Die Arbeitswelt von morgen – Trends, Hype und Realität

titelbild_wigspr1Arbeitsleben 3.0 oder doch schon Arbeitsleben 4.0 (in Anlehnung an die 4. industrielle Revolution) – ab wann ist morgen, was versteht man darunter und vor allem, was hat das für Auswirkungen auf unsere heutigen Entscheidungen? Diese Frage diskutierten auf den diesjährigen Wiesbadener Gesprächen zur Sozialpolitik des AGV HessenChemie Experten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ging es mit dem Vortrag von Prof. Dr. Hannes Utikal von der Provadis School of International Management and Technology AG eher um die Auswertung einer Studie und die daraus folgende wissenschaftliche Einsicht: „Welche Megatrends beeinflussen zukünftig die Chemie- und Pharmaindustrie?“, stellte Michael Schikorra von IBM Deutschland in einem Interview mit Dr. Norbert Lehmann vom ZDF „Neue Formen der Zusammenarbeit und ihre Auswirkungen im Unternehmensalltag“ am Beispiel des von ihm geführten Bereiches Social Business & Collaboration Solutions vor. Herr Schikorra vermittelte sehr unterhaltsam, dass sich die Unternehmen in Zukunft an die Kommunikationsgewohnheiten der Mitarbeiter anpassen werden und nicht umgekehrt. In immer stärker entgrenzten Arbeitswelten ist vernetztes Arbeiten nur die konsequente Weiterführung dieser Logik auf fachlicher Ebene. Hier sind es dann nicht mehr (nur) soziale Netzwerke, sondern firmeninterne oder projektbezogene Netzwerke oder die Einbeziehung neuer Arbeitsweisen wie des agilen Projektmanagements.

Eine wunderbare Zusammenfassung zu diesem Thema gab es von Dr. Josephine Hofmann, Leiterin das Competence Center Business Performance Management des Fraunhofer IAO. Trends, Hype und Realität mit Rückblicken zum schmunzeln (so wurde Herr von Pierer in seiner Funktion als Chef von Siemens zitiert: „Ein papierloses Büro ist genauso weit weg wie das papierlose Klo.“), Wahrnehmungen z.B. zum demografischen Wandel (die gesellschaftliche Grundwahrnehmung beim Thema „älterer Arbeitnehmer“ muss sich wandeln vom Problem hin zur Chance) sowie den Möglichkeiten zur Realisierung der vorgestellten Trends. Als wesentliche Botschaft brachte Frau Dr. Hofmann in ihrem Vortrag zum Ausdruck, dass die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung proportional mit dem Verständnis steigt, dass es sich nicht nur um Technologieprojekte handelt, sondern die Mitarbeiter mit ihrer Motivation, ihrem Können und ihrer Leistung existenzieller Bestandteil des Gelingens ist.

 

Jürgen FunkAutor dieses Beitrages ist Jürgen Funk. Er ist Geschäftsführer Kommunikation und Bildungspolitik im Arbeitgeberverband HessenChemie.

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