Ein Fotoalbum für Bewerber

Bei einer Besprechung unserer (alten) Stellenanzeige haben wir ordentlich auf die Mütze gekriegt. Grund genug für uns diese völlig zu überarbeiten und auch ein ‚Fotoalbum für Bewerber‘ einzurichten.

Ein Seminar für die HessenChemie zu leiten ist nicht immer ein Spaß. Vor allem dann nicht, wenn unsere Mitgliedsunternehmen die Gunst der Stunden nutzen, uns zu bewerten, wie mit unserer Stellenanzeige geschehen. Unser altes Exemplar war schon seit einigen Jahren in Gebrauch und auf der Agenda unseres Employer Branding-Workshops der DEBA steht immer wieder die kritische Diskussion der mitgebrachten Anzeigen. Um es kurz zu machen: Wir haben kräftig rote Punkte kassiert, wobei Rot für nix Gutes steht – eher für Schlusslicht oder schlechteste Anzeige im Rennen.

 

Für diese exemplarische Anzeige haben wir von unseren Mitgliedsunternehmen ein schlechtes Zeugnis bekommen.

 

Rote Laterne bei der Stellenanzeige

Das schöne an der Position als Schlusslicht ist jedoch, dass man viel Raum hat sich zu verbessern! Eine dieser – wie wir hoffen –  Verbesserungen möchte ich hier teilen; im Grunde ist es ein Fotoalbum, das wir in unsere Stellenanzeige eingebunden haben. Einer der Kritikpunkte an unsere alten Ausschreibung war nämlich, dass diese textlastig war, die Beschreibungen distanziert wirken – wie wir uns nicht sehen – und wenig Fühlung für den Arbeitgeber und die Verhältnisse vor Ort vermittelten. Unklar blieben dabei solche, teil sehr handfesten, Fragen:

 

  • Ist das ein moderner oder altbackener Verband?
  • Sind die Kollegen sympathisch?
  • Wo kann ich in der Nähe zum HessenChemie Campus ein Brötchen essen?
  • Welche unterschiedlichen Events hat die HessenChemie?
  • Wie ist Wiesbaden so als Stadt?

 

‚Klar‘ hingegen war, dass wir aussagekräftige Bewerbungen erwarten oder  als Verband Mitgliedsunternehmen und deren Interessen vertreten. Viel von dem sparen wir uns heute (für Versatzstücke dieser Art gibt es auch ein eigenes Bullshit-Bingo).

Drei Fotoalben hinter der Stellenazeige

Um die obigen Fragen anschaulich zu beantworten, haben wir uns daher einen Pinterest-Account zugelegt und für Bewerber dort drei Alben erstellt (‚Wo wir arbeiten‘, ‚Unsere Umgebung‘, ‚Unsere Events‘; nochmals Danke an Axel Haitzer – unseren Quergeist – für diese Idee). Jedes dieser Alben sagt hoffentlich mehr als viele Anzeigenworte und wurde von uns zusätzlich kurz kommentiert.

 

Pin in Pinterest

 

Über die Phrase ‚Einen Einblick in unsere Welt erhalten Sie unter www pinterest com /hessenchemie‚ stellen wir die Verbindung zwischen unserer aktuellen Stellenanzeige und dem Online-Fotoalbum her. (Der Lesetipp aus dem Mats Blog widmet ein paar weitere Überlegungen und (angelsächsische) Beispiele dem Einsatz von Pinterest für das Personalmarketing.)

Welchen Eindruck haben Sie nun von uns? Sie meinen, zu Ihrer Organisation passt ein solches Fotoalbum nicht? Was würden Sie als Bewerber denken?