HessenChemie fördert Deutschlandstipendium

Daniel Kaiser freut sich über die Unterstützung von HessenChemie im Rahmen eines Deutschlandstipendiums. V.l.n.r.: Jürgen Funk (HessenChemie), Daniel Kaiser, Prof. Dr. Udo Müller-Nehler (Provadis Hochschule)

Daniel Kaiser hat es geschafft. Er gehört zu den 25 Studierenden der Provadis Hochschule, die für das Studienjahr 2018/2019 ein Stipendiat erhalten haben. Nun kann er sich erst einmal in Ruhe auf sein Studium der Wirtschaftsinformatik im Bachelor-Studiengang konzentrieren.

Die Auszeichnung fand am 18. Januar an der Provadis Hochschule in Frankfurt-Höchst statt. Zu den 14 Förderern gehören neben Unternehmen der chemischen Industrie, die Chemieverbände Hessen – HessenChemie und VCI Hessen – sowie branchennahe Verlage und Stiftungen. HessenChemie unterstützt seit 2018 das Deutschlandstipendium an der Provadis Hochschule.

Die Förderung läuft zunächst über ein Jahr. Im Rahmen des 2011 von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Stipendienprogramms erhalten Studierende einen monatlichen Betrag von 300 Euro, der je zur Hälfte vom Bund und einem privaten Förderer getragen wird.

Das Besondere am Deutschlandstipendium ist, dass nicht nur herausragende universitäre oder schulische Leistungen gewürdigt werden, sondern auch das persönliche gesellschaftliche Engagement der Studenten eine entscheidende Rolle bei der Vergabe der Stipendien spielt. Die Förderung von jungen Nachwuchskräften im Rahmen eines Stipendiums ist eine Investition in die Zukunft, die sich für alle lohnt.

Über die Hochschule Provadis

Die Hochschule Provadis wurde im Jahr 2003 als staatlich anerkannte Hochschule gegründet. Kennzeichnend für das duale und berufsbegleitende Studium an der Provadis Hochschule ist die optimale Verzahnung von Theorie und Praxis. Zu ihrem Studienangebot gehören sechs Bachelor- und drei Masterstudiengänge, die seit der Gründung von über 1.200 Studierenden besucht wurden.


Quintessenz – das neue Jahresmagazin von HessenChemie

Der Geschäftsbericht – für den einen Pflicht, für den anderen freiwillig – dient der Information von Eigentümern, Mitgliedern und Öffentlichkeit. Was sich nach dröger Pflichtlektüre und reinem Zahlenwerk anhört, hat sich in den vergangenen Jahren, vor allem bei börsennotierten Unternehmen, zu einer Imagebröschüre auf allerhöchstem Niveau entwickelt. Mit ihr kann man nicht nur Stakeholder, sondern auch Juroren zahlreicher Wettbewerbe beeindrucken. Der Geschäfts- / oder Jahresbericht hat sich, wie die Webseite, zur Visitenkarten von Unternehmen, Organisationen und Verbänden gemausert. Gut gemacht, zahlt er zudem auf Reputation und Glaubwürdigkeit ein. Dies tut er aber nur, wenn er authentisch und transparent ist, auf gute Inhalte setzt und auf eine reine Leistungsshow sowie Texte voller Floskeln und Superlativen verzichtet.

HessenChemie versteht sich als moderner und innovativer Verband. Dies zeigt sich im Verbandsgebäude und dem Raumkonzept genauso wie im Seminarprogramm, der Kommunikation oder den Druckstücken. Viele Publikationen haben im Laufe der vergangenen Jahre einen Relaunch erhalten, es war also an der Zeit, den Jahresbericht optisch und inhaltlich grundlegend zu überarbeiten. Neben der Neuentwicklung von Aufmachung und Inhalt bestand die Herausforderung auch darin, dem neuen Produkt einen Namen zu geben.

Quintessenz: aktueller, vielfältiger und substanzieller

Bemerkenswerterweise gelang dies relativ schnell, denn früh war klar, wie der neue Jahresbericht werden sollte: aussagekräftiger, moderner und inhaltlich breiter. Er sollte das Wesentliche – das Wichtigste – des Verbandes innerhalb eines Berichtszeitraumes transportieren sowie das Profil schärfen und die Marke stärken: die „Quintessenz“ von HessenChemie.

War der Jahresbericht bislang eine Ansammlung von Daten, Fakten und Nachberichterstattungen vergangener Veranstaltungen des abgelaufenen Kalenderjahres, so sollte die Quintessenz nun eine größere Themenvielfalt sowie mehr Expertise und Aktualität bieten. Kurz: Mehr Mehrwert für den Leser. Da eine der wesentlichen Aufgaben von HessenChemie die Interessenvertretung der Mitgliedsunternehmen ist, war es uns wichtig, zukünftig auch mehr zu zeigen, was wir für unsere Mitglieder tun. Darüber hinaus haben wir den Berichtszeitraum angepasst. Dies gibt dem Ganzen mehr Aktualität: Die Quintessenz blickt nun nicht mehr ausschließlich auf ein abgelaufenes Jahr zurück, sondern darf auch einen Ausblick geben und aktuelle Inhalte aufgreifen. Deswegen wurde der Berichtszeitraum auf „Mitgliederversammlung zu Mitgliederversammlung“ (Juni/Juni) umgestellt. Zu derselben liegt er zwar nun nicht mehr vor, sondern erscheint etwa vier Wochen danach, aber so können wir die Ergebnisse quasi druckfrisch aufnehmen.

Mit dem Hintergrund-Beitrag „46 Jahre Arbeitsfrieden“ erfährt der Leser viel über die letzten Streiks der Branche und die Entwicklung der Chemie-Sozialpartnerschaft.

Optik, Haptik, Inhalt

Umgesetzt haben wir das Ganze mit unserer „Haus-Agentur“ Q aus Wiesbaden. Diese hatte uns schon länger vorgeschlagen, den Jahresbericht „magaziniger“ aufzumachen: mehr Bilder, weniger Text, unterschiedliche Darstellungsformen. Herausgekommen ist ein optisch ansprechendes Magazin, das dem Leser über verschiedene Rubriken nicht nur einen Einblick in die Arbeit des Verbandes gibt, sondern auch Hintergrundwissen vermittelt und zentrale Botschaften transportiert.

So bieten zum Beispiel die „Blitzlichter“ mit maximal 1.800 Zeichen plus Foto einen kurzen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen, wobei auch hier der Inhalt zählt und nicht das Präsentieren und Zitieren von Personen. Auf Zitate wird in der gesamten Quintessenz übrigens generell verzichtet, es sei denn, sie bilden ein zentrales gestalterisches Element.

