Organisationen der Zukunft: Eine menschliche Schlussfolgerung

Was ist das Problem, auf das Management die Antwort ist? Die Antwort auf diese Frage hat sich nach Managementexperte Gary Hamel radikal gewandelt, woraus er den Schluss zieht: Die Organisation der Zukunft benötigt mehr von den (besten) Werten und Prinzipien die das World Wide Web auszeichnen.

Bei Monty Phyton  hätte es geheißen: Und nun zu etwas völlig anderem. Das trifft auf dieses Video im Rahmen unseres Demografie-Blogs nur zum Teil zu, denn Gary Hamel spricht hier zwar in erster Linie über die Neuerfindung von Management (gestützt durch eine Mörderpräsentation). Bei der Frage jedoch, wie die nachindustrielle Evolution von Management auszusehen hat, ist er nahe bei dem was mir und diesem Blog ein Anliegen ist: Die Fähigkeiten und Ressourcen von Menschen in Organisationen neu zu denken. 16 kurzweilige Minuten, für die knapp 80.000 Klicks bei You Tube zu wenig sind!

 

 

Um was geht es (für jene die keine 16 Minuten erübrigen können)? Hamel geht zunächst in die Geschichte um zu zeigen, dass sich die in Organisationen ‚organisierten‘ Menschen seit 1890 exponentiell vervielfacht haben. Das Management mit seinen Prinzipien, Methoden und Tools war zu Zeiten der Industrialisierung die Erfindung, welche die produktive Zusammenarbeit all dieser Menschen möglich machen sollte.

Verabschiedung von veralteten Management-Rezepten

Heute ist die Rolle des Einzelnen in der Organisation eine völlig andere, die tayloristische Fließbandarbeit ein Relikt, weshalb die traditionellen Rezepturen des Management, so Hamel, vor dem Aus stehen:

Flexible Organisationsformen

1. Denn wir leben in einer Welt des rasanten Wandels.  Dieser kann sowenig wie die Geschichte gestoppt werden, vielmehr müssen Menschen befähigt werden diesen Wandel gestalten zu können. Hergebrachte (im Sinne starrer, unflexibler) Strukturen scheitern vor dieser Herausforderung.

Innovation als Dauerzustand

2. Denn der „Hyper-Wettbewerb“ zwingt uns zu Innovationen: Es können immer weniger Monopolstrukturen errichtet, hohe Renditen, Margen oder Markteintrittshürden dauerhaft zementiert werden („You have to earn your place in the market every single day.“) Nur eine Kultur der dauerhaften Innovation bewahrt in diesem Umfeld vor Rückschritt.

Wissen als flüchtige Ware

3. Denn Wissen wird immer mehr zur Ware, zum Tauschgegenstand, zum Wirtschaftsgut: Wissen ist extrem fluide und verbreitet sich sehr schnell – sich über einen einmal erarbeiteten Wissensvorsprung zu differenzieren wird immer schwieriger. Wichtig ist daher nicht der aktuelle Wissensvorsprung, der bald wieder dahin ist, sondern wie schnell ein Unternehmen, eine Organisation neues Wissen generieren kann.

Organisationen der Zukunft: Eine menschliche Schlussfolgerung

Die Management-Schlussfolgerung aus diese Herausforderungen? Organisationen die fit für die Zukunft sind, sind fit für die Menschen, die darin arbeiten. Mehr dazu im Video…