Die Zeiten ändern sich! Sie sich auch?

Gleich zwei Megatrends sind zu beachten, wenn man sich heute mit dem Thema Ausbildungsmarketing befasst. Zum einen der demografische Wandel und zum anderen die veränderten Kommunikationsformen im Zeitalter von Web 2.0 und Social Media.

In Zukunft werden weniger junge Menschen als Bewerber zur Verfügung stehen. Der Wettbewerb um den geeigneten Nachwuchs wird sich verschärfen, der Aufwand, die geeigneten Kandidaten zu finden, zunehmen. Gleichzeitig ist die heutige Schülergeneration mit Facebook und Co. aufgewachsen und daher kaum noch über klassische Anzeigenschaltungen oder das Schwarze Brett in der Schule erreichbar.

Ein erstes Betätigungsfeld für Unternehmen stellt die eigene Website dar. Denn unabhängig davon, wo der Bewerber ein entsprechendes Stellenangebot findet, wird er sich immer auch auf der Karriereseite eines Unternehmens umschauen. Und hier geht es nicht darum, sich mit dem Produktions- und Leistungsspektrum des (zukünftigen) Unternehmens auseinander zu setzen, sondern herauszufinden, ob der Bewerber es mit einem attraktiven Arbeitgeber zu tun hat. Je ansprechender und informativer die Website, umso wahrscheinlicher ist es, dass sich der Kandidat tatsächlich auch bewirbt.

Ein weiterer interessanter Ansatz stellt die Veröffentlichung von Ausbildungsstellen auf Schulwebsites dar – eine Alternative zu Aushängen von Stellen am Schwarzen Brett. Zusätzlich erhöhen regionale Online-Plattformen die Reichweite des Stellenangebotes. Darüber hinaus kann ein Unternehmen die eigene Karriereseite mit einer Marketing- bzw. Verbandsplattform verlinken, auf denen bereits alle wichtigen Berufsbilder der Branche dargestellt werden. Hier können sich Unternehmen dauerhaft und suchmaschinenoptimiert präsentieren. Man könnte – wenn da nicht das Zeitproblem wäre!

Einen guten Ansatz bietet die neue Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt“ der Chemiearbeitgeberverbände. Eine internetbasierte Technologie bündelt und verwaltet zentral alle ausbildungsrelevanten Themen. So werden bspw. Stellenanzeigen, Berufsbilder oder Bewerbungstipps dort präsentiert, wo die Zielgruppe die potenziellen Auszubildenden vertreten ist: im Internet und den sozialen Netzwerken.

Ein besonderes Tool ist die Ausbildungsplatzbörse, von der nicht nur Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach freien Ausbildungsplätzen profitieren. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Aktivitäten bei der Ausschreibung offener Ausbildungsstellen effizient zu bündeln. Mit Hilfe eines Cotrol-Centers kann eine Vielzahl von Veröffentlichungskanälen (z.B. Arbeitsagentur, regionale Jobbörsen, Verbandsseiten, Schulhomepages) gleichzeitig bedient werden. Damit lassen sich Zeit und kosten sparen. Und nicht nur das: Die Unternehmen präsentieren sich auf der Kampagnenseite und vielen weiteren Internetportalen modern und professionell, auf Wunsch sogar im eigenen Corporate-Design.

 

Jürgen FunkAutor dieses Beitrages ist Jürgen Funk. Er ist Geschäftsführer Kommunikation und Bildungspolitik im Arbeitgeberverband HessenChemie.

Veröffentlicht in Demografie, Fachkräftegewinnung
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