In der Rubrik „Standpunkt“ kommen der Vorstand oder die Geschäftsführung zu aktuellen Themen zu Wort. So stellte unser Hauptgeschäftsführer Dirk Meyer beispielsweise in der ersten Quintessenz dar, weshalb es für die Chemie-Arbeitgeber wichtig ist, dass der Gesamtversicherungsbeitrag unter 40 Prozent bleiben muss.

Bei den Texten achten wir darauf, dass sie lesefreundlich, verständlich und kurzweilig sind. Symbole und Infokästen machen den Leser auf weitere Informationen außerhalb des Geschäftsberichts aufmerksam. Auch haben wir gelernt, dass wir nicht jede Seite bis in den letzten Winkel mit Text und Bild vollpacken müssen, sondern „Weißraum“ eine Seite durchaus auflockern und zum Lesen einladen kann.

Zu überlegen war auch: drucken oder ausschließlich digital? Wir haben uns zunächst fürs Drucken (plus PDF als Download) entschieden, denn wir glauben, dass gerade etwas Wertiges wie ein Geschäfts-/Jahresbericht noch einmal eine ganz andere Bedeutung , Wahrnehmung und Wertschätzung erfährt, wenn man ihn in den Händen hält statt nur auf dem Bildschirm zu sehen. Die Texte des Jahresberichts nutzen wir crossmedial – beispielsweise für den Blog oder Social Media.

Die tollen Bilder des Azubi-Wettbewerbs sind wie geschaffen für die bildlastige Rubrik „Impressionen“ in der Quintessenz 2016/2017.

Fokusthema

Eine weitere Rubrik in der Quintessenz ist der „Fokus“. Jedes Berichtsjahr soll ein zentrales Thema im Mittelpunkt stehen, das in unterschiedlichen Rubriken beleuchtet wird. So ging es in der ersten Quintessenz 2016/2017 um „Moderne Arbeitswelten“ und in der Ausgabe 2017/2018 um die „Berufliche Bildung“. Das Fokusthema zieht sich wie ein roter Faden durch den Bericht. Mal stellt ein Blitzlicht eine Veranstaltung dazu vor, vermittelt ein Hintergrundbericht Wissen oder ein Standpunkt die Meinung der Chemie-Arbeitgeber zu diesem Thema.

Das Titelbild: Der erste Eindruck zählt

Das Titelbild der Quintessenz 2017/2018 mit dem Fokusthema „Berufliche Bildung“.

Mut zu einem „anderen“ Titelbild war fast die größte Herausforderung bei der Neukonzeption des Jahresberichts. Bislang weilte dort stets eine Momentaufnahme eines Events oder ein Blick auf das neue Verbandsgebäude. Nicht gerade modern und einladend. Doch gerade das Titelbild ist ein zentrales Element, dient es doch dem ersten Eindruck. Schnell fällt der (potenzielle) Leser ein Urteil: gut, schlecht, amüsant oder langweilig — und schon ist alles gelaufen. Der erste Eindruck entscheidet darüber, ob Interesse geweckt wird und die Bereitschaft entsteht, weiterzulesen. Daher sollte bereits das Titelbild Lust machen, durch die Seiten zu blättern und reinzulesen. Manchmal sagt ein symbolisches Bild mehr aus und weckt mehr Interesse als ein thematisch klar passendes Stockfoto.

Fazit

Geschäftsberichte sind nicht nur die Visitenkarte eines Unternehmens/Verbandes, sondern auch dessen Jahresringe. Sie eignen sich nicht nur für den externen Gebrauch, sondern auch für die eigenen Mitarbeiter. Ein gut gemachter Bericht zeigt ihnen, dass sie stolz auf ihren Arbeitgeber sein können und dass ihre Leistung honoriert wird. Auch potenziellen Mitarbeitern kann man einen schönen und aussagekräftigen Bericht vorlegen und einen entsprechend positiven Eindruck hinterlassen.

Selbst wenn der Jahresbericht bereits nach 365 Tagen ins Archiv wandert, er hat zu viel Potenzial und einen zu großen Nutzen, um nicht bestmöglich inhaltlich und optisch gestaltet zu werden.

Quintessenz2017

 

Quintessenz2018


Experten netzwerken zur Arbeitszeit

Sabine König (HessenChemie)

Der Raum ist gut gefüllt. Alumni der Zertifikatslehrgänge zum Arbeitszeitmanager und Arbeitszeitexperten von 15 Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet und Südhessen trafen sich am 06. Februar 2018 zum Gründungstermin des Expertenkreises Arbeitszeitmanagement. Dieser soll zukünftig eine Plattform zum Netzwerken, Informieren und Austauschen für unsere Mitgliedsunternehmen bieten.

Obwohl nur halbtägig angedacht und mit einem Kuchenbuffet umrandet, gab es keinen Kaffeeklatsch, sondern von Anfang an aktive Beteiligung. Nach einem Brainstorming über künftige inhaltliche Wünsche ging es in der Auftaktveranstaltung um das Thema Vertrauensarbeitszeit. Ein Punkt, der gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um mehr Selbstbestimmung der Mitarbeiter hinsichtlich ihrer Arbeitszeit bei vielen Personalverantwortlichen ganz oben auf der Agenda steht.

Eric Morel (HessenChemie)

Welche gesetzlichen und tariflichen Rahmenbedingungen sind einzuhalten? Welche Erfahrungen mit Vertrauensarbeitszeit haben andere Unternehmen? Was sind unabdingbare Voraussetzungen für eine gelingende Umsetzung? Solche Fragen lassen sich am besten mit anderen Praktikern anhand von Beispiel diskutieren. Herr Bertram von der Firma Abbott stellte die Einführung und systemseitige Umsetzung in seinem Unternehmen vor. Herr Morel von der HessenChemie lieferte den rechtlichen Rahmen. In der sich anschließenden Diskussion kristallisierte sich eine Grundbedingung heraus: Die Unternehmenskultur muss noch mehr als bei „klassischen“ Arbeitszeitmodellen zur Vertrauensarbeitszeit passen.

Einig waren sich alle Teilnehmer, dass der Rahmen einer sowohl fachlichen als auch unternehmensseitigen Einführung in das Thema mit anschließender ausgiebiger Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch einen gewinnbringenden Mehrwert für alle darstellt.

Der Start für das Netzwerktreffen für die Mitgliedsunternehmen aus Mittel-, Ost- und Nordhessen ist für den 29. August 2018, voraussichtlich in Kassel, geplant.

