An Tagen wie diesen…

Schon wieder so ein Tag: Earth day. Vor einiger  Zeit Earth hour, nun ein ganzer Tag. Mich erinnern diese Tage immer auch etwas an den Muttertag und einen Satz meiner Mutter: „Wer nur am Muttertag an seine Mutter denkt, kann sich den einen Tag auch schenken.“ 364 Tage im Jahr und nur an einem an die Mutter denken? Das wäre schon etwas komisch. Und mit der Erde? Ein Erd-Tag und nur einmal im Jahr wird an die Erde und ihre Bedeutung für das Leben gedacht? Auch das wäre etwas komisch.

Dennoch haben diese Tage etwas für sich: die Mutter, die sich (es muss ja nicht unbedingt ein bestimmter Tag sein) über eine Aufmerksamkeit (beispielsweise Blumen) freut oder ein Earth Day an dem seit 1970 weltweit mit verschiedenen Aktionen auf die Sinnhaftigkeit von Umweltschutz und Ressourcenschonung aufmerksam gemacht wird. Jeder einzelne kann die ökologischen Auswirkungen beeinflussen: Strom sparen, unnötige Autofahrten vermeiden, Lebensmittelverschwendung vermeiden und so weiter und so fort. „Kleinvieh macht auch Mist“, sagt man und so ist es auch mit dem Ressourcenverbrauch.

Wie so oft, zählen auch hier nicht nur die großen Dinge, sondern auch die kleinen Beiträge spielen eine Rolle. Öfter mal das Licht ausmachen (wie beispielsweise zur Earth hour). Bewusster einkaufen, um weniger Lebensmittel wegwerfen zu müssen (und dabei auch noch Geld zu sparen). Oder einfach mal das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen (Bewegung ist gesund und frische Luft tut gut).

Das gilt auch für die Arbeitswelt: auch hier geht es um Ressourceneffizienz, Umeltschutz und gute Ideen, die im Kleinen wie im Großen kontinuierlich an daran arbeiten, besser zu werden. Wie hier zum Beispiel die Teilnehmer des Responsible Care-Wettbewerbs des Verbands der Chemischen Industrie (VCI).


Chemie³-Nachhaltigkeitspreis 2.0: ein Thema für 2017?

In Hessen arbeiten die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie, der VCI Hessen und der Arbeitgeberverband HessenChemie an der Umsetzung der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ in Hessen. Um auch junge Menschen in den Betrieben für das Thema Nachhaltigkeit zu begeistern und zu einer Beschäftigung mit den Themen zu motivieren, haben die drei Partner im Jahr 2015 zum ersten Mal Auszubildende mit einem Nachhaltigkeitspreis. Mit kreativen Ideen hatten sich die Jugendlichen mit dem Thema und der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ auseinandergesetzt (wie hier zu sehen ist). Da der Preis nun alle zwei Jahre ausgelobt werden soll, haben die Chemie³-Allianzpartner nach einem neuen Thema gesucht. Gemeinsam mit Jugendlichen aus hessischen Betrieben der chemisch-pharmazeutischen und kunststoffverarbeitenden Industrie wurde deshalb am vergangenen Samstag bei Brötchen und Kaffee und später bei einem guten Mittagessen gebrainstormt.

Fair Trade, die Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette, die eigenen Karrieremöglichkeiten, Innovation, Qualifizierung, Umwelt oder die Digitalisierung waren nur wenige der Schlagworte um die herum dann nach einem Thema für die neue Ausschreibung des Nachhaltigkeitspreises gesucht wurde. Wie könnte ein spannendes Thema für den Nachhaltigkeitspreis aussehen?

Am Ende des Tages konnten sich alle Teilnehmer auf ein Thema einigen. Natürlich wird es noch nicht verraten. Nur so viel: auch 2017 wird wieder nach kreativen und spannenden Nachhaltigkeits-Ideen gesucht!

Im Jahr 2015 hatte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir die Schirmherrschaft für den Chemie³-Nachhaltigkeitspreis übernommen. Im Rahmen der Preisverleihung verlieh Tarek Al-Wazir den Siegern persönlich die Preise und würdigte diese in einer Laudatio. Die Preisverleihung fand in der Wiesbadener Kletterhalle „Nordwand“ statt und bot den Teilnehmern im Anschluss an den offiziellen Teil die Möglichkeit sich am Hochseilgarten, dem Bogenschießen oder eben der Kletterwand auszuprobieren.


Gerechte Bezahlung: Wie kann Entgeltgleichheit von Männern und Frauen gelingen?

Zwischen Männern und Frauen gibt es einen vermeintlichen Einkommensunterschied. Focus online schreibt zum Beispiel vom „Mythos Gehaltsunterschied? Ökonomen behaupten: Es gibt keine Lohnlücke zwischen Männern und Frauen“. Am sogenannten Equal Pay Day soll auf diesen Unterschied hingewiesen werden. Bei Lichte betrachtet, wird das Einkommen von Frauen und Männern von vielen Faktoren beeinflusst. Und welche Instrumente gibt es, um diese Faktoren zu beeinflussen? Ein unterschätztes Instrument hierfür sind die Tarifverträge der chemischen Industrie, in denen die Entgelte tätigkeitsbezogen und geschlechtsneutral festgelegt werden.

