Den Nachwuchs für Naturwissenschaften begeistern

Gut ausgebildete und qualifizierte Fach- und Führungskräfte sichern die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Da es die meisten Schulabgänger nach wie vor in die kaufmännischen und kreativen Berufe zieht, kann die chemisch-pharmazeutische Industrie nicht früh genug damit beginnen, junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern. Zahlreiche Chemie- und Pharmaunternehmen engagieren sich deshalb gezielt im Bereich der frühkindlichen Bildung und legen somit einen Grundstein für das spätere Interesse. Auch HessenChemie setzt sich seit vielen Jahren gemeinsam mit Partnern dafür ein, bei Kindern den Spaß an Naturwissenschaften zu wecken. Zum einen durch die spielerische Förderung des Forschergeistes der Kleinen, zum anderen durch die Vermittlung eines spannenden Unterrichts in den Naturwissenschaften an Lehrkräfte und Betreuer.

Chemiekiste

Ein Baustein ist die Chemiekiste „Feuer, Wasser, Luft“, die wir gemeinsam mit dem VCI Hessen interessierten Grundschulen in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Unternehmen 3-up zur Verfügung stellen. Sie beinhaltet eine umfangreiche Ausstattung an Materialien und Werkzeugen für 40 Experimente, die sich sowohl für Gruppenarbeiten als auch für das Experimentieren einzelner Kinder eignen. Für Klassen, die ganz viel Spaß am Experimentieren haben, steht inzwischen noch eine Aufbaukiste für Fortgeschrittene zur Verfügung. Die Kisten sind für Gruppen von maximal 20 Kindern geeignet und haben einen Wert von 270 Euro. Mit der Übergabe der Chemiekiste ist eine kostenlose Schulung für zwei Lehrkräfte verbunden. 2019 erhielten 40 hessische Schulen eine solche Kiste.

Chemiekiste „Feuer, Wasser, Luft“

Science Camps

Seit nunmehr 15 Jahren bieten die Chemieverbände Hessen – HessenChemie und VCI Hessen – in Kooperation mit two4science aus Darmstadt Science Camps für Kinder von 6 bis 12 Jahren und Forscherwerkstätten für Familien an. Unter Anleitung von Naturwissenschaftlern und Pädagogen lernen die Kinder naturwissenschaftlichen Phänomenen und Alltagstechnik auf den Grund zu gehen. Dabei erleben sie, wie bedeutsam naturwissenschaftliche Erkenntnisse und technische Errungenschaften für ihren Alltag sind.

Die Science Camps gibt es in verschiedenen Varianten. Diese reichen von dreistündigen Workshops bis zu mehrtägigen Ferienspielen. Beteiligen können sich auch die Mitgliedsunternehmen der Verbände: als Mitveranstalter oder als Anbieter einer qualitativ hochwertigen Ferienbetreuung exklusiv für die Mitarbeiterkinder.

Bei Kindern braucht es nicht viel, um Forschergeist und Spaß zu fördern. Foto: Arne Landwehr

Highlights 2019

Seit dem Jahr 2005 haben über 7.400 Kinder in 400 Science Camps experimentiert. 2019 konnte der Evonik-Standort in Hanau sein 10-jähriges Engagement feiern. Bei Röhm in Darmstadt fand erstmalig das Science Camp advanced für 12-14 Jährige zur frühen Berufsorientierung statt. Und Sanner in Bensheim lud erstmalig am Standort zum Experimentieren ein.

Ebenso beeindruckend sind die Zahlen für die Forscherwerkstätten. Seit dem Jahr 2009 experimentierten hier mehr als 10.000 Teilnehmer in 28 Veranstaltungen. 2019 lud Merck in Darmstadt erstmalig Mitarbeiter und ihre Familien zu „Curious Families“ ein und in der EXPERIMINTA in Frankfurt durften Familien einen Nachmittag lang nach Herzenslust experimentieren.

ExperimenteHoch3

Weil ein spannender Unterricht das A und O ist, um das Interesse der Kinder an Naturwissenschaften zu wecken, richten wir in Kooperation mit dem VCI Hessen und dem hessischen Kultusministerium die Fortbildungsveranstaltung Experimente³ an. Sie richtet sich an Lehrkräfte aus Grundschulen und Personen aus Ganztag und Betreuung. Workshops, Vorträge sowie zahlreiche Mitmachangebote und Infostände bieten den Teilnehmern zahlreiche Möglichkeiten, sich weiterzubilden und Impulse für die Arbeit zu aufzunehmen.

Einen Nachmittag lang experimentierten über 200 Lehrkräfte und Betreuer unter Anleitung von Wissenschaftlern nach Herzenslust und sammelten so vielfältige Anregungen für den Unterricht. Foto: Arne Landwehr


Mehr Infos auf www.hessenchemie.de/nachwuchsfoerderung

Veröffentlicht in HessenChemie

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