Wer am kommenden Netzwerktreffen teilnehmen möchten (nur für Mitgliedsunternehmen von HessenChemie), kann sich gerne an Sabine König unter der Telefonnummer 0611 7106-59 oder per E-Mail an koenig@hessenchemie.de wenden.


Azubi-Wettbewerb: Kluge Köpfe gesucht

"Elementare Vielfalt - Kluge Köpfe für die Ausbildung in Chemie, Pharma und Kunststoff", so lautet das Motto des diesjährigen Azubi-Wettbewerbs

Der Azubi-Wettbewerb des Arbeitgeberverbandes HessenChemie geht in die 22. Runde. Ab jetzt können sich die Auszubildenden und Dual-Studierenden der Mitgliedsunternehmen von HessenChemie auf www.hessenchemie.de anmelden. Unter dem Motto „Elementare Vielfalt – Kluge Köpfe für die Ausbildung in Chemie, Pharma und Kunststoff“ werden kreative Ideen gesucht, wie die Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen und kunststoffverarbeitenden Industrie auch in Zukunft gute Nachwuchskräfte finden und binden können. Den Gewinnern winkt ein viertägiger Segeltörn auf dem niederländischen Wattenmeer.

80:20 für die Ausbildung

Derzeit befinden sich in den Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes HessenChemie über 4.500 junge Menschen in Ausbildung, einem dualen Studium oder einem Förderprogramm, wie beispielsweise Start in den Beruf. Viele verbinden mit einer Ausbildung in der Chemiebranche den Chemikanten oder Chemielaboranten, dabei ist das Angebot wesentlich breiter. Gut 50 Ausbildungsberufe bietet der Industriezweig: vom Koch über den Mechatroniker bis hin zum Dual-Studierenden in ganz unterschiedlichen Fachbereichen. Was die meisten nicht wissen: Die Beschäftigtenzahl setzt sich aus etwa 80 Prozent beruflich qualifizierten Fachkräften und 20 Prozent Akademikern zusammen. Damit die Unternehmen auch in Zukunft so gut aufgestellt sind, brauchen sie qualifizierten und engagierten Nachwuchs. Deswegen steht der diesjährige Azubi-Wettbewerb auch unter dem Motto „Kluge Köpfe für die Ausbildung in Chemie, Pharma und Kunststoff gesucht“.

Mit dem Großsegler übers Ijsselmeer

Wind, Sonne, Anpacken und jede Menge Spaß erwarten die fünf Gewinnerteams auf dem viertägigen Segeltörn.Auf die ersten fünf Gewinnerteams wartet ein viertägiger Segeltörn auf dem Ijsselmeer. Anpacken im Team ist hier genauso gefragt wie entspannt auf Deck zu liegen und alle Viere in die Sonne zu strecken. Aber auch für Besuche der schönen Hafenstädte oder entspannte Stunden bei einem Stadtbummel bleibt ausreichend Zeit. Die Reise findet vom 9. bis 12. August 2018 statt. Einen Eindruck, wie viel Spaß die Auszubildenden dabei haben, kann man sich auf Flickr machen.

 

Worum geht’s beim Wettbewerb?

Preisverleihung Azubi-Wettbewerb im Kinopolis Sulzbach

Der Wettbewerb soll Teamfähigkeit, Kreativität, Motivation und Eigenverantwortung der Azubis genauso stärken wie die berufsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Auszubildenden und Ausbildern. Auch das Auseinandersetzen mit der Branche und deren Innovationsfähigkeit gehört dazu. Jedes Jahr nehmen 30 bis 40 Teams mit über 150 Auszubildenden teil. Bis zum 15. März können sich Teams zwischen zwei und maximal fünf Personen anmelden. Bis zum 13. April müssen dann die Wettbewerbsbeiträge in Form von Werbeplakaten, Fotostorys, Exponate im Karton, Social Media oder Videoclips eingereicht werden. Die Preisverleihung findet am 3. Mai im Kinopolis Sulzbach statt. Wichtig: Es können nur Azubis oder Dual-Studierende aus den Mitgliedsunternehmen von HessenChemie teilnehmen.

Alle Infos auf www.hessenchemie.de, Impressionen zum Azubi-Wettbewerb gibt es auf Flickr.


Berufsausbildung bei Metallbauer Huhle: Interesse wichtiger als gute Noten

Junge Menschen für die duale Ausbildung begeistern und diese beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen ist eines der Schwerpunkte des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT. Hierzu dienen Einblicke in Ausbildungsunternehmen, betriebliche Prozesse wie auch die Vermittlung notwendiger Kompetenzen für das Arbeitsleben. SCHULEWIRTSCHAFT spricht dabei in erster Linie Lehrkräfte in ihrer Rolle als Multiplikatoren an.

Betriebserkundungen sind ein wesentlicher Programmpunkt der SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeit. Lehrerinnen und Lehrer erhalten so einen Einblick in Unternehmen vor Ort und können so den Schülerinnen und Schülern bei der Suche nach Ausbildungs- und Praktikumsstellen besser zur Seite stehen.

Auf Einladung des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus erhielten Lehrkräfte aus der Region am vergangenen Mittwoch die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Wiesbadener Stahl- und Metallbauers Huhle zu blicken. Seniorchef Siegfried Huhle führte die Teilnehmer persönlich durch den Betrieb und lud sie anschließend auf einen Kaffee zu einem gemeinsamen Austausch ein.

Familienunternehmen mit Herz und Verantwortung seit über 100 Jahren

Betriebserkundung bei Metallbauer Huhle in Wiesbaden

Betriebserkundung bei Metallbauer Huhle in Wiesbaden

Ob Brücken, Fassaden aus Stahl und Glas, Treppengeländer, Glasdachkonstruktionen, Radartürme, Toranlagen oder schlichte Hochbeete, die Produkte und Leistungen von Huhle finden sich nicht nur in Wiesbaden und Umgebung, sondern weit über die Region hinaus.

Dabei kann das Familienunternehmen auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken. Geleitet wird es von Seniorchef Siegfried Huhle, seiner Ehefrau Ursula, Bruder Günter und Sohn Oliver mit Ehefrau. Als Siegfried Huhle den Metallbaubetrieb von seinem Vater 1984 übernahm, zählte er zwanzig Beschäftigte. Heute sind es fast hundert. Das Betriebsgelände ist in der Zeit von 2.000 Quadratmeter auf 8.000 Quadratmeter gewachsen.