Es geht auch um die Chancengleichheit von Männern und Frauen. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) schreibt hierzu: „Die Verwirklichung von Chancengleichheit von Frauen und Männern ist eng mit einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie für beide Geschlechter verbunden. Die Chemie-Arbeitgeber haben die Bedeutung einer auf Familienfreundlichkeit und Chancengleichheit ausgerichteten Personalpolitik frühzeitig erkannt.“ (Position zu Chancengleichheit des BAVC).

Mit dem Audit berufundfamilie, dessen Zertifikat der Arbeitgeberverband HessenChemie 2006 als bundesweit erster Arbeitgeber erhalten hat, geht HessenChemie mit gutem Beispiel voran. Darüber hinaus unterstützt der Verband seine Mitglieder bei der Umsetzung einer familienbewussten Personalpolitik.

Ein wichtiger Baustein für die Chancengleichheit und eine gleiche Bezahlung von Frauen und Männern sind die von den Sozialpartnern abgeschlossenen Tarifverträge. Tarifverträge garantieren eine tätigkeitsbezogene und damit eine geschlechtsneutrale Bezahlung der Tarif-Mitarbeiter. Wie aber kommt dann der Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern zustande? Im Folgenden sollen drei wichtige Faktoren in der Erwerbsbiografie von Frauen eingegangen werden, die sich auf die Bezahlung auswirken: die Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit, Teilzeitarbeit und die Berufswahl von Frauen und Männern.

Kinder kommen und sie bleibt zu Hause

Frauen und Männer sind gleichberechtigt, aber nicht in allen Eigenschaften gleich. Entscheiden sich Mann und Frau für ein Kind, bleiben häufiger die Frauen zu Hause, um sich um die Familie zu kümmern. Männer hingegen gehen dann weiter ihrer Beschäftigung nach. Das Einkommen des Mannes wird für die Familie genutzt: um Lebensmittel zu kaufen, für das Auto, das Kind, Urlaub und andere Dinge. Die Frau aber unterbricht ihre Erwerbstätigkeit. Was für die Familie und das Kind schön und wünschenswert ist, führt für denjenigen, der zu Hause bleibt, zu einem geringeren Einkommen. Der Grund hierfür sind die wahrgenommenen oder eben nicht wahrgenommenen Karrierechancen.

Entscheidend ist hier der Faktor der Zeit der Erwerbstätigkeit bzw. die Dauer der Unterbrechung. Diese wirkt sich auf die Bezahlung von Frauen (die zu Hause geblieben sind) aus. Diskriminierung? Eher nicht, vielmehr kommt es auf die individuell getroffenen Entscheidungen der Frauen an, für die Familienverantwortung zu Hause zu bleiben. Geeignete Unterstützungsangebote der Familien, beispielsweise durch Angebote zur Kinderbetreuung oder Ganztagsschulen, könnten zu einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie führen.

Familienarbeit vs. Erwerbsarbeit: mehr Teilzeit

Ist das Kind dann da und etwas größer, entscheiden sich Frauen häufiger für eine Teilzeitstelle als für eine volle Erwerbstätigkeit. Klar, das Kind zu Hause soll/will ja auch betreut werden. Wieder sind es häufiger die Frauen, die für die Familienverantwortung mehr Zeit zu Hause (also bei unbezahlter Familienarbeit) und weniger Zeit für Erwerbsarbeit aufbringen. Im direkten Entgeltvergleich mit vollzeitbeschäftigten Männern schneiden die Frauen dann wieder schlechter ab: selbst bei gleicher Bezahlung pro Stunde, bekommen die Frauen am Monatsende weniger überwiesen als Männer. Diskriminierung? Bei gleicher Tätigkeit und gleicher Bezahlung pro Stunde liegt auch hier keine Diskriminierung vor. Der Einkommensunterschied entsteht durch die geringere Anzahl an Arbeitsstunden, die verrichtet werden. Bei gleicher Stundenanzahl hätten die Frauen ein genauso hohes Einkommen wie ihre männliche Vergleichsgruppe.

Berufe für Frauen und Berufe für Männer?

Häufig ist die Rede von Frauenberufen (Erziehung, Pflege, etc.) und typischen Männerberufen (technische Berufe, Mathematik, Informatik). Natürlich gibt es keine Berufe, die typisch oder spezifisch für ein Geschlecht wären in dem Sinne, dass Männer oder Frauen grundsätzlich für den einen Beruf besser geeignet wären als für den anderen. Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es aber bei der Berufswahl.

Frauen wählen tendenziell andere Berufe als Männer. Die technischen und naturwissenschaftlichen Berufe werden aufgrund ihrer Bedeutung für die Industrie und ihrer hohen Produktivität in der Regel besser bezahlt – und häufiger von Männern gewählt. Das Entgeltniveau in den tendenziell häufiger von Frauen gewählten Berufen ist im Vergleich oft niedriger. Die Entscheidung für oder gegen den Beruf beeinflusst das Einkommen. Was aber kann getan werden, um dem Vorwurf der schlechteren Bezahlung von Frauen gegenüber Männern entgegenzuwirken und für Chancengleichheit zu sorgen?

Der Tarifvertrag in der chemischen Industrie: tätigkeitsbezogen und geschlechtsneutral

In den Diskussionen zur Entgeltgleichheit von Frauen und Männern wird die Wirkung von Tarifverträgen unterschätzt: in Tarifverträgen werden u.a. die Entgeltgruppen und somit die Entgelte festgelegt. Die Eingruppierung in die Entgeltgruppen erfolgt anhand der ausgeübten Tätigkeit, also personenunabhängig und geschlechtsneutral. Für den Tarifvertrag in der chemischen Industrie ist es völlig egal, ob ein Mann oder eine Frau eine Tätigkeit ausführt. Entscheidend für die Bezahlung ist die Tätigkeit, nicht das Geschlecht. Die Kriterien hierfür werden anhand arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse festgelegt und sind somit nachprüfbar. Wird also nach einem Tarifvertrag bezahlt, garantiert dieser die Entgeltgleichheit zwischen Mann und Frau.

