz“ von HessenChemie.

War der Jahresbericht bislang eine Ansammlung von Daten, Fakten und Nachberichterstattungen vergangener Veranstaltungen des abgelaufenen Kalenderjahres, so sollte die Quintessenz nun eine größere Themenvielfalt sowie mehr Expertise und Aktualität bieten. Kurz: Mehr Mehrwert für den Leser. Da eine der wesentlichen Aufgaben von HessenChemie die Interessenvertretung der Mitgliedsunternehmen ist, war es uns wichtig, zukünftig auch mehr zu zeigen, was wir für unsere Mitglieder tun. Darüber hinaus haben wir den Berichtszeitraum angepasst. Dies gibt dem Ganzen mehr Aktualität: Die Quintessenz blickt nun nicht mehr ausschließlich auf ein abgelaufenes Jahr zurück, sondern darf auch einen Ausblick geben und aktuelle Inhalte aufgreifen. Deswegen wurde der Berichtszeitraum auf „Mitgliederversammlung zu Mitgliederversammlung“ (Juni/Juni) umgestellt. Zu derselben liegt er zwar nun nicht mehr vor, sondern erscheint etwa vier Wochen danach, aber so können wir die Ergebnisse quasi druckfrisch aufnehmen.

Mit dem Hintergrund-Beitrag „46 Jahre Arbeitsfrieden“ erfährt der Leser viel über die letzten Streiks der Branche und die Entwicklung der Chemie-Sozialpartnerschaft.

Optik, Haptik, Inhalt

Umgesetzt haben wir das Ganze mit unserer „Haus-Agentur“ Q aus Wiesbaden. Diese hatte uns schon länger vorgeschlagen, den Jahresbericht „magaziniger“ aufzumachen: mehr Bilder, weniger Text, unterschiedliche Darstellungsformen. Herausgekommen ist ein optisch ansprechendes Magazin, das dem Leser über verschiedene Rubriken nicht nur einen Einblick in die Arbeit des Verbandes gibt, sondern auch Hintergrundwissen vermittelt und zentrale Botschaften transportiert.

So bieten zum Beispiel die „Blitzlichter“ mit maximal 1.800 Zeichen plus Foto einen kurzen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen, wobei auch hier der Inhalt zählt und nicht das Präsentieren und Zitieren von Personen. Auf Zitate wird in der gesamten Quintessenz übrigens generell verzichtet, es sei denn, sie bilden ein zentrales gestalterisches Element.

In der Rubrik „Standpunkt“ kommen der Vorstand oder die Geschäftsführung zu aktuellen Themen zu Wort. So stellte unser Hauptgeschäftsführer Dirk Meyer beispielsweise in der ersten Quintessenz dar, weshalb es für die Chemie-Arbeitgeber wichtig ist, dass der Gesamtversicherungsbeitrag unter 40 Prozent bleiben muss.

Bei den Texten achten wir darauf, dass sie lesefreundlich, verständlich und kurzweilig sind. Symbole und Infokästen machen den Leser auf weitere Informationen außerhalb des Geschäftsberichts aufmerksam. Auch haben wir gelernt, dass wir nicht jede Seite bis in den letzten Winkel mit Text und Bild vollpacken müssen, sondern „Weißraum“ eine Seite durchaus auflockern und zum Lesen einladen kann.

Zu überlegen war auch: drucken oder ausschließlich digital? Wir haben uns zunächst fürs Drucken (plus PDF als Download) entschieden, denn wir glauben, dass gerade etwas Wertiges wie ein Geschäfts-/Jahresbericht noch einmal eine ganz andere Bedeutung , Wahrnehmung und Wertschätzung erfährt, wenn man ihn in den Händen hält statt nur auf dem Bildschirm zu sehen. Die Texte des Jahresberichts nutzen wir crossmedial – beispielsweise für den Blog oder Social Media.

Die tollen Bilder des Azubi-Wettbewerbs sind wie geschaffen für die bildlastige Rubrik „Impressionen“ in der Quintessenz 2016/2017.

Fokusthema

Eine weitere Rubrik in der Quintessenz ist der „Fokus“. Jedes Berichtsjahr soll ein zentrales Thema im Mittelpunkt stehen, das in unterschiedlichen Rubriken beleuchtet wird. So ging es in der ersten Quintessenz 2016/2017 um „Moderne Arbeitswelten“ und in der Ausgabe 2017/2018 um die „Berufliche Bildung“. Das Fokusthema zieht sich wie ein roter Faden durch den Bericht. Mal stellt ein Blitzlicht eine Veranstaltung dazu vor, vermittelt ein Hintergrundbericht Wissen oder ein Standpunkt die Meinung der Chemie-Arbeitgeber zu diesem Thema.

Das Titelbild: Der erste Eindruck zählt

Das Titelbild der Quintessenz 2017/2018 mit dem Fokusthema „Berufliche Bildung“.

Mut zu einem „anderen“ Titelbild war fast die größte Herausforderung bei der Neukonzeption des Jahresberichts. Bislang weilte dort stets eine Momentaufnahme eines Events oder ein Blick auf das neue Verbandsgebäude. Nicht gerade modern und einladend. Doch gerade das Titelbild ist ein zentrales Element, dient es doch dem ersten Eindruck. Schnell fällt der (potenzielle) Leser ein Urteil: gut, schlecht, amüsant oder langweilig — und schon ist alles gelaufen. Der erste Eindruck entscheidet darüber, ob Interesse geweckt wird und die Bereitschaft entsteht, weiterzulesen. Daher sollte bereits das Titelbild Lust machen, durch die Seiten zu blättern und reinzulesen. Manchmal sagt ein symbolisches Bild mehr aus und weckt mehr Interesse als ein thematisch klar passendes Stockfoto.

Fazit

Geschäftsberichte sind nicht nur die Visitenkarte eines Unternehmens/Verbandes, sondern auch dessen Jahresringe. Sie eignen sich nicht nur für den externen Gebrauch, sondern auch für die eigenen Mitarbeiter. Ein gut gemachter Bericht zeigt ihnen, dass sie stolz auf ihren Arbeitgeber sein können und dass ihre Leistung honoriert wird. Auch potenziellen Mitarbeitern kann man einen schönen und aussagekräftigen Bericht vorlegen und einen entsprechend positiven Eindruck hinterlassen.

Selbst wenn der Jahresbericht bereits nach 365 Tagen ins Archiv wandert, er hat zu viel Potenzial und einen zu großen Nutzen, um nicht bestmöglich inhaltlich und optisch gestaltet zu werden.

Quintessenz2017

 

Quintessenz2018

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