Fachkräftesicherung durch Ausbildung

Über den Fachkräftemangel kann Huhle nur milde lächeln – das Problem kennt und hat er nicht. Jedes Jahr werden drei Auszubildende eingestellt. Mindestens. Wenn Huhles großes Herz nicht Nein sagen kann, können es auch mal sieben werden. So sind im vergangenen Jahr zwei Flüchtlinge aus Eritrea und ein junges Mädchen, das sich eigentlich zu spät für das Ausbildungsjahr beworben hatte, noch dazu gekommen. Das wollte er nicht ein Jahr ohne Perspektive zurücklassen. Mit allen drei ist der Seniorchef mehr als zufrieden. Fragt man Huhle nach den Anforderungen, die ein Bewerber mitbringe sollte, so sei das Wichtigste Interesse. Am liebsten stelle er je einen Haupt-, Realschüler und Gymnasiast ein. Alle drei würden unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen und sich bestens ergänzen.

Auch Menschen mit Behinderung beschäftigt das Unternehmen. 60 Prozent der Mitarbeiter sind im Unternehmen ausgebildet worden. Alle werden nach der Ausbildung für ein Jahr befristet übernommen. In der Zeit haben sie die Chance, sich zu bewähren. Was die meisten auch tun und dann unbefristet übernommen werden. Viele bilden sich später weiter, zum Meister, Techniker oder Ingenieur. Oft arbeiten sie während des Studiums im Betrieb weiter, um sich ein paar Euro dazu zu verdienen. Wenn Huhle Bedarf hat, übernimmt er die einstigen Schützlinge nach dem Studium wieder.

 

Für das große soziale Engagement wurde Huhle bereits mehrfach ausgezeichnet

Für das große soziale Engagement wurde Huhle bereits mehrfach ausgezeichnet

Zu Recht ist der Familienbetrieb auf seine vielen Auszeichnungen stolz, die es für sein soziales, aber auch ökologisches Engagement erhalten hat. Denn auch Umweltbewusstsein und eine möglichst ressourcenschonende Produktion werden hier groß geschrieben. So erzeugen beispielsweise die Solarzellen auf den Dächern 70 Prozent des eigenen Strombedarfs, aber auch in Filter- sowie Energie- und Wassereinsparungstechnologien wird kontinuierlich investiert.

Fragt man Siegfried Huhle, warum er keine Sorgen habe, Auszubildende zu finden, so nennt er als einen der Hauptgründe das Angebot an Praktikumsplätzen, die ein erstes Hineinschnuppern in die verschiedenen Berufe ermögliche. Darüber hinaus arbeite er mit Schulen zusammen, die jedes Jahr mit ihren 7. Klassen – Jungs und Mädels – zu einer zweistündigen Betriebserkundung kämen.

Der Nachmittag bei Huhle Stahl- und Metallbau hat sich für alle Beteiligten gelohnt. Er bot nicht nur einen Einblick in die vielfältige Ausbildung eines Handwerksbetriebes, sondern auch in die vielen Möglichkeiten, die sich nach einer Ausbildung für die jungen Menschen ergeben. Wer Interesse hat und sich weiterbilden möchte, für den ist nach der Ausbildung noch lange nicht Schluss. Weder auf der Karriereleiter noch beim Familienunternehmen Huhle.

Ein großes Dankeschön an Siegfried Huhle für die Zeit, die er sich für uns genommen hat. Es waren interessante und erkenntnisreiche zwei Stunden.

SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeit

Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT ist eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft von Lehrerinnen und Lehrern. Er steht allen interessierten Pädagoginnen und Pädagogen zur Mitarbeit offen. Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus ist Teil eines Netzwerkes, das auf Bundes- und Landesebene eine Schnittstelle zwischen Schulen und den Betrieben bildet. Die Geschäftsstelle ist beim Arbeitgeberverband HessenChemie angesiedelt, der diese Aufgabe für die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) wahrnimmt.


„Die Chemie. Dein Arbeitgeber.“ – Neues Onlineportal für die Chemie- und Pharma-Industrie

Die Welt ist komplex, Informationen und Quellen gibt es im Überfluss, und nicht immer geht es objektiv zu. Am 1. September 2017 starteten die Chemie-Arbeitgeber das neue Kommunikationsangebot „Die Chemie. Dein Arbeitgeber.“ für die Beschäftigten in der chemischen- und pharmazeutischen Industrie. Zugrunde liegt eine Befragung in den Chemie- und Pharmaunternehmen, die gezeigt hat, wie groß das Interesse an transparenter und verständlicher Arbeitgeberkommunikation für die eigene Meinungsbildung ist. Das Onlineportal richtet es sich an alle, die sich für die Branche, für wirtschaftliche Zusammenhänge und die Zukunft der Arbeitsplätze in Deutschland interessieren.

Wissen, wie Wirtschaft funktioniert

Das neue Onlineportal der Chemie-Arbeitgeber bereitet komplexe Zusammenhänge transparent und verständlich auf.

Das neue Onlineportal „Die Chemie. Dein Arbeitgeber“ bereitet auf www.chemie-arbeitgeber.de komplexe Zusammenhänge transparent und verständlich auf.

Globalisierung, demografischer Wandel, Digitalisierung – diese Stichworte stehen beispielhaft für die Komplexität wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen. Welche Auswirkungen haben die Megatrends auf die Chemie- und Pharmabranche? Was bedeuten politische Entscheidungen für den Standort und wie sehen unsere Arbeitsplätze von morgen aus? Diese Fragen will das neue Portal helfen zu beantworten. Dabei werden komplexe Zusammenhänge und Vorgänge aufgegriffen, erklärt und eingeordnet. Mit dem Angebot wollen die Chemie-Arbeitgeber Verständnis für unternehmerische Entscheidungen und Positionen schaffen sowie die Leistungen der Branche herausstellen.

Gestartet ist „Die Chemie. Dein Arbeitgeber“ pünktlich zur anstehenden Bundestagswahl (#btw17 #btw2017). Damit ist auch das erste Thema gesetzt. Worum geht es für Deutschland? Und was ist für die Chemieindustrie wichtig? Das Portal gibt Antworten zur Wahl und erklärt die wichtigsten Positionen der Chemie-Arbeitgeber. Im Mittelpunkt steht dabei das große Thema soziale Gerechtigkeit. Wie gerecht ist Deutschland? Die Webseite liefert ökonomische Fakten zur Gerechtigkeitsdebatte – kurz, prägnant und verständlich.

Anschaulich, digital und transparent

Das Onlineportal, das übrigens in einem Glossar auch Basiswissen zu Tarifverträgen und anderen Kernelementen des Arbeitslebens bietet, wird ergänzt durch die App „Die Chemie-Arbeitgeber“. Diese richtet sich an die Führungsebene in den Unternehmen, insbesondere an HR-Verantwortliche und liefert exklusiv die wichtigsten Positionen und Argumente direkt aufs Smartphone. Einzelne Karten sorgen für Übersichtlichkeit und eine komfortable und gezielte Nutzung. Die App ist kostenlos verfügbar für iOS und Android. Allerdings benötigt man für die Nutzung Zugangsdaten. Diese erhalten interessierte Führungskräfte unserer Mitgliedsunternehmen von der Verbandskommunikation von HessenChemie (diener@hessenchemie.de).