Schön und gut, wie aber schafft man es, dass Frauen MINT-Berufe wählen?

Frauen für technische Berufe zu begeistern und somit zu einer Angleichung der Entgelte und der Chancen zwischen Mann und Frau auf dem Arbeitsmarkt zu erreichen, kann durch eine gute und frühzeitige Berufsorientierung geschehen. Die technischen und naturwissenschaftlichen, also die in der Regel besser bezahlten Berufe, müssen für Frauen eine wirkliche Option bei der Berufswahl darstellen. Nicht immer muss es dabei eine Tätigkeit in einem technischen Beruf sein, auch andere Bereich in der entsprechenden Branche profitieren von den Tarifverträgen und dem jeweiligen Entgeltniveau.

Hierbei sind alle gefragt: Eltern, Lehrer und Unternehmen. Entsprechende Angebote für Mädchen und Frauen wie der Girl’s and Boy’s Day an dem Mädchen in „typische“ Jungs-Berufe reinschnuppern können (und umgekehrt), sind eine Möglichkeit. Aber es gibt viele weitere Möglichkeiten, schon frühzeitig auf diese Berufe hinzuweisen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Ausbildungskampagne der Chemie-Arbeitgeber „Elementare Vielfalt“.

Aus dem Beruf und wieder rein? Teilweise?

Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein weiterer Baustein, um Entgelt- und Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt zu fördern. Es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um die Karrieremöglichkeiten, die genutzt oder nicht genutzt werden können.

Frauen, die ihre Erwerbsbiografie für die Familienverantwortung unterbrechen, verzichten damit auch auf die Chancen des eigenen beruflichen Fortkommens. Anders ausgedrückt: den Weg bis in den Vorstand oder den Aufsichtsrat von Unternehmen zu finden ist ohne geeignete Angebot zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie deutlich schwieriger. Ein Ausbau des Kinderbetreuungsangebotes und Ganztagsschulen können die Frauen (und Familien) hier unterstützen. Die Karrieremöglichkeiten der Frauen würden so gestärkt und der statistische Entgeltunterschied – der stark von den beschriebene Faktoren abhängt – reduziert.

Übrigens: wenn die Frauen sich für Berufe in der chemischen Industrie entscheiden, sind diese häufiger in den höheren Entgeltgruppen zu finden als ihre männlichen Kollegen!

(weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserem Positionspapier zum Thema „Entgeltgleichheit – Tarifvertraglich garantiert“).


Kresse, elektromagnetische Strahlung und Begeisterung für MINT

Wie könnte man besser für Naturwissenschaften und die MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) begeistern als durch selbstständig durchgeführte eigene Projekte? Zum dritten Mal wurden am vergangenen Samstag bei InfraServ Wiesbaden die Projekte der Jugend-forscht-Teilnehmer von Jurys bewertet und anschließend vielen weiteren Besuchern präsentiert. Im Kalle-Haus, direkt am Biebricher Rhein-Ufer, war die Neugierde, aber auch die Aufregung der Teilnehmer zu spüren. Viel Mühe hatten sich sich bei der Gestaltung der Stände gegeben und sich überlegt, wie sie der Jury ihr Projekt vorstellen sollten. Doch was für Fragen würden die Juroren stellen? Würde das eigene Projekt überzeugen?

Florian Dick (zweiter v. r.), Preisträger des Sonderpreises "Bestes interdisziplinäres Projekt" in der Altersgruppe "Schüler Experimentieren" mit Ralf Erdt (erster v.l.) Wettbewerbsleiter Hessen-West bei der Preisverleihung, Ralf Erdt, Dennis Weber, InfraServ Wiesbaden (erster v.r.) und weitere Teilnehmer des Jugend-forscht-Wettbewerbs bei InfraServ Wiesbaden

Florian Dick (zweiter v. r.), Preisträger des Sonderpreises „Bestes interdisziplinäres Projekt“ in der Altersgruppe „Schüler Experimentieren“ mit Ralf Erdt (erster v.l.) Wettbewerbsleiter Hessen-West bei der Preisverleihung, Ralf Erdt, Dennis Weber, InfraServ Wiesbaden (erster v.r.) und weitere Teilnehmer des Jugend-forscht-Wettbewerbs bei InfraServ Wiesbaden; Foto: InfraServ Wiesbaden/ Arne Landwehr

Zwei Projekte überzeugten die Jugend-forscht Jury des Regionalwettbewerbs Hessen-West bei InfraServ in Wiesbaden aufgrund der Verbindung verschiedener Fachbereiche: Florian Dick erhielt die Auszeichnung für das „Beste interdisziplinäre Projekt“für die Untersuchung der „Auswirkungen von  Wlan-Strahlung auf das Pflanzenwachstum“.

Dem Jungforscher war aufgefallen, dass Wlan-Verbindungen und somit auch Strahlungen an immer mehr Stellen eingesetzt werden: in der Wohnung, Cafes, Zügen. Doch hatten diese Strahlungen Auswirkungen auf Pflanzen und andere Lebewesen? In seinem Experiment untersuchte er diese Frage anhand von schnell wachsender Kresse. Er verglich hierbei Kresse, die der Strahlung direkt ausgesetzt war und Kresse, die durch einen faradayischen Käfig abgeschirmt wurde.

