Grundschullehrer nehmen bei „Experimente hoch 3“ Casino-Saal an der Goethe-Universität ein

Der Zauber von Seifenbasen

Der Zauber von Seifenblasen

An dem einen Tisch wird laut gejubelt, am anderen platzt ein Luftballon. An anderer Stelle fliegen Seifenblasen durch die Luft. Ein reges Treiben beherrscht am letzten Samstag im September das Casino der Goethe-Universität in Frankfurt. Denn 200 Grundschullehrer haben den großen Saal eingenommen, um an zehn verschiedenen Experimentier-Baustellen auszuprobieren, wie sie mit Rotkohl Bilder malen können oder aus Zeitungspapier und Strohhalmen hohe Bauwerke erschaffen können. Die Chemieverbände Hessen hatten zusammen mit dem hessischen Kultusministerium zum vierten Mal zum Forschertag – Experimente hoch 3 – am Campus der Universität eingeladen. Hessens Kultusminister Professor Dr. R. Alexander Lorz übernahm erneut die Schirmherrschaft.

Dirk Meyer, Hauptgeschäftsführer Arbeitgeberverband HessenChemie, dankte den Lehrern, sich an einem freien Tag für den Unterricht zu engagieren. Er las aber gleichzeitig aus der ausgebuchten Veranstaltung ab, dass es einen Bedarf an naturwissenschaftlicher Bildung auch an Grundschulen und in der Ganztagbetreuung gibt. „Mit dem Erforschen von Alltagsphänomenen legen Sie den Grundstein für lebendige Naturwissenschaften und motivieren Schülerinnen und Schüler, sich intensiv und vielleicht ausdauernd mit Naturwissenschaften und Technik auseinanderzusetzen“, betonte er eingangs. Deswegen engagierten sich die Chemieverbände gerne mit vielen Projekten im Bildungsbereich.

Experimentier-Stationen vermitteln fachliches Wissen und didaktische Kompetenzen

Experimente hoch 3 bot sich in der vierten Runde in einem neuen Gewand: Zwischen zehn verschiedenen Stationen konnten sich die Teilnehmer entscheiden, an welcher sie experimentieren und ihrem Forscherdrang nachgehen wollen. An den Tischgruppen wurden dann schließlich konzentriert, aber ausgelassen Lavalampen aus Salz, Wasser und Essig hergestellt oder Rennautos aus Luftballons und Korken und Pappe gebaut. Währenddessen schaute Kultusminister Professor Dr. R. Alexander Lorz einigen Lehrkräften dabei über die Schulter. Er zeigte sich von der Fortbildungsbereitschaft der 200 Lehrer beeindruckt und dass sie sich an ihrem freien Tag Zeit dafür nehmen. „Ich freue mich besonders darüber, dass eine so hohe Begeisterung bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern besteht. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um auf die bei Kindern immer vorhandene Neugierde auf naturwissenschaftliche Themen zu reagieren“, sagte er.

Experimente hoch 3: Vom Staunen zur Neugier zum Lernen

Damit die Teilnehmer auch das nötige Fachwissen in die Praxis einbringen können, erhielten sie vorab von Prof. Dr. Peter Heiniger von der Pädagogischen Hochschule Thurgau didaktische Empfehlungen an die Hand. Er zeigte anschaulich auf, wie Lehrer ihre Schüler „Vom Staunen zur Neugier zum Lernen“ ermuntern können. Dabei erläuterte der Professor, welche Kriterien für einen erfolgreichen naturwissenschaftlichen Unterricht in der Grundschule bedeutsam sind.

Gemeinsames Staunen an den Experimentierstationen

Gemeinsames Staunen an den Experimentierstationen

Praktisch umsetzen konnten die Teilnehmer das dann an den Experimentier-Stationen, an denen sie erarbeiteten, welche fachlichen und überfachlichen Kompetenzen sie bei ihren Schülern fördern können. Das Konzept des Forschertages sieht vor, dass die Lehrkräfte die Experimente direkt im Schulalltag umsetzen können. „Die Teilnehmer aus den Grundschulen können sich von neuen Ideen inspirieren lassen, ihr Hintergrundwissen erweitern und die erprobten Versuche bereits morgen im Unterricht einsetzen“, erklärte Gregor Disson, Geschäftsführer des Landesverband Hessen im Verband der Chemischen Industrie (VCI Hessen). Auch der Austausch mit den Kollegen beim gemeinsamen Experimentieren werde gefördert und zeige, dass naturwissenschaftliche Aufgabenstellungen fächerübergreifend eingesetzt werden können.

Seit über 20 Jahren unterstützen die Chemieverbände Hessen das Engagement für gute Bildung in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Mit „Experimente³“ setzen sich die Projektpartner HessenChemie, VCI Hessen und das Hessische Kultusministerium für die Förderung von Kindern im Bereich Naturwissenschaften und Technik ein.

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Die Autorin

Frauke Blech ist seit April 2017 Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Arbeitgeberverband HessenChemie. Zuvor war sie als Wirtschaftsredakteurin tätig und schrieb Artikel für ein Mitgliedermagazin. Das redaktionelle Handwerkszeug eignete sie sich in einem Volontariat bei einer Tageszeitung in Norddeutschland an, das sie anschließend als Redakteurin vertiefte. Germanistik und Politikwissenschaften studierte sie an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg.

Veröffentlicht in HessenChemie

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