„Die Chemie. Dein Arbeitgeber.“ ist übrigens ein Gemeinschaftsprojekt der Chemie-Arbeitgeberverbände. Wer die Argumente auf Twitter teilen möchte, ist herzlich eingeladen, den Hashtag #DCDA zu verwenden.


Warum gibt es eigentlich Arbeitgeberverbände?

Dieses Jahr feiern wir das 70-jährige Bestehen des Arbeitgeberverbandes HessenChemie. Über die Gründung hatten wir bereits berichtet. Doch warum und seit wann gibt es eigentlich Arbeitgeberverbände?

Die Verbandslandschaft unterscheidet sich in güter- und arbeitsmarktbezogene Interessenvertretungen – den Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden – sowie den auf Zwangsmitgliedschaft basierenden Industrie- und Handelskammern. Historisch betrachtet sind die Arbeitgeberverbände zuletzt entstanden, sie entwickelten sich aus den Wirtschaftsverbänden heraus. Der Zweck von Arbeitgeberverbänden ist es, die Interessen der Mitglieder gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit zu vertreten und trotz möglicher unterschiedlicher Einzelinteressen ein gemeinsames Handeln – zumindest in Teilbereichen – zu organisieren.

Interessenvertretungen verfassungsrechtlich geschützt

Organisierte Interessen sind in Deutschland ausdrücklich erwünscht. Artikel 9 des Grundgesetzes schützt die sogenannte Vereinigungsfreiheit. Das Gesetz gewährt allen Deutschen das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden – es sei denn, sie verstoßen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung oder widerlaufen anderen strafrechtlichen Interessen. Darüber hinaus hebt Absatz 3 ausdrücklich die Vereinigung aus dem Wirtschaftssektor hervor: „Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbeziehungen Vereinigungen zu bilden“ ist dem Grundgesetz nach „für jedermann und alle Berufe gewährleistet“ (Koalitionsfreiheit).

Dass Vereine resp. Verbände gesetzlich geschützt sind, ist eine Lehre aus dem Nationalsozialismus, der die meisten verboten oder dem eigenen Zwecke untergeordnet hatte.

Von der Gegenorganisation zum Sozialpartner

Die ersten Arbeitgeberverbände entstanden Ende des 19. Jahrhunderts als reine Gegenorganisation zu den Gewerkschaften bzw. Abwehrorganisation gegenüber Maßnahmen der Arbeitnehmerschaft. Schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg organisierten sich die Unternehmen in Verbänden neu. (Wir erinnern: Der Arbeitgeberverband HessenChemie wurde 1947 gegründet.) Dabei entwickelten sie sich im Laufe der Zeit von der reinen Gegenorganisation zu einem zentralen Akteur der deutschen industriellen Beziehungen, der zusammen mit den Gewerkschaften Tarifverträge aushandelt und die sozialen Interessen der Unternehmen gegenüber Politik, Gesellschaft und Medien vertritt.

Heute bezeichnet man Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände in Deutschland häufig als „Sozialpartner“. Dies verdeutlicht zum einen die Überwindung des früheren Klassenkampfdenkens, zum anderen deren Verpflichtung als Tarifvertragsparteien im Rahmen von Koalitionsfreiheit und Tarifautonomie „zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen“ beizutragen (Art. 9 Abs. 3 GG). Die Sozialpartner erfüllen damit wichtige Aufgaben für das Funktionieren der Sozialen Marktwirtschaft und tragen zum Betriebsfrieden in den Unternehmen bei.


Gemeinsam für gute Schichtarbeit

Arbeiten, wenn andere Leute schlafen. Für Schichtarbeiter völlig normal. Durch die Arbeitszeit asynchron zum biologischen und sozialen Rhythmus können, insbesondere mit zunehmendem Alter, körperliche und soziale Belastungen entstehen. Welche besonderen Auswirkungen Schichtarbeit auf ältere Mitarbeiter haben, diskutierten am 31. Mai 2017 die Chemie-Sozialpartner HessenChemie und IG BCE Hessen-Thüringen im Rahmen des Workshops „Schichtarbeit und Demografie“.

Zu Gast bei Merck KGaA in Darmstadt: Die Teilnehmer des Sozialpartner-Workshop. Foto: HessenChemie

Zu Gast bei Merck KGaA in Darmstadt: Die Teilnehmer des Sozialpartner-Workshops. Foto: HessenChemie

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Austausch zwischen Personalverantwortlichen und Betriebsräten aus den teilnehmenden Mitgliedsunternehmen von HessenChemie. Gemeinsam sollten Lösungsansätze für eine Schichtarbeit unter möglichst geringen Belastungen erarbeitet werden. Dabei lernten beide Seiten die Sichtweise des jeweils anderen noch mal besser kennen, sodass ein stärkeres gegenseitiges Verständnis geschaffen werden konnte.

Intensiv diskutierten die Teilnehmer die spezifischen Belastungen, die Schichtarbeit für ältere Mitarbeiter mit sich bringen. Dabei kristallisierte sich heraus, dass die meisten Beeinträchtigungen unabhängig vom Alter sind, wie beispielsweise die Schwierigkeiten im familiären und sozialen Umfeld, etwa wenn es darum geht, Zeit mit dem Partner zu verbringen oder einen Termin für ein Treffen mit Freunden zu finden.

Sozialpartnerschaftliche Lösungsansätze

Darüber hinaus wurden Argumente für die Einführung ergonomisch sinnvoller Schichtsysteme  erarbeitet und Ansätze, Beschäftigte in allen Altersstufen in der Schichtarbeit zu entlasten, diskutiert. Dabei ging es sowohl um die zeitliche Gestaltung der Schichtarbeit als auch um Arbeitsinhalte und Präventionsmaßnahmen.

Beide Seiten waren mit dem Ergebnis des Tages durchweg zufrieden. In weiteren Workshops sollen die gesammelten Ideen nun diskutiert und mögliche neue Lösungsansätze erarbeitet werden. Denn nur gemeinsam kann es gelingen, gute Arbeit auch für Schichtarbeiter zu gestalten.


#Blogs im Ausbildungsmarketing

Die demografische Entwicklung und der Trend zum Studium machen die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs zu einer besonderen Herausforderung. Ein gutes Ausbildungsmarketing wird somit immer relevanter für Unternehmen.