Die Jury hob in ihrer Begründung für die Auszeichnung des Projekts die Verbindung von Biologie und Physik bei der Untersuchung elektromagnetischer Strahlungen. Florian Dick von der Rheingauschule in Geisenheim hat mit seiner Frage eine sehr aktuelles Forschungsfeld gewählt. Darüber hinaus hob die Jury die systematische Bearbeitung der Forschungsfrage hervor.

Jürgen Funk, Geschäftsführer bei HessenChemie, während der Laudation zum Sonderpreis "Bestes interdisziplinäres Projekt"

Jürgen Funk, Geschäftsführer bei HessenChemie, während der Laudation zum Sonderpreis „Bestes interdisziplinäres Projekt“; Foto: InfraServ Wiesbaden / Arne Landwehr

In ihrem Projekt zur „Experimentellen Optimierung eines Savonius-Darrieus-VAWT“, also der Optimierung eines Windrats mit senkrechtachsigem Rotor  zur Stromerzeugung, haben sich Jonas Rinnelt, Valentin Promies und Tobias Niehues beschäftigt. Sie wurden in der Altergruppe „Jugend forscht“ mit dem Preis für das „Beste interdisziplinäre Projekt“ ausgezeichnet.

Die Jury hob besonders das Zusammenspiel von Computertechnologie, Technik, Physik und Ingenieurswissenschaften hevor. So konnten die Jungeforscher ihren Rotor mit Hilfe eins 3D-Druckers selbst herstellen und mit verschiedenen Formen experimentieren. Die Frage, die sie sich gestellt hatten war, mit welcher Form möglichst effizient Strom mit dem Windrad erzeugt werden könnte. Dabei drehte die Gruppe nicht nur das große Rad, sondern forschte an einer Anwendung, die auch in Innenstädten zum Einsatz kommen könnte.

Neben den Preisen der regulären Kategorien wie Chemie, Technik, Physik oder Arbeitswelt, haben die Teilnehmer die Chance auf weitere Sonderpreise. HessenChemie unterstützt den Wettbewerb durch den Sonderpreis für das „Beste interdisziplinäre Projekt“ in den Altersgruppen „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“. Dieser Preis qualifiziert in der Altergruppe „Jugend forscht“ auch für die Teilnahme am Landeswettbewerb.


Verspätetes Nikolaus-Geschenk an die JOBLINGE

Als etwas verspätetes Nikolaus-Geschenk haben wir als HessenChemie den JOBLINGEN gebrauchte Computer, Bildschirme und Drucker geschenkt. Die Übergabe der Sachspende fand am 09. Dezember am Standort in Wiesbaden statt. Aufgrund regelmäßiger Aktualisierungen der IT-Systeme wurden die Geräte ausgetauscht. Für die

v.l.n.r.: Jürgen Funk, Geschäftsführer bei HessenChemie und Christiane Schubert, stellvertretende Regionalleiterin der JOBLINGE gAG FrankfurtRheinMain bei der Übergabe der Sachspende am Standort in Wiesbaden Foto: Arne Landwehr

v.l.n.r.: Jürgen Funk, Geschäftsführer bei HessenChemie und Christiane Schubert, stellvertretende Regionalleiterin der JOBLINGE gAG FrankfurtRheinMain bei der Übergabe der Sachspende am Standort in Wiesbaden; Foto: Arne Landwehr

JOBLINGE gAG FrankfurtRheinMain nahm Christiane Schubert, stellvertretende Regionalleiterin, die Geräte entgegen. Bei der Übergabe

waren auch JOBLINGE anwesend, die sich sichtlich über die Computer, Bildschirme und Drucker freuten. Jürgen Funk, Geschäftsführer bei HessenChemie, schlüpfte für diese Nikolaus-Aktion in ein Nikolaus-Kostüm und übergab die Sachspende an die JOBLINGE.“Die kontinuierliche Unterstützung der Arbeit der JOBLINGE ist uns als Arbeitgeberverband ein wichtiges Anliegen“, erklärt Jürgen Funk im Rahmen der Übergabe der Sachspende.

Bereits für den Aufbau des Büros in Wiesbaden wurden Büromöbel wie Schränke und Stühle zur Verfügung gestellt. Christiane Schubert,

bedankte sich stellvertretend für die JOBLINGE gAG FrankfurtRheinMain für die Sachspende. „HessenChemie unterstützt uns an allen Ecken und Enden. Auch Sachspenden wie Computer und Drucker, nehmen wir gerne. Die Jugendlichen schreiben daran ihre Bewerbungen und recherchieren zu freien Ausbildungsplätzen im Internet“, führt Christiane Schubert weiter aus.

JOBLINGE wurde im Jahr 2007 als gemeinsame Initiative der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG und The Boston Consulting Group GmbH (BCG) gemeinsam mit Experten aus Politik, Wirtschaft und gemeinnützigem Sektor ins Leben gerufen. Die Initiative ist derzeit an 15 Standorten bundesweit aktiv, bisher wurden 3.364 Jugendliche unterstützt. Die JOBLINGE gAG FrankfurtRheinMain nahm bislang 867 Jugendliche in das Programm auf und konnte diese mit einer Vermittlungsquote von 83% in die Arbeitswelt bringen; am Standort in Wiesbaden wurden 138 Jugendliche in das Programm aufgenommen. Die Vermittlungsquote liegt in Wiesbaden bei 82%. Zu den guten Vermittlungsquoten tragen die zahlreichen Partnerunternehmen und Mentoren maßgeblich bei.

