Unternehmen Mensch

Der demografische Wandel ist auch eine Chance für die Betriebe, um zukünftig die passenden Fachkräfte für sich zu gewinnen. Wir stellen ein Unternehmen aus Rheinhessen vor, in welchem Mitarbeiter und eine passende Strategie die Fachkräfte sichern.

Sie sind jung und begehrt. Die Auszubildenden und Studierenden in Deutschland werden von den Unternehmen zunehmend umworben und gelockt. Viele kleine und mittelständische Betriebe (KMUs) ergeben sich jedoch zu schnell vor einer gefühlten Übermacht der Konzerne. Doch ist das der falsche Weg. Vielmehr sollten die Unternehmen die eigene Sichtbarkeit in der Region überprüfen.

Das Betriebsklima ist wichtiges Kriterium

Aus der im Oktober 2013 veröffentlichten Studie der Hochschule Osnabrück geht hervor, dass das mit Abstand wichtigste Merkmal für die Studierenden bei der Beurteilung eines Unternehmens als Arbeitgeber das Betriebsklima ist. Wer der demografischen Entwicklung begegnen will, sollte hier ansetzen:

„90% der befragten Studierenden sagen, dass ein gutes Betriebsklima ihnen bei einem potenziellen Arbeitgeber sehr wichtig sei. Diese hohe Wertung macht deutlich, wie wichtig das innerbetriebliche Arbeitsumfeld aus Sicht der Bewerber ist. Anhand des Betriebs- oder Arbeitsklimas können meist auch Rückschlüsse auf die gesamte innerbetriebliche Situation gezogen werden, z.B. auf den Umgang zwischen Vorgesetzen und Mitarbeitern oder der Kollegen untereinander“ (vgl. v. g. Studie, S. 5)

Mitarbeiter als Botschafter

Das hat das Unternehmen Budenheim im gleichnamigen rheinhessischen Ort für sich umgesetzt. Das Chemie-Unternehmen hat erkannt, dass der wirtschaftliche Erfolg wesentlich von den Mitarbeitern abhängt: „Ihrem Können, ihrer Zufriedenheit, ihrer sozialen Kompetenz“. Der Anspruch der Unternehmensleitung und der Mitarbeiter ist es, das Leben der Menschen immer ein kleines bisschen besser zu machen und dies mit Freude zu tun. Damit werden die Menschen am Standort zu Botschaftern. Sie erzählen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse im Freundes- und Bekanntenkreis und sorgen somit für eine höhere Sichtbarkeit in der Region. Junge Menschen werden neugierig und interessieren sich für die Angebote. Und auch hier hat das Unternehmen eine passende Strategie.

Talent-Management bei der Chemischen Fabrik Budenheim

Seit 2011 liegt eine Strategie auf dem Tisch, die der Demografie-Falle gegensteuert. Die Lösung heißt: Strukturierte Nachfolgeplanung und Talent-Management. Das Konzept ist Teil des landesweiten Projekts „Lebensphasenorientierte Personalpolitik“.

„Wir analysieren unsere Schlüsselpositionen und entscheiden: Wo müssen wir kurzfristig und wo langfristig für Nachfolge sorgen?“, erklärt Eichborn, zuständig für das Personalmarketing.

Wichtig ist dabei auch der Mix beim Lebensalter. So plant Budenheim, die Stellen sowohl mit erfahrenen Fachkräften als auch mit jungen Hochschulabsolventen neu zu besetzen. Das betrifft nicht nur die Chemie-Berufe. Auch Menschen mit einer technischen Ausbildung haben große Chancen im Unternehmen.

Perspektiven bieten: Weiterbildung in der Chemie

Quelle: BudenheimIm gesamten Unternehmen soll der Talente-Pool den Folgen der demografischen Entwicklung entgegenwirken. Eine hohe Ausbildungsquote, Wissenstransfer und Weiterbildung sind dabei wichtige Instrumente. Und die Mitarbeiter fühlen sich pudelwohl. So wie die junge Mitarbeiterin Esther Sauer. Bei dem Phosphat-Spezialisten in Rheinhessen hat sie bereits ihre Ausbildung absolviert und studiert nun seit 2011 Industrie-Chemie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Sie und die anderen jungen Auszubildenden schätzen die Weiterbildungsmöglichkeiten in Budenheim. Es gibt Seminare, Schulungen und sogar Sprachkurse. Denn die Chemische Fabrik Budenheim will dem Nachwuchs eine Perspektive bieten, um ihn zu halten. Personaler Eichborn ist zuversichtlich. Nicht ohne Grund: Budenheim hat sich lokal einen Namen gemacht und zieht junge Leute an.

Eine branchenweite Übersicht über die Weiterbildung, wie das duale Studium, gibt der Berufskompass ChemieMehr Beiträge über die Chemische Fabrik Budenheim unter www.chemie-azubi.de…

Zum Autor

Tobias GöpelTobias Göpel ist seit 2008 Pressesprecher der Chemieverbände Rheinland-Pfalz. Er verantwortet dort die klassische Pressearbeit sowie Social Media und Ausbildungsmarketing. Der studierte Pädagoge war zuvor als Offizier in der Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr tätig. Er betreibt zwei Blogs unter www.chemie-azubi.de und www.dahinter-stehen-wir.de

Veröffentlicht in Demografie, Employer Branding, Gastbeiträge
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