Unter Ausbildungsmarketing werden alle Aktivitäten eines Unternehmens subsumiert, die dazu beitragen, die angebotenen Ausbildungsstellen mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Hier kommen verschiedene Kommunikationsinstrumente und -Maßnahmen zum Tragen, die möglichst optimal miteinander verzahnt werden sollten, da einzelne Aktivitäten schnell verpuffen.

Ziele und Zielgruppe

Um sich nicht in den zahlreichen Möglichkeiten zu verirren, sollte man sich im Vorfeld über die Ziele und Zielgruppe Gedanken machen.

  • Soll ein bestimmter Ausbildungsberuf bekannt(er) gemacht werden?
  • Soll die Bekanntheit des Unternehmens gesteigert werden?
  • Will man bessere/passendere Bewerbungen erhalten?
  • Welche Persönlichkeiten werden gesucht?
  • Was bietet man den Auszubildenden an?
  • Wie und wo sollen die Angebote/Informationen kommuniziert werden?
  • Wo ist die Zielgruppe unterwegs und wie erreicht man diese?

Aktivitäten und Instrumente

Neben Praxisangeboten wie Betriebspraktikum oder Ferienjobs, bieten sich Ausbildungsmessen und ein Tag der offenen Tür an. Darüber hinaus machen Kooperationen mit örtlichen Schulen Sinn, denn diese sind quasi am „point of sale“. Sämtliche Maßnahmen bringen jedoch nur wenig, wenn sie nicht durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit flankiert werden. Dazu zählen:

  • Ansprechende! Unternehmenspräsenz und Karriereseite im Internet
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Informationsflyer (bspw. für Ausbildungsmessen, Tag der offenen Tür oder zum Auslegen in Schulen)
  • Social Networks wie Facebook, YouTube und Blogs, ggf. auch Whatsapp und Snapchat
  • Teilnahme an Wettbewerben wie “Bester Ausbildungsbetrieb”
  • Unternehmensdarstellung auf Xing und Kununu (leider nicht ganz günstig)

Ausbildungs-Blogs

Da ich immer wieder auf die Möglichkeit von Blogs angesprochen werde und von deren Einsatz überzeugt bin, werde ich auf diesen Kommunikationskanal nachfolgend noch mal explizit eingehen.

Grundsätzlich ist ein Blog keine Kampagne, sondern ein auf lange Zeit angelegter Kommunikationskanal, der regelmäßig mit Inhalten befüllt werden will. Das kostet Zeit – sowohl hinsichtlich der Bekanntheit als auch bei der Befüllung mit Beiträgen.

Aus meiner Sicht überwiegen aber die Vorteile deutlich. Denn ob Generation Y oder Z, Bewerber informieren sich nicht nur auf Karriereseiten über potenzielle Arbeitgeber, sondern nutzen häufig entsprechende soziale Medien, um Informationen und Eindrücke über Unternehmen zu erhalten. Das eine ist, was Unternehmen in ihrer Anzeige oder auf der eigenen Webseite schreiben, das andere, was Mitarbeiter selbst über die Arbeit und die Menschen im Unternehmen erzählen. Ein Blog bietet hier die Möglichkeit, die Sichtbarkeit des Unternehmens zu erhöhen und darüber hinaus einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren (quasi ein Tag der offenen Tür im Web als Dauerzustand). Lässt man Auszubildende und Ausbilder oder Personalleiter selbst sprechen und ergänzt die Beiträge um Fotos mit den entsprechenden Personen, erhöht das die Glaubwürdigkeit.

Aufbau eines Blogs

Hier komme ich wieder auf die Zielgruppe zurück. Für was interessieren sich Jugendliche auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle? Wonach suchen sie, was wollen sie wissen?

  • Wie ist die Ausbildung im Beruf XY aufgebaut? Welche Stationen durchläuft man?
  • Wie sieht der Ausbildungsalltag aus?
  • Was sind die Schwerpunkte? Was sollte man können?
  • Wie kann es nach der Ausbildung weitergehen?
  • Was sollte man bei einem Bewerbungsschreiben beachten?
  • Wie bereite ich mich auf ein Bewerbungsgespräch vor?
  • Auf welches Unternehmen / auf welche Menschen lasse ich mich in Zukunft ein?

Hilfreich sind Rubriken/Kategorien auf der Startseite des Blogs, die die Orientierung erleichtern, z. B. Ausbildung, Duales Studium, Bewerbung, Unternehmen.

  • Ausbildung/Duales Studium: Einblick in die Ausbildungsberufe, Voraussetzungen, Alltag, Karrieremöglichkeiten, Besonderheiten wie Auslandsaufenthalte oder das Betreiben eines eigenen Unternehmens als Projekt für die Auszubildenden
  • Bewerbung: Worauf muss man achten? Was erwartet der Personaler? Tipps für das Bewerbungsgespräch
  • Unternehmen: Familientag, Betriebsausflug, soziales Engagement, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, besondere Hobbys von Mitarbeitern (gerne auch mal der Chef), Einblick in die Büros oder Produktion

Wichtig und hilfreich sind immer Fotos, die die entsprechenden Personen zeigen, am besten in Nahaufnahme. Das macht sympathisch und baut Nähe und Vertrauen auf.

Darüber hinaus sollte man darauf achten, dass die Blogbeiträge leicht geteilt/empfohlen werden können. Hier sollte Whatsapp standardmäßig ein Kanal sein, denn neben Instagram, YouTube und Snapchat ist Whatsapp bei Jugendlichen nach wie vor der am häufigsten genutzte Kommunikationskanal. Im Blog von Rechtsanwalt Dr. Thomas Schwenke finden sich hilfreiche Informationen zum Einsatz von Whatsapp.

Ausbildungskampagne Elementare Vielfalt

Ausbildungskampagne "Elementare Vielfalt"

Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt“

Um das Engagement im Bereich Nachwuchssicherung weiter auszubauen, unterstützen die Chemie-Arbeitgeberverbände ihre Mitglieder mit der Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt (ElVi) – Deine Ausbildung in der Chemie-Branche„. Ein Gesamtpaket aus Internetauftritt, begleitenden Informationsmaterialien und Marketingaktivitäten soll die Ausbildungsbetriebe der Branche im Wettbewerb um junge Nachwuchskräfte stärken. Auf „ElVi“ finden interessierte Jugendliche alles rund um Berufsbilder und Duales Studium wie Ablauf und Inhalt, Anforderungen, Karriereperspektiven und Vergütung. Darüber hinaus gibt es Bewerbungstipps, eine Ausbildungsplatzbörse sowie eine extra Seite für KMUs. Hier haben kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit, sich mit einem Unternehmensprofil darzustellen.