 

 


Wie sichern wir unser Wissen?

GIBUCI wird So.WIN – Sozialpartner-Werkstatt für Innovation und Nachhaltigkeit

Osman Ulusoy, stellv. Landesbezirksleiter der IG BCE Hessen-Thürigen bei der Begrüßung zur letzten GIBUCI-Veranstaltung

Osman Ulusoy, stellv. Landesbezirksleiter der IG BCE Hessen-Thürigen bei der Begrüßung zur letzten GIBUCI-Veranstaltung

Jürgen Funk, Geschäftsführer Kommunikation und Bildungspolitik bei HessenChemie bei der Begrüßung zur GIBUCI-Veranstaltung

Jürgen Funk, Geschäftsführer Kommunikation und Bildungspolitik bei HessenChemie bei der Begrüßung zur GIBUCI-Veranstaltung

Nach 28 Jahren verändert GIBUCI sich. Die Gesellschaft zur Information von Betriebsräten über Umweltschutz in der chemischen Industrie (GIBUCI) heißt nun So.WIN, Sozialpartner-Werkstatt für Innovation und Nachhaltigkeit. Zum wichtigen Thema Umweltschutz kommen weitere Themen aus den anderen Dimensionen von Nachhaltigkeit hinzu. Darüber hinaus soll So.WIN neben Betriebsräten auch Fach- und Führungskräfte ansprechen. Symbolisch ist das Thema der letzten GIBUCI-Veranstaltung in Hessen von den Chemie-Sozialpartnern ausgewählt worden, um diesem historischen Datum Ausdruck zu verleihen: der betriebliche Wissensstransfer. Der demografische Wandel, aber auch die Digialisierung tragen zur Bedeutung dieses Themas bei. Damit stand die Veranstaltung in der Tradition früherer Veranstaltungen der hessischen Chemie-Soziapartner, die schon in der Vergangenheit zukunftsgerichtete Themen vor dem Hintergrund der betrieblichen Praxis aufgriffen.

In seiner Begrüßung sagte Jürgen Funk, Geschäftsführer Kommunikation und Bildungspolitik bei HessenChemie: „Wissenstransfer ist ein zentrales Thema unserer Zeit, auch die Sozialpartner müssen sich damit beschäftigen.“ Darüber hinaus schlug er den Bogen von der Erziehung der Kinder durch die Eltern, der schulischen Bildung, der beruflichen Bildung und später des Austauschs von Wissen im Betrieb. Dies alles seien Formen des Wissentransfers. Der für die IG BCE Hessen-Thüringen begrüßende stellvertretende Landesbezirksleite, Osman Ulusoy, rief den Anwesenden vor Augen, dass Deutschland ein rohstoffarmes Land sei. „Wissen ist die Ressource der Menschen in Deutschland und damit sind wir außerordentlich erfolgreich. Das Niveau in Deutschland muss beibehalten werden“, sagte er im Rahmen der historischen, weil letzten Veranstaltung unter dem Namen GIBUCI.

 

Die Bedeutung und Möglichkeiten betrieblichen Wissenstransfers

Im Rahmen der Veranstaltung am 03. Dezember im HessenChemie Campus stellte Prof. Klaus North von der Hochschule RheinMain den etwa 50 Teilnehmern die aktuelle wissenschaftliche Diskussion zum Wissensmanagement und Wissenstransfer in Unternehmen vor. Zentral seien hierbei zwei Fragen: „Welches Wissen haben wir heute? Und welches Wissen brauchen wir in der Zukunft für den Erfolg des Unternehmens?“, so Prof. North. Er wies auf die Bedeutung von Informationen und Wissen im Betrieb hin. Das Wissen steckt in den Köpfen der Mitarbeiter, in Form von Informationen in den Systemen, aber auch in Prozessen und Technologien, die im Betrieb zum Einsatz kommen. „Wissenstransfer braucht eine Führungskultur, die die Weitergabe von Wissen fördert“, führte Prof. North weiter aus. Das vorhandene Wissen effizient und effektiv durch geeignete Maßnahmen zu nutzen, bietet große Potenziale. Es gehe nicht darum, dass Wissen zu horten und als Machtfaktor zu verstehen, sondern das Teilen von Wissen als wichtigen Beitrag für den Erfolg des Unternehmens zu begreifen. Ein wichtiger Aspekt sei hier die Förderung der Bereitschaft der Mitarbeiter, ihr Wissen mit anderen zu teilen. Ein gutes Wissensmansgement und ein guter Wissenstransfer innerhalb der Organisation mache diese erfolgreicher. „Der Wert des Wissens macht sich an der Kompetenz fest“, so Prof. North. Die Kompetenz beinhalte die Fähigkeit der Mitarbieter, etwas richtig zu tun.

Wissenstreppe, die Prof. North im Rahmen seines Vortrags vorstellte

Wissenstreppe, die Prof. North im Rahmen seines Vortrags vorstellte

„Wissenstransfer ist kein in sich abgegrenztes Thema, sondern ein Themenkomplex“, so leitete Ulrike Rudolphi von der Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie ihren Vortrag ein. Sie zeigte den Teilnehmern verschiedene Möglichkeiten des betrieblichen Wissenstransfers auf, wie beispielsweise den direkten Austausch mit den Kollegen, Job-Rotation oder auch Mentoren-Programme. Die Herausforderung ist hierbei jedoch, die für das jeweilige Unternehmen geeigneten Instrumente zu finden. Die individuellen Rahmenbedingungen seien für die erfolgreiche Umsetzung des betrieblichen Wissenstransfers entscheidend. „Die Akzeptanz der Maßnahmen hängt maßgeblich von der Möglichkeit der Mitgestaltung ab“, so die Referentin. Ein allgemein erfolgreiches Instrument für alle Unternehmen gebe es hierbei nicht. Wie schwierig es ist, das eigene Wissen zu benennen, erfuhren die Teilnehmer in einer praktischen Übung. Sie waren aufgefordert, jeweils mit dem Sitznachbarn bei sich selbst vorhandenes Wissen zu identifizieren, um es mit Anderen zu teilen. Die Identifkation des Wissens ist eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Wissenstransfer.

Dies wurde auch am Beispiel von Evonik Industries Darmstadt deutlich. Den Teilnehmern stellte der Betriebsratsvorsitzende Michael Hofmann den GenerationenPakt vor. Dieser setzt sich zusammen aus vier Bausteinen: dem Langzeitkonto, einer Förderung durch den Arbeitgeber, der Verwendung des Demografiebetrag II aus dem Tarifvertrag Demografie und einer betrieblichen Altersversorung. Die an diesem Programm teilnehmenden Mitarbeiter erhalten die Möglichkeit, früher aus dem Unternehmen auszuscheiden. Darüber hinaus wird dieser Mitarbeiter mit einer Nachwuchskraft zusammengebracht, die dann anstelle des ausscheidenden Mitarbeiters übernommen wird. Der Mitarbeiter soll zum einen sein Wissen an die junge Fachkraft weitergeben, damit dieses im Unternehmen gehalten werden kann. Zum anderen soll der Nachwuchskraft eine attraktive Perspektive im Unternehmen geboten werden.

Thematische Neuausrichtung: Vom Umweltschutz zur Nachhaltigkeit, GIBUCI wird So.WIN

Programm der letzten GIBUCI-Veranstaltung am 03.12.2015 in Hessen

Programm der letzten GIBUCI-Veranstaltung am 03.12.2015 in Hessen

Dr. Andreas Ogrinz, Geschäftsführer Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung beim Bundesarbeitgerberverband Chemie (BAVC) und Carola Dittmann, Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE, erläuterten gemeinsam die Neuausrichtung der Sozialpartner-Einrichtung von BAVC und IG BCE. GIBUCI wird zur Sozialpartner-Werkstatt für Innovation und Nachhaltigkeit (So.WIN) und erbringt damit einen wichtigen Beitrag der Chemie-Sozialpartner zur Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³. „Wissenstransfer klingt so technisch, der Begriff ‚Bildung‘ macht es greifbarer“, führte Andreas Ogrinz in seinen Vortrag ein. Bildung sei auch ein Nachhaltigkeitsthema. „GIBUCI und ab kommendem Jahr So.WIN ist ein wichtiger Teil der Bildungsarbeit für Nachhaltigkeit von Chemie³“, erläuterte Herr Ogrinz die Rolle der Sozialpartnereinrichtung von BAVC und IG BCE. So.WIN nimmt hierbei die Rolle des Bildungsträgers für Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie ein. Dabei bauen die Chemie-Sozialpartner auf den Erfahrungen aus 28 Jahren GIBUCI auf, in denen sich die Branche intensiv mit Fragen des Umweltschutzes beschäftigt hat. Im Sinne eines Wissenstransfers soll auch beim Übergang von GIBUCI zu So.WIN bewährtes Wissen weitergegeben werden, weitere Themen kommen hinzu. Zukünftig wird So.WIN sich mit Nachhaltigkeitsthemen aus den Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales befassen. „Auf Bundesebene arbeiten IG BCE und BAVC an einem Konzept zur Ausbildung von Nachhaltigkeitspromotoren, das für So.WIN genutzt werden kann“, erklärte Carola Dittmann, „GIBUCI ist nicht zu Ende, es heißt nun So.WIN“.Dies wurde bereits im Rahmen der beschriebenen GIBUCI-Veranstaltung in Hessen deutlich.

Neben der thematischen Neuausrichtung wird der Teilnehmerkreis erweitert: Betriebsräte sowie Fach- und Führungskräfte aus den jeweiligen Betrieben sollen von den Veranstaltungen angesprochen werden . So.WIN soll damit einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ leisten und die Rolle des Bildungsträgers für Nachhaltigkeit einnehmen. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ setzen sich auch in Hessen die Chemie-Arbeitgeber, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie und der Verband der chemischen Industrie gemeinsam dafür ein, Nachhaltigkeit als Leitbild in der Branche zu stärken und die Postion der Branche in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung auszubauen.

Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Chemie finden Sie auf www.chemiehoch3.de.

 


Weihnachtsgeschenke und die Frage: wohin mit Dingen, die man nicht mehr braucht?