Chemie-Azubi-Blog

Chemie-Azubi-Blog

Chemie-Azubi-Blog

Ergänzt wird das Angebot um den Chemie-Azubi-Blog. Dieser stellt Betriebe aus der chemisch-pharmazeutischen und kunststoffverarbeitenden Industrie und deren vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten vor und ermöglicht so einen Blick hinter die Werkszäune. Darüber hinaus gibt der Blog Antworten auf viele Fragen: Was ist der Unterschied zwischen Chemikant und Chemielaborant? Worauf sollten Schüler/-innen in einem Bewerbungsgespräch achten? Wo gibt es welche Ausbildungsberufe und welche dualen Studiengänge? Getragen wird er von den Chemie-Arbeitgeberverbänden HessenChemie, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordost. Wer Interesse hat, Beiträge im Chemie Azubi  zu veröffentlichen (das Angebot gilt nur für die Mitglieder der Verbände), der kann sich an die verantwortlichen Autoren wenden.

Beispiele für gute Ausbildungs-Blogs

http://careers.boehringer-ingelheim.com/blog/de

http://karriereblog.sick.com/

http://azubiblog.wuerth.de/

https://ausbildungdaw.wordpress.com/

https://blog.krones.com/azubiblog

http://www.douglas-karriere.de/schueler/ausbildung/

http://karriereblog.tk.de/

https://blog.mann-hummel.com/blog/category/ausbildung-karriere/

https://www.datev-karriereblog.de/

http://azubiblog.thyssenkrupp-rasselstein.com/wp/

http://azubiblog.thyssenkrupp-rasselstein.com/wp/

https://karriereblog.bayer.de/auszubildende/

https://www.voba-azubiblog.de/

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Ausbildung in der Chemie: vielfältig und wegweisend

Ein Plädoyer für die Ausbildung

Vielfältige Ausbildung in der Chemie


Agenturauswahl und das Geheimnis erfolgreicher Zusammenarbeit

Am 8. November fand das 24. FORUM Kommunikation der Chemieverbände Hessen statt. Unter dem Motto „Vorher Gedanken machen – Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Agenturen“ luden HessenChemie und VCI Hessen die Kommunikatoren ihrer Mitgliedsunternehmen in die Murnaustiftung nach Wiesbaden ein, um sich über das Thema Agenturauswahl und die Erfolgsfaktoren erfolgreicher Zusammenarbeit auszutauschen.

Murnau Filmtheater

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Ob Einladungskarte, Mitarbeiterzeitung, Produkteinführung oder PR-Kampagne, in aller Regel benötigen Unternehmen (und Verbände) hierfür die kreative Expertise von Agenturen. Dabei ist es für beide Seiten von Vorteil, wenn die Zusammenarbeit langfristig ausgelegt ist. Eingespielte Teams, Kenntnisse und gegenseitiges Verständnis helfen, sowohl Kosten als auch Arbeitsaufwand zu reduzieren und führen zudem in der Regel zu besseren Ergebnissen. Doch wie findet sich eine geeignete Agentur? Ist ein Pitch immer der richtige Weg oder gibt es andere, eventuell sogar sinnvollere Auswahlmöglichkeiten? Wie müssen Unternehmen und Agenturen miteinander kommunizieren, um Missverständnisse, Unkosten und Unzufriedenheit auf beiden Seiten weitgehend zu vermeiden? Darum drehte sich alles beim 24. FORUM Kommunikation.

Agenturauswahl: Die Richtige finden

Der Vormittag des Tages war den Grundlagen gewidmet: Agenturauswahl und Agentur-Briefing standen im Fokus.

Agenturauswahl mit Dr. Ralf Nöcker, GWA

Dr. Ralf Nöcker, GWA

Mit den verschiedenen Auswahlmöglichkeiten kennt sich Dr. Ralf Nöcker  aus. Er ist Geschäftsführer des Gesamtverbandes Kommunikationsagenturen GWA e.V. und Autor diverser Fachbücher. Sein erster Rat lautet: vorher Gedanken machen. Was möchte man mit der Beauftragung einer Agentur? Braucht man überhaupt eine Agentur? Wenn ja: Soll eine Agentur alle Kommunikationsaufgaben verantworten oder verteilt man Spezialaufgaben an verschiedene Dienstleister? In manchen Fällen kann es durchaus sinnvoll sein, mehrere Agenturen für Teilprojekte zu beauftragen und andere Teile selbst zu übernehmen. Untersuchungen zeigen, dass auf der Suche nach der geeigneten Agentur vor allem auf persönliche Kontakte und Empfehlungen zurückgegriffen wird. Wichtig ist den meisten Unternehmen, dass das Auftreten professionell ist und die Chemie stimmt. Die Platzierung in (Kreativ-)Rankings oder die Bekanntheit einer Agentur spielt da eher eine untergeordnete Rolle.

Aber wie findet man heraus, welche Agentur zu einem passt? Nicht immer ist ein Pitch der richtige Weg. Zum einen ist dieser relativ aufwändig. Der Kunde investiert Zeit in die Ausarbeitung des Briefings, die Agenturrecherche, die Sitzungen mit den Agenturen sowie die anschließende Bewertung. Die Agentur selbst hat einen enormen Aufwand für die Ausarbeitung der Aufgabenstellung, was der potenzielle Auftraggeber auch mit einer entsprechenden Aufwandsentschädigung honorieren sollte. Große Agenturen überlegen nicht selten, ob sich der Aufwand für einen Pitch lohnt und lehnen durchaus auch mal ab. Ebenso sollte man bedenken, dass bei einem Pitch in der Regel nicht das Team, das später den Auftrag umsetzt, präsentiert. Man bekommt also kein Gefühl dafür, ob die Chemie stimmt.

Viele Wege führen nach Rom

Um zu entscheiden, welche Agentur zum eigenen Unternehmen passt, bieten sich auch ein Chemistry Meeting, Workshop oder Probeauftrag an. Beim Chemistry Meeting handelt es sich um ein persönliches Treffen, bei dem Fragen zur Zusammenarbeit gestellt und die Kompetenzen im Gespräch erörtert werden. Hier sollten dann auch die Personen zusammensitzen, die später auf beiden Seiten gemeinsam das Projekt umsetzen. Entscheidend ist hierbei, inwieweit die Mitarbeiter des Unternehmens mit den Teams der Agenturen harmonieren, ähnliche Vorstellungen des Projekts haben und sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. Tiefer geht der Workshop, der einem Assessment Center im Personalbereich ähnelt. Hierbei wird an einem oder mehreren Tagen anhand von Fragen und kleinen Aufgabenstellung die Arbeitsweise der Agentur getestet. Auch bei einem Workshop lässt sich feststellen, ob die Chemie zwischen Unternehmen und Agentur stimmt – und das mit weniger Aufwand als mit einem Pitch. Auf der Seite www.gwa.de/Agenturen/Agenturauswahl/Empfehlungen steht übrigens die Broschüre „Agenturauswahl“ – Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Agenturen“ kostenlos als Download zur Verfügung.