Die Weihnachtsmärkte haben geöffnet, Menschen trinken Glühwein, Firmen feiern ihre Weihnachtsfeiern und denken darüber nach, was sie ihren Liebsten wohl zu Weihnachten schenken sollen. Schenken kann man viel: Schokolade, Bücher, das typische SOS (Socken, Oberhemd, Schal) für den Mann, Parfum oder Schmuck für die Damen (oder auch die Herren), Essen und und und….. Nicht immer geht es beim Schenken um die großen Dinge, die kleine Aufmerksamkeit und das passende Geschenk bereiten oft die größere Freude als riesige Tüten mit Dingen, die man nicht braucht oder die einem nicht gefallen. Im letzten Jahr erschien hierzu ein Artikel im Handelsblatt in dem beschrieben wurde, wie einige Ökonomen das allweihnachtliche Schenken aus ökonomischer Sicht, betrachten: „Ökonomie des Schenkens: Geschenke für die Tonne“ war der Artikel überschrieben.

Geschenke, die nach Weihnachten in die Tonne kommen, sind wohl keine guten Geschenke. Und wer kennt es nicht: Kleidung, die man ungetragen in den Schrank hängt, weil man sich nicht traut die Geschenke, die einem nicht gefallen, wegzuschmeißen? Musik, die man umtauscht, weil einem die Band nicht gefällt oder die Zeit der Band schon einige Jahre zurückliegt, nur die Großeltern es nicht mitbekommen haben? Natürlich ist auch hierbei das Gefühl, die Mühe bei der Auswahl und die Geste des Schenkenden an den Beschenkten wichtig. Doch irgendwie ist es schon komisch, wenn man die Geschenke dann gar nicht benutzt.

Es geht aber auch andersherum.  Manchmal hat man Dinge, die man nicht mehr braucht. Diese lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen:

  1. Dinge, die man nicht mehr braucht und die auch nicht mehr funktionieren;
  2. Dinge, die man nicht mehr braucht, die aber noch gut funktionieren.

Die Dinge der ersten Kategorie gehören in die Tonne, d.h. sie werden sollten sachgerecht entsorgt (gelber Sack, Wertstoffhof, etc.) werden. Was aber macht man mit den anderen Dingen?

Die Dinge der zweiten Kategorie funktionieren noch gut, haben vielleicht kleinere Mängel, können aber durchaus noch benutzt werden (Autos oder Computer beispielsweise). Einige dieser Dinge (Kategorie 2a) (Autos zum Beispiel) haben noch einen relativ hohen Wert und können weiterverkauft werden. Andere Gegenstände (Computer oder Drucker beispielsweise) haben nach einer gewissen Zeit und Nutzung nur noch einen sehr geringen bis gar keinen Wert mehr (Kategorie 2b). Auf einem Markt werden sie also in der Regel nicht mehr zum Kauf angeboten. Durch ihren Einsatz können sie dem richtigen Empfänger jedoch noch einen großen Dienst erweisen. Dies gilt beispielsweise für Elektro-Geräte, die – je nach Produkt – ganz eigenen Lebenszyklen ausgesetzt sind. Ähnlich wie bei guten Weihnachtsgeschenken stellt sich dann die Frage: wer könnte die Dinge am besten gebrauchen?


Dialog auf Augenhöhe – Einsichten eines Jugendworkshops

Dialog auf Augenhöhe war ein Schlagwort in den Diskussionen der jungen Nachhaltigkeits-Experten am Tag vor der großen Dialog-Veranstaltung der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³. Am Mittag des dritten Novembers trafen die jungen Experten ein: einige Teilnehmer arbeiten in Unternehmen der Chemie-Branche oder sind in der Gewerkschaft aktiv. Andere junge Experten kam von außen: aus Umweltverbänden, studentischen Gruppen, die sich mit nachhaltigem Wirtschaften und Wirtschaftsethik beschäftigen oder sind in Jugendverbänden mit einer nachhaltigen Entiwcklung auseinandersetzen. Auch ich war dabei, um mitzudiskutieren – im Rahmen des Jugendworkshops und der Veranstaltung am folgenden Tag unter dem Motto „Zuhören. Verstehen. Handeln – Chemie³ im Dialog“ am dritten und vierten November in Berlin.

Einen halben Tag nahmen sich die Vertreter der Allianzpartner von BAVC, IG BCE und VCI, um vor der großen Dialog-Veranstaltung intensiv mit Vertretern der sogenannten Generation Y, den Millenials oder wie auch immer man diese Generation beschreiben möchte, über Nachhaltigkeit und die Aktivitäten der Branche für eine nachhaltige Entwicklung zu diskutieren. Am Ende des Tages sollten wir 3 Hoffnungen und 3 Sorgen formulieren, die im Rahmen einer Podiumsdiskussion der jungen Experten mit den Themenpaten der Workshops für die große Veranstaltung diskutiert werden sollten.

Doch erst einmal stellten sich die Teilnehmer vor, sagten was ihnen wichtig ist und was sie in die Dikussion einbringen. Schnell entwickelte sich eine Diskussion, die noch Tage hätte weitergehen können. Ein Thema tauchte immer wieder auf: der Dialog und dass dieser eine gemeinsame Sprache benötige. Der Austausch endet nicht mit der Veröffentlichung von schönen Broschüren. Dies sei erst der Beginn – so einige der jungen Vertreter. Intensiv wurd darüber diskutiert, wie man gerade die jungen Menschen in die für ihre Generation bedeutenden Diskussionen zu einer nachhaltigen Entwicklung einbinden könne. Eine gemeinsame Sprache und ein zielgruppengerichtetes Angebot sei hier wichtig. Interessiert zeigten sich die Vertreter an den selbstgesetzen Zielen der Initiative und den bislang durchgeführten Maßnahmen, über die die Initiative am nachfolgenden Tag mit der Veröffentlichung des ersten Fortschrittsberichts informierte. Nach zweieinhalb Jahren fasst dieser das bislang Erreichte zusammen und beschreibt, was in den folgenden Jahren erreicht werden soll. Aber die Kommunikation ende nicht mit der Erstellung des Berichts.

Im Rahmen der Dialog-Veranstaltung am vierten November wurde über etwas Ähnliches gesprochen. Die Frage, wofür ein Nachhaltigkeitsbericht erstellt werde und ob, wenn denn ein Bericht sinnvoll sei, die Arbeit damit schon getan ist? In einem Nachhaltigkeitsbericht werden in der Regel mit Hilfe von Daten zusammengetragen, aufbereitet und erklärt, um die Situation des Unternehmens in Bezug auf die Nachhaltigkeitsleistung zu beschreiben. Der Bericht bildet die Grundlage für die Steuerung der Nachhaltigkeitsaktivitäten: in welchem Bereich wurden die Ziele erreicht, in welchem Bereich muss sich etwas tun? Ein Bericht hat keinen Zweck an sich, Aufwand und Nutzen müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Ein Bericht kann jedoch bei der Steuerung der Aktivitäten des Unternehmens helfen. Der Bericht stellt die Faktenbasis, zeigt Trends und Entwicklungen auf. Die Kommunikation beginnt aber erst nach der Erstellung des Berichts. So wie einer der Dreiklänge von Chemie³: „Dialog führen. Handeln. Kommunizieren“.


Warum sich Mitarbeiterengagement lohnt

Im September hatte ich hier im Blog bereits über das sogenannte „Corporate Volunteering“ („Engagement im Beruf: Corporate Volunteering“) geschrieben. Aus der Mitarbeitesicht beschreibt Katharina Starck von Celanese sehr authentisch ihre Erfahrungen bei der Freiwilligenarbeit in einer Kita in Hofheim-Lorsbach bei Frankfurt: „Why a Social Day Is Always worth it“ (in englischer Sprache). Zusammenfassend schreibt sie:

To sum it up, a Social Day like this is always a win-win situation. We as a company can at least take a small step in the sense of our corporate value “Improving the World” and the childcare center got a nice new coat of paint for free and we experienced a fantastic team event. (CE-Blog)“

Den ganzen Artikel gibt es hier.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!


Nachhaltigkeit – Einblicke und Erfahrungen eines Bildungsdienstleisters

Wie kann die chemische Industrie ihre Position als Schlüsselindustrie für eine nachhaltige Entwicklung ausbauen? Guten qualifizierten Fachkräften kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu: für die Unternehmen, für die Gesellschaft und für jeden einzelnen. Welchen Blickwinkel nimmt ein Bildungsdienstleister der chemischen Industrie auf diese Themen ein? In einer Serie von Gastbeiträgen werden Autoren von Provadis, einem Bildungsdienstleister in der chemischen Industrie, uns ihre Sichtweise und Erfahrungen näherbringen: Welche Bedeutung kommt den Themen Nachhaltigkeit, CSR und Bildung zu? Welche Bedeutung haben Nachhaltigkeit und CSR für die Ausbildung?

Bildung für Nachhaltigkeit

Insbesondere die Erfahrungen aus dem Modell-Projekt von Provadis zur Integration von CSR in die duale Berufsausbildung schildern die Autoren am Beispiel des für die Ausbildung erarbeiteten Moduls zum Thema „Chancengleichheit“. Wie sich diese Themen an die Belegschaft kommunizieren lassen, erfahren wir am Beispiel des Moduls zur Energieeffizienz. Nicht nur in der Bildungsarbeit von Provadis spielen diese Themen eine Rolle, sondern auch für die Organisation selbst.

Nachhaltigkeitssiegel für Bildungseinrichtungen der Chemiebranche

In einem weiteren Beitrag gewähren uns die Gast-Autoren Einblicke in die Nachhaltigkeitsaktivitäten des Unternehmens und die Bedeutung für die Organisation. Provadis hat das Audit zum Nachhaltigkeitssiegel für Bildungseinrichtungen der Chemiebranche Q3SQ erfolgreich durchgeführt. Was war die Motivation sich als Bildungseinrichtung einem solchen Audit zu unterziehen? Welche Erfahrungen hat Provadis damit gemacht? Auch in diese Fragen geben die Autoren Einblicke.

Die Autoren

Gespannt bin ich auf die die Einblicke unserer Gastautoren, die an dieser Stelle bereits kurz genannt werden. Eine allgemeine Sichtweise auf die Themen Bildung, Nachhaltigkeit und CSR wird uns Dr. Karsten Rudolf, Bereichsleiter Bildungs- und Forschungsprojekte der Provadis Gruppe geben. Gemeinsam mit Jürgen Möller, Projektleiter Bildungs- und Forschungsprojekte, wird er uns auch Einblicke in die Erfahrungen mit dem Nachhaltigkeitsaudit geben. Jürgen Möller wird uns auch von den Erfahrungen des Moduls zur Chancengleichheit für die duale Ausbildung berichten. Darüber hinaus schreibt Marny Schröder, Chemielaborantenausbilderin Provadis Ausbildung, zum Thema Energieeffizienz und wie sich damit Nachhaltigkeitsthemen an die Belegschaft vermitteln lassen. Für ihre Beiträge danke ich den Autoren schon jetzt und wünsche schon jetzt viel Spaß beim Lesen!