Was Agenturen wollen

Nina Rieke, DDB Group

Nina Rieke, DDB Group

Der erste große Schritt ist gemacht: Die Agentur ist gefunden. Nun geht es um die Umsetzung. Und die kann auf Seiten der Agentur nur gut funktionieren, wenn sie ordentlich gebrieft wurde. Das Agentur-Briefing stand somit im Fokus von Nina Rieke, Chief Strategy Officer der DDB Group GmbH. Aber wodurch zeichnet sich dieses aus?

Wer kennt das nicht? Sie briefen die Agentur, per Mail oder auch gerne via Telefon, und erhalten ein paar Tage später die ersten Entwürfe. Diese sind aber alles andere als zufriedenstellend. Häufig liegt das Problem am unvollständigen oder ungenauen Briefing. Hier ist es wichtig, dass man sich zunächst einmal über die eigene Zielsetzung klar sein sollte. Darüber hinaus gibt es zu bedenken, dass Sachverhalte, die für die eigenen Mitarbeiter selbstverständlich sind, einer Agentur erst erklärt werden müssen. Briefingformulare können hier hilfreich sein.

Drei Punkte für ein gutes Briefing

  • klar und stringent

Agenturen können nur das ausführen, womit sie beauftragt werden – je klarer die Anweisung, desto besser das Ergebnis.

  • persönlich

Ein persönliches Briefing hilft beiden Seiten, ein gemeinsames Verständnis für das Projekt und dessen Anforderungen zu entwickeln. Auch die Mimik und Gestik des Kunden kann der Agentur helfen, Anweisungen richtig zu deuten.

  • schriftlich

Fehler sind menschlich und ein Missverständnis ist nie auszuschließen. Daher ist es wichtig, das Briefing (und das Re-Briefing der Agentur!) schriftlich festzuhalten. Das hilft auch dabei, die Umsetzung anschließend zu bewerten.

Dennoch: Es gibt kein Patentrezept für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Agenturen. Unterschiedliche Unternehmen, Projekte und nicht zuletzt Teams haben unterschiedliche Anforderungen – sowohl an die Inhalte als auch die beteiligten Menschen. Und so muss jeder selbst prüfen, ob die Zusammenarbeit funktioniert oder woran man noch arbeiten sollte. Dabei ist eine offene und ehrliche Kommunikation auf beiden Seiten hilfreich.

Best Practice: HRA Pharma und Cohn & Wolfe 

Wie die Zusammenarbeit zwischen Agentur und Unternehmen erfolgreich funktionieren kann, zeigte am Nachmittag Susan Hölling von der Agentur Cohn & Wolfe. HRA Pharma ist Hersteller zweier Pillen Danach: ellaOne® und PiDaNa®, die seit März 2015 rezeptfrei in Apotheken erhältlich sind. Susan Hölling nahm die Teilnehmer mit auf die Reise von der Agenturauswahl bis zur Umsetzung des Projektes.

Die erste Überzeugungsarbeit leistete das Team von Cohn & Wolfe in einem Chemistry Meeting. Hier überzeugte die Agentur den Pharmahersteller mit Kreativität, Kompetenz und Ehrlichkeit, was diesen eine Einladung zum Pitch einbrachte. Für Cohn & Wolfe bedeutete das: Wenig Zeit und viel zu tun, um eine Pitch-Präsentation auf die Beine zu stellen.

Susan Hölling, Cohn & Wolfe

Susan Hölling, Cohn & Wolfe

Ziel des Briefings war die kontinuierliche Aufmerksamkeitssteigerung für die Pille Danach/ellaOne. Die Herausforderungen: Es gibt zahlreiche Vorurteile und Mythen rund um die Pille Danach, es gibt ein Werbeverbot und die meisten Frauen nehmen die Pille Danach nur ein Mal im Leben. Die Agentur entschied sich für eine Empowerment-Kampagne, eine Aktivierungs- und Informationskampagne zugleich, die junge Frauen inspiriert, selbstbewusst und unabhängig über Liebe, Sex und Verhütung zu sprechen. Und über das, was sie wollen, aber: #nurwennicheswill. Damit überzeugte die Agentur HRA Pharma Deutschland.

Umgesetzt wurde bislang der Relaunch der Website www.pille-danach.de in ein Online-Magazin, flankiert durch verschiedene Social-Media-Kanäle und der Aktivierung von YouTubern, sprich etablierten Influencern. Darüber hinaus gibt es Kooperationen mit Medien sowie klassische PR. Die Zahlen wie Seitenaufrufe, Facebook-Fans und YouTube-Aufrufe sprechen für sich. Gekrönt wurde die Kampagne durch den Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2016 in der Kategorie Webmagazin.

Fazit

Der Tag hat viel gebracht. Er hat noch einmal sensibilisiert, sich vorher Gedanken zu machen, ob man für bestimmte Projekte überhaupt eine Agentur benötigt und wenn ja, welche. Wir haben viele Anregungen mitgenommen: Wie wir die geeignete Agentur finden und worauf wir achten sollten, wenn wir die Agentur briefen, um am Ende auch das Ergebnis zu erzielen, das wir erwarten bzw. uns wünschen. So ersparen wir uns und der Agentur letztendlich Zeit, Frust und auch Geld. Und wir haben ein wunderbares Projekt, nämlich die Kampagne um die Pille Danach und deren Projektleiterin auf Agenturseite, kennengelernt und viele Ideen mitgenommen.

Alle Referenten noch einmal an dieser Stelle herzlichen Dank!

Die Autoren

Petra Diener

Petra Diener ist als Online-Redakteurin für die Webauftritte und Social-Media-Aktivitäten bei HessenChemie verantwortlich. Im HessenChemie-Blog schreibt sie über Verbandsthemen, Kommunikation und Social Media sowie Arbeitswelt 2.0

 

 

 

Giulia BaGiulia Bachmann, Trainee HessenChemie chmann, B.A., hat Media Management an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden studiert und ist seit August 2015 Trainee der Verbandskommunikation beim Arbeitgeberverband HessenChemie. Sie unterstützt dort die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Online-Redaktion und wirkt bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen mit.

Giulia Bachmann, Trainee HessenChemie